Forum Discussion
2 years ago
Ort: Willow Creek und Windenburg
Charaktere: Artjom, Nouki und Eltern
Geschichtsstrang: Zwanghaft II
Es ist still im Haus. An und für sich nichts ungewöhnliches, aber drückend. Vor allem jetzt, nach dem Artjom wütend in sein Kissen geschrien hat. Er sitzt auf seinem Bett und sein Bein wippt nervös auf und ab. Kindisch? Selbstmitleid? Aber sich in ein Zimmer einschliessen bis man fast drauf geht? Warum hat er ihr das nicht an den Kopf geworfen als er Gelegenheit hatte? Es ärgert ihn aufs Blut. Er muss hier raus. Schleunigst. Er nimmt sein Telefon und tippt eine Nachricht an Nouki.
Hey, was machst du? Hast du Zeit?
Dann steht er auf, fest davon überzeugt, dass sie ihn nicht hängen lässt, nimmt seine Jacke und geht nach unten. Die Hunde sind nicht in ihren Körbchen aber er hört sie ihm Wohnzimmer grunzen. Vielleicht müssen sie seiner Mutter Gesellschaft leisten. Ein Nachteil wenn ein Elternteil taubstumm ist. Man kann sie nicht belauschen. Artjom geht ohne Umweg zu den Schuhen, stampft hinein und verlässt das Haus. Eilig macht er sich auf den Weg weit weg von Anastasia.
„Das schlägt alles.“ lacht Nouki, die mit ihrem Vater am Wohnzimmertisch sitzt und Scrabble spielt. Selten genug, dass er für solche Sachen Zeit hat, um so mehr genießt sie es gerade, mit ihm herumzualbern. Die Challenge ist, dass man nur ausgedachte Produktnamen für zukünftige, vegetarische und vegane Fleischersatzprodukte legen darf. „Herbichicks, das sind knusprige Bratlinge mit einem köstlichen Mantel aus frischen Kräu..“
Ihr Handy brummelt. Sie wirft ihrem Vater einen entschuldigenden Blick zu und zieht es aus der Tasche. Artjom. Freudig beginnt ihr Herz schneller zu schlagen. Er ist hier vor dem Haus...
“Oh Mann Chica.“ Die kleine Katze hat den Tisch erklommen und wirbelt blitzschnell die Buchstabenplättchen vom Brett, springt auf den Boden und pfeffert eins Richtung Bandido, der die ganze Aktion gespannt verfolgt. Wild balgend toben die beiden damit Richtung Küche.
„Na, das war's dann wohl. Wenn sie so weiter macht, gibt’s bald Herbichica-Bratlinge.“ lacht Raphael und lehnt sich im Sessel zurück. „Was Wichtiges?“ fragt er dann schmunzelnd, als er ein Leuchten über das Gesicht seiner Tochter gleiten sieht. -„Mmh.“ Nouki blickt ebenfalls schmunzelnd zurück. „Kann ich nochmal ganz kurz weg? Für höchstens eine halbe Stunde? Jemand möchte mit mir reden.“ -“Jemand, hm?“ fragt ihr Vater amüsiert. „Na gut. Scheint ja dringend zu sein.“
Nouki steht auf und drückt ihm ein Küssschen auf die Wange. „Bis gleich.“ Schnell eilt sie nach draußen. Artjom steht rauchend vor dem Grundstück. „Hey, schön dass du da bist.“ Sie begrüßt ihn zärtlich. „Ist irgendwas los? Geht's dir gut?“
"Bestens." lügt er und umarmt sie mit einem ehrlich wirkenden Lächeln. "Aber ich hab Hunger... gehn wir was essen?" er bleibt bei den knappen Worten. Vielleicht führt er das später aus. Er hat auf dem Herweg einen Stopp bei einer Tanke gemacht und außer dem knappen Viertel Wodka, den er gekippt hat, gabs noch kein Abendessen. Und zu Hause wird 's das für ihn auch nicht mehr geben heute. Den Alk hat er in eine PET-Flasche umgefüllt und es macht den Eindruck, in seiner inneren Manteltasche befände sich normales Wasser. Sie knackt plastisch als sie sich umarmen.
Er riecht nach Alkohol, das beunruhigt Nouki etwas. Sie küsst ihn nochmal kurz um ganz sicher zu gehen, dann sagt sie zu ihm aufblickend. "Also, weggehen ist schlecht heute Abend, meine Mutter hat gekocht, was Neues ausprobiert aus Vaters Produktion und da ist es eigentlich Pflicht dass alle mit essen und ihr Urteil abgeben." Sie lächelt ihn kurz an. "Aber du kannst gerne rein kommen, ich bin sicher wir dürfen was mit nach oben nehmen in mein Zimmer." Sie schluckt und wird verlegen. "Also ich mein..wir können essen, reden, Musik hören und so.."Oh Gott Nouki, du bist so peinlich
Während Artjom ihr zuhört und darüber nachdenkt, zucken seine Mundwinkel schnell etwas weiter nach oben und dann knurrt sein Magen. Hat er Bock heute ihre Eltern kennenzulernen? Von dieser Spezies hat er eigentlich vorerst genug. Aber wieder gehen liegt auch nicht wirklich drin. "Ja, okay. Hört sich gut an." dabei zwinkert er ihr amüsiert wirkend mit beiden Augen zu.
"Okay, ich lots dich schnell durch." lächelt Nouki und nimmt seine Hand. Gemeinsam betreten sie die Diele und Nouki ruft in die Küche. "Mama, ich hab jemanden mit gebracht, er stand herrenlos in unserem Garten und da konnte ich nicht anders." Sie grinst Artjom an. - "Was hast du?" Emily kommt lächelnd, die Hände an einem Geschirrtuch abwischend, näher und blickt fragend ihre Tochter an. Im selben Moment kommt auch Raphael neugierig her. "Das ist Artjom." stellt Nouki ihn beiden vor und hakt ihn unter. Nachdem sie sich bekannt gemacht haben, schmunzelt Raphael: "Du bist dann wohl die wichtige Nachricht von eben nehm ich an." - "Was weißt du, was ich nicht weiß?" Emily blickt amüsiert von ihrem Mann zu Artjom.
Artjom lächelt sympathisch, natürlich ist er die wichtige Nachricht. "Möglich?" er sieht Nouki an und dann wieder ihre Eltern. Aufgeschlossen wirken sie. "Aber genug von mir." scherzt er, "ich wollte euch auf keinen Fall stören. Ich dachte nur ich besuche..." meine Freundin. Er legt ihr liebevoll einen Arm um, "Nouki. Sie ist öfter mein erster Gedanke wenn ich überlege wie ich meine Zeit verbringen will."
"Das hört sich doch gut an." meint Emily lächelnd. "Du kannst gerne gleich mit uns essen, im Moment brutzel ich zwar noch, aber allzu lang wird's nicht mehr dauern." Nouki nickt und zwickt Artjom neckend in die Seite."Waas!? Ich bin nur öfter dein erster Gedanke? Nicht immer, bei Tag, bei Nacht, jede Sekunde.." Sie lacht und löst die Umarmung indem sie seine Hand ergreift um ihn in Richtung der Leiter, die ins Obergeschoß führt, zu ziehen. "Wir sind dann oben, ruft einfach." Raphael blickt den beiden belustigt nach. "So hab ich unsere Kleine noch nie erlebt..dabei dachte ich immer das wird bestimmt irgendwann mal was Ernstes mit Leon." - "Tja, Überraschungen halten jung, Schatz." Emily küsst ihren Mann auf die Wange. "Er wirkt recht sympathisch, schauen wir mal. Kommst du mir helfen Kartoffeln schälen? Die Küchenunterhaltungen mit dir sind immer so spannend." Damit zieht sie lachend ihrerseits Raphael mit sich in die Küche.
"Ich dachte mir 'immer' wär zu creepy." sagt Artjom als sie oben ankommen und grinst. Etwa so wie der herrenlose Stalker den man so im Garten findet. Er folgt ihr in ihr Zimmer und sieht sich neugierig um. Bandposter, wie sie ihm seine Mutter nie erlauben würde, sogar ein Band-Teppich. Er kann froh sein wenn er was von Deffekt aufhängen darf weil er da dabei ist. Seit der Tattoos darf er nichts mehr, was sie für einen schlechten Einfluss hält, umso schöner ist es in diesen vier Wänden. Rebellisch. Aber ist es noch rebellisch wenns erlaubt ist? Artjom legt die philosophischen Fragen nieder und mustert die Tafeln an der Wand. Omiscado. Interessiert sieht er sie sich an, greift gedankenverloren in die Innentasche und holt die 'Wasserflasche' heraus. Er trinkt einen Schluck und fragt: "Selvadorada?" obwohl er sich sicher ist.
"Ja, von der ersten Reise. Die graue Tafel da ist ein Geschenk von Alvaro, dem Barbesitzer. Ich hatte da im Obergeschoß ein Zimmer und er fühlte sich für mich verantwortlich und hat mich unter seine Fittiche genommen. Wir schreiben uns öfter, so altmodisch." Nouki grinst. "Briefe." Gerade will sie sich zum Bett wenden, weil das die größte Sitzfläche im Raum ist, als ihr der Geruch aus Artjoms Flasche in die Nase steigt. "Hey, irgendwas stimmt doch nicht? Du trinkst doch sonst nicht einfach so Alk." Sie tippt an das Plastikgefäß und sieht ihn fragend an. "Magst erzählen?"
Sagt wer? Er schaut auf die Flasche als würde sie ihm grade zum ersten Mal auffallen, "Achso das..." er zuckt die Schultern und hält sie ihr hin, "Auch? Ist Wodka. Das gute Zeug." dann grinst er verschmitzt, als wolle er sagen, sei kein Feigling.
"Nein, ich will morgen früh laufen." winkt Nouki ab. Sie lässt sich aufs Bett fallen und klopft auffordernd neben sich. "Komm, mach's dir gemütlich."
Artjom wendet den Blick ab, steckt die freie Hand in die Tasche und schaut zurück auf die Tafeln. Er nickt. "Hast recht. Blöde Idee auf leeren Magen." und nimmt einen weiteren kleinen Schluck. Artjom spürt sanft die Leichtigkeit die Alk mit sich bringt, aber nicht so als das er das beschwipst nennen würde. Noch lange nicht. Er kann durchaus klar denken. Sein Blick wandert der Wand entlang, bevor er sich umdreht und sich daran lehnt. Er sieht Nouki an und ihre Hand neben ihr. Gemütlich machen? Er lächelt, "Nachtisch gibts doch erst nach dem Essen."
"Willst jetzt wirklich, dass ich sag was ich denke?" Nouki grinst. Wie er da so lässig an der Wand lehnt, könnte sie sich ein Aperitif auch vorstellen, allerdings nicht in Form von Vodka. Sie ruft sich zur Ordnung und klopft nochmal. "Entspann dich, wirst nachher bestimmt ausgequetscht von meinen Eltern."
Artjom hebt die Brauen und atmet tief ein. Yippiee... "Kein Problem für mich." Er verstaut die Flasche und setzt sich federnd mit einem schiefen grinsen neben sie. "Na los. Sag was du denkst." fordert er sie auf.
Statt einer Antwort schmiegt sich Nouki in seine Arme und küsst ihn lang und zärtlich. "Ich denk, dass es total schön und spannend ist, das du hier bist." flüstert sie dann dicht an seinen Lippen und rutscht ein Stück nach unten, um den Kopf auf seine Brust zu legen. "So unerwartet." Sie kann sein Herz schlagen hören. Stark und regelmäßig.
Nicht ganz das was er erwartet hat aber gut. Er hat sich noch nie in einem fremden Zimmer wie zu Hause gefühlt. Meistens besser. Das er heute ihre Eltern kennen lernt stand irgendwie auch nicht auf dem Plan und er muss an seine Mutter denken. Er hält Nouki fest und es gefällt ihm hier zu sein. Wieder das Gefühl zu haben was richtig zu machen. "Und was machen wir jetzt bis das Essen fertig ist?" fragt Artjom.
"Wir können Kreuzworträtsel lösen, TicTacToe spielen, ich erzähl dir von Selva oder.." Nouki rutscht wieder auf Augenhöhe. "..einfach mit dem Aperitif weiter machen." Sie muss ein bisschen lachen. Einerseits wegen seiner Frage, andererseits weil es einfach schön ist, hier so mit ihm zu liegen. Der Abend könnte von ihr aus ewig dauern.
„Ich find Letzteres gut.“ sagt er schelmisch grinsend und küsst sie. Wandert mit den Händen zu ihrer Taille und zieht sie auf sich drauf. Viel besser. Abgesehen davon, dass Nouki wahrscheinlich merkt, wie sehr er sich freut, testet er, sie küssend und mit geschlossenen Augen, mit den Händen aus, was sie ihm heute durchgehen lässt.
Der Funke springt augenblicklich über. Seine Hände gleiten mal sachte, mal mit mehr Druck über Noukis Körper und die Fingerspitzen finden immer wieder freie Stellen zarter Haut, um ihr wohlige Schauer über den ganzen Körper zu jagen. Nouki will ihn spüren und schiebt sein Shirt nach oben, um seine warme Haut zu erkunden, während ihre Küsse intensiver werden.
Genau das was er jetzt braucht. Artjom ist froh, dass sie versteht und schaltet ab. Da ist nur noch er - und wie - und ihr perfekter trainierter Körper unter der lästigen Schicht Klamotten. Er berührt ihre Haut unter dem Pullover, umarmt sie küssend, streicht die Vorfreude auskostend hinab, unter den Hosenbund ihrer bequemen Jogginghose und seufzt angetan von ihrem Gewicht. Das ist gut. Artjom vergisst das Essen, dreht sich mit ihr, sie auf den Rücken, küsst ihr Ohr dann den Hals, während er versucht ihr Oberteil loszuwerden.
Als Artjoms Hände tiefer wandern, holt das Nouki kurz aus ihrer Versunkenheit. Wo steuert das hin? Noch immer gefangen in ihren Gefühlen, küsst und streichelt sie ihn weiter und vergisst wieder für ein paar Augenblicke, bis sie liegen und er ihren Pullover wegschiebt. Wie von einem Maschinengewehr abgefeuert, kommen die Gedanken und Bilder. Das geht gerade zu schnell. Denkt er, sie schlafen gleich miteinander? Er weiß nicht, dass er für sie der Erste ist..was wenn sie sagt, sie will das jetzt nicht? Verliert er dann das Interesse? Wie Steph? Er hat Erfahrung. Tanis Bild erscheint ungewollt und das schmerzt. Sie hat ihm gegeben, was er jetzt bestimmt braucht und sich wünscht oder darf sie ihm sagen...? Ihre Hand stoppt Seine.
Nouki schiebt ihn atemlos ein Stück von sich weg und richtet ihren Oberkörper halb auf, den Pullover wieder nach unten ziehend. "Artjom..ich.." Sie senkt verlegen den Blick und ihr Herz wechselt den Rhythmus zu ängstlich. Unsicher sucht sie seinen Blick. "Ich hab noch nie..nie mit jemandem geschlafen." Es ist raus. Einerseits erleichternd, andererseits verharrt sie, angespannt auf seine Reaktion wartend.
"Hey ihr beiden. Essen wartet!" Die Stimme ihres Vaters, der von unten ruft, lässt Nouki erschrocken hoch fahren.
Artjom sieht sie überrascht an danach zur Tür, die geschlossen ist. Dann hat dieser Stephen von dem Blaze und Chip gesprochen haben, sie nicht rumgekriegt? Er war sich ziemlich sicher dass.. Was für ein Schlappschwanz. Naja, damit kann er umgehen. Er sieht sie wieder an, sagt lächelnd, "Das ist scharf." küsst sie und klettert vom Bett. Sie ansehend, nimmt er erneut die Flasche, trinkt und nickt gegen die Tür, "Essen wartet." wiederholt er schmunzelnd und stellt die Flasche neben ihr Bett.
Scharf? Die Antwort ist verwirrend, aber vielleicht ist es einfach seine Art zu sagen, mach dir keine Sorgen. Nouki lächelt und setzt sich noch leicht schwindlig an den Bettrand. Ihre Kleidung zurecht zupfend sieht sie Artjom von der Seite an. "Meinst du nicht, sie riechen das vielleicht?" fragt sie mit Fingerzeig zur Flasche. Sie ist schon froh, wenn ihr keiner anmerkt, wie aufgewühlt sie gerade ist. "Willst du Zähne putzen?"
Oh Mann... ihr Ernst? Artjoms Gesichtsausdruck wird eine Sekunde wehleidig, dann winkt er ab. "Quatsch. Ich will deine Eltern ja nicht küssen." kurz lacht er und reibt sich über den Bauch, "Ich hab echt Hunger. Na komm!" entgegnet er ungeniert und winkt sie mit sich, als wär er es der hier zu Hause ist.
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„Journalismus? Interessant.“ Raphael schneidet ein Stück von dem veganen Hackbraten ab und mustert Artjom wohlwollend. „Welches Richtung stellst du dir denn vor? Die Palette ist breit gefächert.“ Er schiebt das Stück in den Mund und kaut konzentriert.
Nouki zieht es im Moment vor zu schweigen und ab und zu ein Lächeln in die Runde zu werfen. Insgeheim ist sie ziemlich angetan von Artjoms Fähigkeit hier so gepflegt Konversation zu machen, nachdem was oben gerade alles geschehen ist. Sie verkneift sich ein Grinsen und isst stattdessen etwas vom überbackenen Blumenkohl. Der Braten ist nicht so ihres, hat sie gerade festgestellt. Irgendwie zu bröselig.
Zufrieden verfolgt Emily das Gespräch zwischen Artjom und ihrem Mann. Anouk scheint wirklich verliebt zu sein in den Jungen und was er bisher gezeigt hat, kann man nur als angenehm bezeichnen. Die Bechamelsoße harmoniert nicht nur mit den Kartoffeln, sondern auch mit dem Aroma des Bratens bemerkt sie nebenbei..der Braten, hm...
Artjom hat so ein Loch im Bauch, dass er zufrieden alles auf seinem Teller verschlingt. Vielleicht hat er dabei nicht ganz makellose Manieren weil er zu schnell isst, aber das es ihm schmeckt ist gut zu erkennen. Um Noukis Vater zu antworten, hält er inne, „Der Traum wäre ja investigativer Journalismus.“ Ihm ist bewusst, dass das schwierig ist, „aber ich würd mich auch im Umwelt- oder Featurejournalist sehen. Letzteres macht mein Dad, aber online.“ erklärt er freundlich und ein wenig stolz dass er das erzählen kann. Er denkt an die Unterhaltung mit seiner Mutter und die Ohrfeige und sein begeistertes Gesicht verschwindet. Er merkt es und wendet sich wieder seinem Teller zu. Ohne aufzusehen fragt er, „Und du machst Fleischersatzprodukte? Ist echt lecker.“
"Investigativ ist sicher eine spannende Sache. Halte ich für sehr sinn-und wertvoll." Raphael nickt. "Je mehr krumme Machenschaften aufgedeckt und ans Licht gezerrt werden desto besser. Man denke an so Sachen wie die Simsgate-Affäre damals oder an diverse Schwarzgeld Skandale." Er nickt Artjom lächelnd zu. "Und eine Portion Mut gehört natürlich auch dazu." Er nimmt einen Schluck Wasser und wiegt dann unschlüssig den Kopf hin und her, bevor er auf Artjoms Frage antwortet. "Nicht nur, aber überwiegend, ja. Na, ich weiß nicht recht. Ich hatte mir das etwas bissfester und aromatischer vorgestellt." Er grinst in Richtung Emily. "Was nichts über deine Kochkünste aussagt." Seine Frau schmunzelt. "Du hast mir strengstens untersagt zu würzen, jetzt musst du damit leben."
"Also ich fühl mich auch schon ein wenig wie das Krümelmonster.", frotzelt Nouki, den letzten Bissen ihres ebenfalls leer geputzten Tellers herunter schluckend. So schlecht war's dann doch nicht und eine willkommene Eiweißquelle. Nutzen vor Genuss in diesem Fall.
"Schön, dass es dir geschmeckt hat, Artjom. Immer wieder interessant, die unterschiedliche Wahrnehmung." Raphael nickt. "Trotzdem werden wir morgen Vormittag nochmal in der Runde darüber beraten müssen."
Das Essen ist beendet und Nouki schiebt heimlich ihren Oberschenkel ein bisschen weiter zu Artjom rüber, damit sie sich berühren. Sie wäre gern nochmal allein mit ihm, aber bestimmt macht gleich...
"Artjom, bleibst du denn noch ein Weilchen? Habt ihr Lust zusammen einen Film zu schauen oder ein Spiel zu spielen? Vielleicht zur Abwechslung mal ein normales Scrabble?" fragt Emily in die Runde und wirft ihrem Ehemann einen belustigten Blick zu.
..Mama irgendeinen lieb gemeinten Vorschlag vollendet Nouki ihre Gedanken. Sie verstärkt unauffällig den Druck auf Artjoms Schenkel und trinkt einen Schluck Wasser. Hoffentlich ist er auf Zack und findet einen Grund, dass sie nach oben gehen können oder raus, was auch immer.
Artjom legt die Serviette weg und nimmt die Hände vom Tisch. Familien Spaß... Muss er fast froh sein, dass seine Eltern das nicht veranstalten. Andererseits ist es irgendwie gemein, dass die hier so nett sind und er kriegt zu Hause eine gewaschen. Er lächelt die beiden an und legt unauffällig die Hand auf Noukis Bein. Er fragt sich ein wenig, warum er immer, wenn es zu Hause kracht, so begierig auf was Intimes wird. Das Essen hat ihn nüchtern gemacht, dafür ist er noch nicht bereit. Ich würde jetzt lieber mit eurer Tochter schlafen, wenns recht ist.
"Nouki hat vorhin angefangen von ihrer Reise in die omiscanischen Tempel zu erzählen und ich würd die Geschichte echt gern zu Ende hören..." er sieht sie kurz an, dann die Eltern und hofft die verstehen seinen Wink. Seine Mutter würde ihn verstehen, aber sie dann mit Absicht hier behalten. Während er darauf wartet, dass Emily und Raphael sie entlassen, rutscht seine Hand einen Zentimeter höher. Mit der anderen Hand trinkt er sein Glas leer. "Aber ein anderes Mal sehr gern."
Nouki hat das Gefühl man kann ihr Herz durch den Pullover pochen sehen. Artjoms warme Hand versetzt ihr einen kleinen Stromstoß. Ihr Mund ist plötzlich trocken, obwohl sie gerade getrunken hat und ein wenig überkommt sie die Lust zu kichern, als er so selbstbewusst spricht. Ehe sie etwas sagen kann, meint ihr Vater mit liebevollem Blick zu ihr: "Ja, Anouk ist wirklich ein mutiges und weltoffenes Mädchen, das schätzen wir sehr an ihr." Er lächelt warm. "Da sie sehr verantwortungsbewusst ist, konnten wir ihr die beiden Reisen nach Selvadorada ohne Sorge erlauben." Eine kaum merkliche Pause vor dem Wort 'verantwortungsbewusst' , lässt Nouki aufblicken. "Sicher gibt es noch jede Menge spannende Erlebnisse zu berichten, geht nur." Er wendet sich Emily zu. "Okay, ich geb dir die Chance auf Scrabble zum Thema ...Entwicklung und Zukunft." Er lacht, steht auf und geht mit einem kurzen Winken in Richtung der beiden Jugendlichen, zum Wohnzimmertisch, um die immer noch verstreuten Spielesteine zusammen zu sammeln. Emily lächelt Artjom an. "Komm kurz mit in die Küche, ich hab euch Limonade gemacht aus frisch gepressten Zitronen, nehmt die mit nach oben." Sie stapelt die Teller aufeinander und geht voraus.
Artjom sucht in den Worten irgendwelche versteckten Hinweise die sich auf ihn beziehen und als Emily zu ihm sagt er soll ihr folgen, befürchtet er schon ein Gespräch, bei dem es genau um den verpassten Hinweis geht. Aber Limonade ist okay. "Danke das ist sehr nett." sagt er nimmt die leeren Gläser und folgt ihr mit einem kurzen Blick zu Nouki. Als er in die Küche tritt und die Gläser bei der Spüle abstellt, fragt er sich wie sie die Getränke die Leiter hoch bekommen.
Als Artjom kurz in der Küche verschwindet, geht Nouki zu ihrem Vater und umarmt ihn. "Danke für den schönen Abend." Sie schaut kurz zu ihm auf und lächelt. "Und für euer Vertrauen. Ich hab dich lieb."
Dann eilt sie schnell in die Küche und nimmt Artjom ein paar Gläser ab. "Danke Mama, ich liebe die mit Zitrone." Sie geht voraus, stellt die Gläser auf ein Regal und klettert die Leiter nach oben. Kurz darauf kommt ein Korb von oben zu Artjom herab geschwebt, an dem ein Seil befestigt ist. Sofort steht Bandido parat, Chica im Schlepptau und streicht dem Jungen um die Beine. Nouki lacht. "Ignorier die beiden einfach, sie lieben es in dem Korb rauf und runter zu fahren. Pack ein."
Er stellt die Gläser und den Krug in den Korb und kann grade noch die kleinere der Katzen davon abhalten an den fahrenden Korb zu springen. Hätte seine Mutter doch auch unabhängige Katzen statt der dämlichen Hunde. Wobei sie die wahrscheinlich ebenso erziehen würde, dass sie seine Sachen zerkratzen und ihn anfauchen. Er streichelt das Fellknäul und folgt dem Korb die Leiter hinauf. Es widerstrebt ihm zuzugeben dass Nouki echt coole Eltern hat, also lässt er es sein. Im Zimmer setzt er sich aufs Bett, lässt sich von ihr Limo einschenken und giesst mit Wodka auf. „Jetzt Lust auf nen Drink?“ fragt er lächelnd.
"Nen Kleinen." Nouki lächelt zurück. Der ganze Abend ist sehr aufregend und irgendwie möchte sie das jetzt teilen mit Artjom. Als er ihr das Glas reicht, hebt sie es in seine Richtung: "Worauf trinken wir?"
Darauf das Stephen dich nicht geknackt hat? „Den Krümelbraten? Der hat etwas Feuchtigkeit verdient.“ Die Gläser klirren und er grinst bevor ihn die Freude verlässt weil er sich wünscht, seine Mutter würde mal ein Essen versauen und das mit Humor nehmen, statt dem, der die Zutaten geholt hat die Schuld zu geben. Mit dem Gedanken schüttet er sich das halbe Glas in den Hals.
Jetzt muss Nouki doch lachen. "Du warst tapfer und hast brav aufgegessen." Sie nippt kurz am Drink. Stark. Ein Schluck geht aber noch. Das Getränk brennt auch verdünnt noch in der Kehle und im Magen auch. Sie mustert ihn. "Hey, deine Augen sind wieder ganz ernst, wie vorher auch schon mal. Sicher dass alles okay ist?" fragt sie mit leicht belegter Stimme und muss sich räuspern.
Artjom leert das Glas, stellt es ab, nimmt die PET-Flasche und begibt sich halb liegend, halb sitzend auf das Bett an die Wand. Die Flasche hält er vor sich auf der Brust als wärs die Rettungsboje. Er seufzt und sieht auf seine Beine. „Meine Mutter hat mich heute geschlagen.“
Stumm folgt Nouki ihm mit ihrem Blick und trinkt gleich nochmal einen Schluck, bevor sie neben ihn an die Wand rückt. Sie kann nicht glauben, was sie eben gehört hat. "So eine Scheiße." reagiert sie spontan mit großen Augen. "Was ist passiert? Du bist erwachsen...ich glaub das gar nicht." Sie schmiegt sich an und starrt blicklos auf ihr Bett. Undenkbar. Was ist los bei ihm zuhause?
Er schraubt den Deckel von der Flasche ohne gross auf Nouki zu reagieren. Das war zu erwarten - und erwünscht. Er kippt sich einen weiteren puren Schluck in den Mund und meint ausdruckslos, „Ich hab dir erzählt, dass sie will das ich Jura studiere..?“ er schüttelt den Kopf wie um zu sich zu kommen und stösst ein verwirrtes kurzes humorloses Lachen aus. „…. Das hat sie noch nie gemacht.“ schliesst er monoton mit einem erneuten Schluck. Artjom blickt kurz zu Nouki und lehnt sich zu ihr, damit sie ihn hält.
Während sie sich weg beugt, um ihr Glas auf dem Schreibtisch abzustellen, damit sie näher zu Artjom kann, gehen Nouki Bilder durch den Kopf, wie er mit seiner Mutter streitet. Sie hört im Geiste die Ohrfeige klatschen. Es macht sie immer noch sprachlos. Sie nähert sich ihm wieder, legt ihre Beine quer über seine und kuschelt sich seitlich neben die Wodkaflasche, um ihn mit ihrem Arm zu umfangen. Den Kopf an seiner Schulter versucht sie ihre Gefühle in Worte zu fassen. "Das ist demütigend..wie konnte es denn nur soweit kommen? Heißt das, ihr hattet heute euren bisher schlimmsten Streit überhaupt? Deswegen? Weil du deine eigenen Vorstellungen von deiner Zukunft hast?"
Wars das? Ja. Artjom schweigt. Er hat das Gefühl welches seine Mom ausgelöst hat bereits verdrängt und empfindet es nicht mehr als so schrecklich. Es ist nur noch ein nerviger Fleck irgendwo in der Bauchregion. Weil er glaubt das Ganze noch zum Guten wenden zu können. Wenn er es richtig macht. Aber Noukis Anteilnahme tut gut. „Sieht aussichtslos aus… Sie ist so stur!“ sagt er und unterstreicht das letzte Wort nachdrücklich, „Und natürlich bin ICH der Arsch, der SIE hintergeht. Weil sies nur ‚gut‘ meint.“ Er rollt beinahe hörbar mit den Augen und trinkt.
"Hm..." Immer noch betroffen schweigt Nouki eine Weile und spürt den Worten nach." Bestimmt meint sie es gut, wie alle Mütter." Das ist ihre aufrichtige Überzeugung. "Und hat Angst dass du was machst was du später bereust..was ihr aber nicht das Recht gibt, dich so zu behandeln." Sie streichelt ihn an Arm und Schulter, während sie spricht. Seine Anspannung ist auch körperlich an den Muskeln zu spüren, die er beim erzählen immer wieder an-und entspannt. "Siehst du denn die Möglichkeit nochmal vernünftig mit ihr zu reden? Hast ja gesehen was mein Vater zu deinen Plänen meinte und der ist nicht dumm. Verkauf 's ihr richtig, zeig ihr auf, was es alles für Wege gibt, was dir für Möglichkeiten offen stehen...das könnte ihre Meinung ändern..meinst du nicht?"
Artjom schüttelt den Kopf. Vernünftig mit ihr geredet hat er rückblickend noch nie und er hat es nicht einmal gemerkt. Mit den Jahren hat sich sein Denken allerdings verändert. Und ihre Meinung geändert hat sie auch noch nie, es sei denn es passt ihr in den Kram. Das ist der einzige Hoffnungsschimmer den er hat. „So einfach ist das nicht.“ sagt er traurig und trinkt. Die Flasche ist jetzt fast leer und er hat es kaum bemerkt. Seine Zunge wird immer lockerer, „Meine Mutter ist ne Bitch. Auf jede erdenkliche Art und Weise. Ausser!“ er hebt den Finger, „Ausser - unerwarteterweise - was Treue angeht.“ er schraubt die Flasche zu, „Das muss ich ihr lassen…“
"Das ist ein hartes Urteil." Wenn das der einzige Positivaspekt ist, den er seiner Mutter abgewinnen kann. Nouki schweigt beinahe fassungslos. Sie würde ihm gerne wieder etwas von der Leichtigkeit zurück geben, die sie so sehr an ihm mag. "Klingt ziemlich verfahren. Kann dein Vater nicht vermitteln?"
„Nicht wirklich.“ seufzt er lässt die Flasche wegrollen und nimmt den freien Arm für Nouki. Nachdenklich tippelt er mit den Fingern ihren Arm hinauf und hinab. „Er hat… nicht wirklich was zu melden.“ Je länger er über seine Eltern und das was heute und in den letzten 17 Jahren passiert ist, nachdenkt, desto mehr vergeht ihm die Lust darüber zu reden. Dafür macht sich der Fleck aus Unterdrückung und Wut wieder breit und kanalisiert sich zu Energie, die er loswerden will und muss. Er sieht Nouki an, hebt ihr Kinn an und er seine Mundwinkel. Er küsst sie und sagt, „Sorry, eigentlich will ich dich damit gar nicht nerven.“
Es tut Nouki weh, ihn so frustriert zu sehen, auch wenn er es überspielt. Sicher fühlt er sich mies wegen der Situation, wie auch nicht? Hm.. Sie rutscht ein Stück weg von ihm und lächelt ihn an. „Weißt du was, du brauchst Entspannung und Streicheleinheiten. Zieh dein Shirt aus und leg dich hin.“ Sie steht vom Bett auf und kramt in einem Körbchen auf dem Regal herum.
Etwas enttäuscht, dass sie ihm nicht sagt, dass er nicht nervt, aber überrascht über das Angebot, setzt er sich auf und sieht ihr zu. Statt zu antworten greift er in seinen Nacken und zieht sich das Oberteil über den Kopf. Das muss sie ihm nicht zwei Mal sagen. Die Bewegung setzt Schwindel frei. Ihm ist danach die Hose auszuziehen für die wahren Streicheleinheiten, aber er erinnert sich an vorhin als er sie erschreckt hat. Also legt er sich auf den Bauch und lächelt sie an.
Musikalische Untermalung wäre auf jeden Fall auch gut. Schwierig was Entspannendes zu finden, aber das 'unplugged' Album von Nirvana ist Wohlfühlsound zumindest für Nouki, deshalb entscheidet sie sich dafür und kehrt nach kurzer Suche mit einer kleinen Flasche Massageöl zum Bett zurück. Das ist etwas, was sie gut kann und hofft, dass Artjom es genießen wird. Sie kniet sich neben ihn und sagt mit einem leisen Kichern: “Erschreck dich nicht, es wird ein wenig kalt jetzt.“ Dann träufelt sie von dem herb-frisch nach Kräutern duftenden Öl über seinen gesamten Rücken. Sie kann sehen wie er Gänsehaut bekommt. Ihr Blick verweilt kurz auf dem Pfeiltattoo auf seinem linken Schulterblatt. Beim Deffektauftritt hat sie es zum ersten Mal gesehen und jetzt erscheint es ihr, wie die Illustration dessen, was er ihr gerade erzählt hat, auch wenn der Pfeil 'nur' die Haut und nicht sein Herz durchbohrt. Eine warme Welle Zärtlichkeit für ihn erfasst sie. Behutsam küsst sie die Umrisse, streicht noch kurz mit dem Daumen darüber und sagt dann mit leicht belegter Stimme: „Jetzt kommen die angenehmen Noukimassage Hände.“
Sie verreibt nochmal Öl zwischen den Handflächen, bis sie richtig warm sind und beginnt mit sanftem Druck und langen, streichenden Bewegungen alles zu verteilen. Dann setzt sie sich rittlings und massiert einfühlsam den Druck regulierend seinen Rücken von unten nach oben, erspürt bei den Abwärtsbewegungen Knoten und Verspannungen entlang der Wirbelsäule und versinkt beinahe meditativ darin, während Kurt Cobain 'about a girl' philosophiert.
https://www.youtube.com/watch?v=AhcttcXcRYY
Wenn sich nicht alles drehen würde, würde er die Augen schliessen. Die Massage hat er sich sowas von verdient. Über die Musik kann er auch nicht meckern und mit immer wieder halb offenen Augen lässt er 's sich verdammt gut gehen. Er geniesst es, dass sie nicht zu zimperlich ist und die Kraft hat, ihm das eine oder andere angestrengte, aber wohlige Stöhnen zu entlocken. Er entspannt sich sichtlich. "Dich hat der Himmel geschickt..." raunt er zufrieden.
Als er das Gefühl hat das Öl ist eingezogen, wendet er sich unter ihr auf den Rücken, ohne dass sie absitzt. "Küss mich." sagt er lächelnd, damit sie zu ihm runter kommt, legt seine Arme um sie und bekommt ein kleines Déjà-vu von vor dem Essen. Sie ist noch Jungfrau und beim Gedanken daran überkommt ihn dieses schauerartige Kribbeln nach unten, was ihn dazu bewegt, sie wieder unter den Klamotten zu berühren und sie intensiver zu küssen.
Artjoms Hände auf ihrer Haut erscheinen Nouki gerade als natürliche Fortsetzung der Massage von eben. Die Unruhe, die sie vor dem Essen noch empfunden hat ist genüsslicher Hingabe gewichen und zärtlich erwidert sie seine Küsse, löst sich nur ganz kurz von ihm, um zu flüstern: " Danke, dass du vorher nicht gelacht hast." Sie richtet sich auf, zieht sich den Pullover über den Kopf und sagt lächelnd: "Vielleicht finden wir ja andere schöne Sachen, die wir anstellen können." Kurz blitzt das Festivalgelände in ihrer Erinnerung auf. Der Satz ist ihr geblieben und gerade ist sie Stephen fast dankbar dafür.
Artjom hört kaum zu, ist abgelenkt davon, dass der Pullover endlich weg ist und beisst sich bei ihrem Anblick auf die Unterlippe. Andere schöne Sachen macht auch nicht Jede und er nickt ungeduldig, bereit für alle Schandtaten, zu denen sie auch bereit ist.
(in Zusammenarbeit mit @Ripzha)
Charaktere: Artjom, Nouki und Eltern
Geschichtsstrang: Zwanghaft II
Es ist still im Haus. An und für sich nichts ungewöhnliches, aber drückend. Vor allem jetzt, nach dem Artjom wütend in sein Kissen geschrien hat. Er sitzt auf seinem Bett und sein Bein wippt nervös auf und ab. Kindisch? Selbstmitleid? Aber sich in ein Zimmer einschliessen bis man fast drauf geht? Warum hat er ihr das nicht an den Kopf geworfen als er Gelegenheit hatte? Es ärgert ihn aufs Blut. Er muss hier raus. Schleunigst. Er nimmt sein Telefon und tippt eine Nachricht an Nouki.
Hey, was machst du? Hast du Zeit?
Dann steht er auf, fest davon überzeugt, dass sie ihn nicht hängen lässt, nimmt seine Jacke und geht nach unten. Die Hunde sind nicht in ihren Körbchen aber er hört sie ihm Wohnzimmer grunzen. Vielleicht müssen sie seiner Mutter Gesellschaft leisten. Ein Nachteil wenn ein Elternteil taubstumm ist. Man kann sie nicht belauschen. Artjom geht ohne Umweg zu den Schuhen, stampft hinein und verlässt das Haus. Eilig macht er sich auf den Weg weit weg von Anastasia.
„Das schlägt alles.“ lacht Nouki, die mit ihrem Vater am Wohnzimmertisch sitzt und Scrabble spielt. Selten genug, dass er für solche Sachen Zeit hat, um so mehr genießt sie es gerade, mit ihm herumzualbern. Die Challenge ist, dass man nur ausgedachte Produktnamen für zukünftige, vegetarische und vegane Fleischersatzprodukte legen darf. „Herbichicks, das sind knusprige Bratlinge mit einem köstlichen Mantel aus frischen Kräu..“
Ihr Handy brummelt. Sie wirft ihrem Vater einen entschuldigenden Blick zu und zieht es aus der Tasche. Artjom. Freudig beginnt ihr Herz schneller zu schlagen. Er ist hier vor dem Haus...
“Oh Mann Chica.“ Die kleine Katze hat den Tisch erklommen und wirbelt blitzschnell die Buchstabenplättchen vom Brett, springt auf den Boden und pfeffert eins Richtung Bandido, der die ganze Aktion gespannt verfolgt. Wild balgend toben die beiden damit Richtung Küche.
„Na, das war's dann wohl. Wenn sie so weiter macht, gibt’s bald Herbichica-Bratlinge.“ lacht Raphael und lehnt sich im Sessel zurück. „Was Wichtiges?“ fragt er dann schmunzelnd, als er ein Leuchten über das Gesicht seiner Tochter gleiten sieht. -„Mmh.“ Nouki blickt ebenfalls schmunzelnd zurück. „Kann ich nochmal ganz kurz weg? Für höchstens eine halbe Stunde? Jemand möchte mit mir reden.“ -“Jemand, hm?“ fragt ihr Vater amüsiert. „Na gut. Scheint ja dringend zu sein.“
Nouki steht auf und drückt ihm ein Küssschen auf die Wange. „Bis gleich.“ Schnell eilt sie nach draußen. Artjom steht rauchend vor dem Grundstück. „Hey, schön dass du da bist.“ Sie begrüßt ihn zärtlich. „Ist irgendwas los? Geht's dir gut?“
"Bestens." lügt er und umarmt sie mit einem ehrlich wirkenden Lächeln. "Aber ich hab Hunger... gehn wir was essen?" er bleibt bei den knappen Worten. Vielleicht führt er das später aus. Er hat auf dem Herweg einen Stopp bei einer Tanke gemacht und außer dem knappen Viertel Wodka, den er gekippt hat, gabs noch kein Abendessen. Und zu Hause wird 's das für ihn auch nicht mehr geben heute. Den Alk hat er in eine PET-Flasche umgefüllt und es macht den Eindruck, in seiner inneren Manteltasche befände sich normales Wasser. Sie knackt plastisch als sie sich umarmen.
Er riecht nach Alkohol, das beunruhigt Nouki etwas. Sie küsst ihn nochmal kurz um ganz sicher zu gehen, dann sagt sie zu ihm aufblickend. "Also, weggehen ist schlecht heute Abend, meine Mutter hat gekocht, was Neues ausprobiert aus Vaters Produktion und da ist es eigentlich Pflicht dass alle mit essen und ihr Urteil abgeben." Sie lächelt ihn kurz an. "Aber du kannst gerne rein kommen, ich bin sicher wir dürfen was mit nach oben nehmen in mein Zimmer." Sie schluckt und wird verlegen. "Also ich mein..wir können essen, reden, Musik hören und so.."Oh Gott Nouki, du bist so peinlich
Während Artjom ihr zuhört und darüber nachdenkt, zucken seine Mundwinkel schnell etwas weiter nach oben und dann knurrt sein Magen. Hat er Bock heute ihre Eltern kennenzulernen? Von dieser Spezies hat er eigentlich vorerst genug. Aber wieder gehen liegt auch nicht wirklich drin. "Ja, okay. Hört sich gut an." dabei zwinkert er ihr amüsiert wirkend mit beiden Augen zu.
"Okay, ich lots dich schnell durch." lächelt Nouki und nimmt seine Hand. Gemeinsam betreten sie die Diele und Nouki ruft in die Küche. "Mama, ich hab jemanden mit gebracht, er stand herrenlos in unserem Garten und da konnte ich nicht anders." Sie grinst Artjom an. - "Was hast du?" Emily kommt lächelnd, die Hände an einem Geschirrtuch abwischend, näher und blickt fragend ihre Tochter an. Im selben Moment kommt auch Raphael neugierig her. "Das ist Artjom." stellt Nouki ihn beiden vor und hakt ihn unter. Nachdem sie sich bekannt gemacht haben, schmunzelt Raphael: "Du bist dann wohl die wichtige Nachricht von eben nehm ich an." - "Was weißt du, was ich nicht weiß?" Emily blickt amüsiert von ihrem Mann zu Artjom.
Artjom lächelt sympathisch, natürlich ist er die wichtige Nachricht. "Möglich?" er sieht Nouki an und dann wieder ihre Eltern. Aufgeschlossen wirken sie. "Aber genug von mir." scherzt er, "ich wollte euch auf keinen Fall stören. Ich dachte nur ich besuche..." meine Freundin. Er legt ihr liebevoll einen Arm um, "Nouki. Sie ist öfter mein erster Gedanke wenn ich überlege wie ich meine Zeit verbringen will."
"Das hört sich doch gut an." meint Emily lächelnd. "Du kannst gerne gleich mit uns essen, im Moment brutzel ich zwar noch, aber allzu lang wird's nicht mehr dauern." Nouki nickt und zwickt Artjom neckend in die Seite."Waas!? Ich bin nur öfter dein erster Gedanke? Nicht immer, bei Tag, bei Nacht, jede Sekunde.." Sie lacht und löst die Umarmung indem sie seine Hand ergreift um ihn in Richtung der Leiter, die ins Obergeschoß führt, zu ziehen. "Wir sind dann oben, ruft einfach." Raphael blickt den beiden belustigt nach. "So hab ich unsere Kleine noch nie erlebt..dabei dachte ich immer das wird bestimmt irgendwann mal was Ernstes mit Leon." - "Tja, Überraschungen halten jung, Schatz." Emily küsst ihren Mann auf die Wange. "Er wirkt recht sympathisch, schauen wir mal. Kommst du mir helfen Kartoffeln schälen? Die Küchenunterhaltungen mit dir sind immer so spannend." Damit zieht sie lachend ihrerseits Raphael mit sich in die Küche.
"Ich dachte mir 'immer' wär zu creepy." sagt Artjom als sie oben ankommen und grinst. Etwa so wie der herrenlose Stalker den man so im Garten findet. Er folgt ihr in ihr Zimmer und sieht sich neugierig um. Bandposter, wie sie ihm seine Mutter nie erlauben würde, sogar ein Band-Teppich. Er kann froh sein wenn er was von Deffekt aufhängen darf weil er da dabei ist. Seit der Tattoos darf er nichts mehr, was sie für einen schlechten Einfluss hält, umso schöner ist es in diesen vier Wänden. Rebellisch. Aber ist es noch rebellisch wenns erlaubt ist? Artjom legt die philosophischen Fragen nieder und mustert die Tafeln an der Wand. Omiscado. Interessiert sieht er sie sich an, greift gedankenverloren in die Innentasche und holt die 'Wasserflasche' heraus. Er trinkt einen Schluck und fragt: "Selvadorada?" obwohl er sich sicher ist.
"Ja, von der ersten Reise. Die graue Tafel da ist ein Geschenk von Alvaro, dem Barbesitzer. Ich hatte da im Obergeschoß ein Zimmer und er fühlte sich für mich verantwortlich und hat mich unter seine Fittiche genommen. Wir schreiben uns öfter, so altmodisch." Nouki grinst. "Briefe." Gerade will sie sich zum Bett wenden, weil das die größte Sitzfläche im Raum ist, als ihr der Geruch aus Artjoms Flasche in die Nase steigt. "Hey, irgendwas stimmt doch nicht? Du trinkst doch sonst nicht einfach so Alk." Sie tippt an das Plastikgefäß und sieht ihn fragend an. "Magst erzählen?"
Sagt wer? Er schaut auf die Flasche als würde sie ihm grade zum ersten Mal auffallen, "Achso das..." er zuckt die Schultern und hält sie ihr hin, "Auch? Ist Wodka. Das gute Zeug." dann grinst er verschmitzt, als wolle er sagen, sei kein Feigling.
"Nein, ich will morgen früh laufen." winkt Nouki ab. Sie lässt sich aufs Bett fallen und klopft auffordernd neben sich. "Komm, mach's dir gemütlich."
Artjom wendet den Blick ab, steckt die freie Hand in die Tasche und schaut zurück auf die Tafeln. Er nickt. "Hast recht. Blöde Idee auf leeren Magen." und nimmt einen weiteren kleinen Schluck. Artjom spürt sanft die Leichtigkeit die Alk mit sich bringt, aber nicht so als das er das beschwipst nennen würde. Noch lange nicht. Er kann durchaus klar denken. Sein Blick wandert der Wand entlang, bevor er sich umdreht und sich daran lehnt. Er sieht Nouki an und ihre Hand neben ihr. Gemütlich machen? Er lächelt, "Nachtisch gibts doch erst nach dem Essen."
"Willst jetzt wirklich, dass ich sag was ich denke?" Nouki grinst. Wie er da so lässig an der Wand lehnt, könnte sie sich ein Aperitif auch vorstellen, allerdings nicht in Form von Vodka. Sie ruft sich zur Ordnung und klopft nochmal. "Entspann dich, wirst nachher bestimmt ausgequetscht von meinen Eltern."
Artjom hebt die Brauen und atmet tief ein. Yippiee... "Kein Problem für mich." Er verstaut die Flasche und setzt sich federnd mit einem schiefen grinsen neben sie. "Na los. Sag was du denkst." fordert er sie auf.
Statt einer Antwort schmiegt sich Nouki in seine Arme und küsst ihn lang und zärtlich. "Ich denk, dass es total schön und spannend ist, das du hier bist." flüstert sie dann dicht an seinen Lippen und rutscht ein Stück nach unten, um den Kopf auf seine Brust zu legen. "So unerwartet." Sie kann sein Herz schlagen hören. Stark und regelmäßig.
Nicht ganz das was er erwartet hat aber gut. Er hat sich noch nie in einem fremden Zimmer wie zu Hause gefühlt. Meistens besser. Das er heute ihre Eltern kennen lernt stand irgendwie auch nicht auf dem Plan und er muss an seine Mutter denken. Er hält Nouki fest und es gefällt ihm hier zu sein. Wieder das Gefühl zu haben was richtig zu machen. "Und was machen wir jetzt bis das Essen fertig ist?" fragt Artjom.
"Wir können Kreuzworträtsel lösen, TicTacToe spielen, ich erzähl dir von Selva oder.." Nouki rutscht wieder auf Augenhöhe. "..einfach mit dem Aperitif weiter machen." Sie muss ein bisschen lachen. Einerseits wegen seiner Frage, andererseits weil es einfach schön ist, hier so mit ihm zu liegen. Der Abend könnte von ihr aus ewig dauern.
„Ich find Letzteres gut.“ sagt er schelmisch grinsend und küsst sie. Wandert mit den Händen zu ihrer Taille und zieht sie auf sich drauf. Viel besser. Abgesehen davon, dass Nouki wahrscheinlich merkt, wie sehr er sich freut, testet er, sie küssend und mit geschlossenen Augen, mit den Händen aus, was sie ihm heute durchgehen lässt.
Der Funke springt augenblicklich über. Seine Hände gleiten mal sachte, mal mit mehr Druck über Noukis Körper und die Fingerspitzen finden immer wieder freie Stellen zarter Haut, um ihr wohlige Schauer über den ganzen Körper zu jagen. Nouki will ihn spüren und schiebt sein Shirt nach oben, um seine warme Haut zu erkunden, während ihre Küsse intensiver werden.
Genau das was er jetzt braucht. Artjom ist froh, dass sie versteht und schaltet ab. Da ist nur noch er - und wie - und ihr perfekter trainierter Körper unter der lästigen Schicht Klamotten. Er berührt ihre Haut unter dem Pullover, umarmt sie küssend, streicht die Vorfreude auskostend hinab, unter den Hosenbund ihrer bequemen Jogginghose und seufzt angetan von ihrem Gewicht. Das ist gut. Artjom vergisst das Essen, dreht sich mit ihr, sie auf den Rücken, küsst ihr Ohr dann den Hals, während er versucht ihr Oberteil loszuwerden.
Als Artjoms Hände tiefer wandern, holt das Nouki kurz aus ihrer Versunkenheit. Wo steuert das hin? Noch immer gefangen in ihren Gefühlen, küsst und streichelt sie ihn weiter und vergisst wieder für ein paar Augenblicke, bis sie liegen und er ihren Pullover wegschiebt. Wie von einem Maschinengewehr abgefeuert, kommen die Gedanken und Bilder. Das geht gerade zu schnell. Denkt er, sie schlafen gleich miteinander? Er weiß nicht, dass er für sie der Erste ist..was wenn sie sagt, sie will das jetzt nicht? Verliert er dann das Interesse? Wie Steph? Er hat Erfahrung. Tanis Bild erscheint ungewollt und das schmerzt. Sie hat ihm gegeben, was er jetzt bestimmt braucht und sich wünscht oder darf sie ihm sagen...? Ihre Hand stoppt Seine.
Nouki schiebt ihn atemlos ein Stück von sich weg und richtet ihren Oberkörper halb auf, den Pullover wieder nach unten ziehend. "Artjom..ich.." Sie senkt verlegen den Blick und ihr Herz wechselt den Rhythmus zu ängstlich. Unsicher sucht sie seinen Blick. "Ich hab noch nie..nie mit jemandem geschlafen." Es ist raus. Einerseits erleichternd, andererseits verharrt sie, angespannt auf seine Reaktion wartend.
"Hey ihr beiden. Essen wartet!" Die Stimme ihres Vaters, der von unten ruft, lässt Nouki erschrocken hoch fahren.
Artjom sieht sie überrascht an danach zur Tür, die geschlossen ist. Dann hat dieser Stephen von dem Blaze und Chip gesprochen haben, sie nicht rumgekriegt? Er war sich ziemlich sicher dass.. Was für ein Schlappschwanz. Naja, damit kann er umgehen. Er sieht sie wieder an, sagt lächelnd, "Das ist scharf." küsst sie und klettert vom Bett. Sie ansehend, nimmt er erneut die Flasche, trinkt und nickt gegen die Tür, "Essen wartet." wiederholt er schmunzelnd und stellt die Flasche neben ihr Bett.
Scharf? Die Antwort ist verwirrend, aber vielleicht ist es einfach seine Art zu sagen, mach dir keine Sorgen. Nouki lächelt und setzt sich noch leicht schwindlig an den Bettrand. Ihre Kleidung zurecht zupfend sieht sie Artjom von der Seite an. "Meinst du nicht, sie riechen das vielleicht?" fragt sie mit Fingerzeig zur Flasche. Sie ist schon froh, wenn ihr keiner anmerkt, wie aufgewühlt sie gerade ist. "Willst du Zähne putzen?"
Oh Mann... ihr Ernst? Artjoms Gesichtsausdruck wird eine Sekunde wehleidig, dann winkt er ab. "Quatsch. Ich will deine Eltern ja nicht küssen." kurz lacht er und reibt sich über den Bauch, "Ich hab echt Hunger. Na komm!" entgegnet er ungeniert und winkt sie mit sich, als wär er es der hier zu Hause ist.
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„Journalismus? Interessant.“ Raphael schneidet ein Stück von dem veganen Hackbraten ab und mustert Artjom wohlwollend. „Welches Richtung stellst du dir denn vor? Die Palette ist breit gefächert.“ Er schiebt das Stück in den Mund und kaut konzentriert.
Nouki zieht es im Moment vor zu schweigen und ab und zu ein Lächeln in die Runde zu werfen. Insgeheim ist sie ziemlich angetan von Artjoms Fähigkeit hier so gepflegt Konversation zu machen, nachdem was oben gerade alles geschehen ist. Sie verkneift sich ein Grinsen und isst stattdessen etwas vom überbackenen Blumenkohl. Der Braten ist nicht so ihres, hat sie gerade festgestellt. Irgendwie zu bröselig.
Zufrieden verfolgt Emily das Gespräch zwischen Artjom und ihrem Mann. Anouk scheint wirklich verliebt zu sein in den Jungen und was er bisher gezeigt hat, kann man nur als angenehm bezeichnen. Die Bechamelsoße harmoniert nicht nur mit den Kartoffeln, sondern auch mit dem Aroma des Bratens bemerkt sie nebenbei..der Braten, hm...
Artjom hat so ein Loch im Bauch, dass er zufrieden alles auf seinem Teller verschlingt. Vielleicht hat er dabei nicht ganz makellose Manieren weil er zu schnell isst, aber das es ihm schmeckt ist gut zu erkennen. Um Noukis Vater zu antworten, hält er inne, „Der Traum wäre ja investigativer Journalismus.“ Ihm ist bewusst, dass das schwierig ist, „aber ich würd mich auch im Umwelt- oder Featurejournalist sehen. Letzteres macht mein Dad, aber online.“ erklärt er freundlich und ein wenig stolz dass er das erzählen kann. Er denkt an die Unterhaltung mit seiner Mutter und die Ohrfeige und sein begeistertes Gesicht verschwindet. Er merkt es und wendet sich wieder seinem Teller zu. Ohne aufzusehen fragt er, „Und du machst Fleischersatzprodukte? Ist echt lecker.“
"Investigativ ist sicher eine spannende Sache. Halte ich für sehr sinn-und wertvoll." Raphael nickt. "Je mehr krumme Machenschaften aufgedeckt und ans Licht gezerrt werden desto besser. Man denke an so Sachen wie die Simsgate-Affäre damals oder an diverse Schwarzgeld Skandale." Er nickt Artjom lächelnd zu. "Und eine Portion Mut gehört natürlich auch dazu." Er nimmt einen Schluck Wasser und wiegt dann unschlüssig den Kopf hin und her, bevor er auf Artjoms Frage antwortet. "Nicht nur, aber überwiegend, ja. Na, ich weiß nicht recht. Ich hatte mir das etwas bissfester und aromatischer vorgestellt." Er grinst in Richtung Emily. "Was nichts über deine Kochkünste aussagt." Seine Frau schmunzelt. "Du hast mir strengstens untersagt zu würzen, jetzt musst du damit leben."
"Also ich fühl mich auch schon ein wenig wie das Krümelmonster.", frotzelt Nouki, den letzten Bissen ihres ebenfalls leer geputzten Tellers herunter schluckend. So schlecht war's dann doch nicht und eine willkommene Eiweißquelle. Nutzen vor Genuss in diesem Fall.
"Schön, dass es dir geschmeckt hat, Artjom. Immer wieder interessant, die unterschiedliche Wahrnehmung." Raphael nickt. "Trotzdem werden wir morgen Vormittag nochmal in der Runde darüber beraten müssen."
Das Essen ist beendet und Nouki schiebt heimlich ihren Oberschenkel ein bisschen weiter zu Artjom rüber, damit sie sich berühren. Sie wäre gern nochmal allein mit ihm, aber bestimmt macht gleich...
"Artjom, bleibst du denn noch ein Weilchen? Habt ihr Lust zusammen einen Film zu schauen oder ein Spiel zu spielen? Vielleicht zur Abwechslung mal ein normales Scrabble?" fragt Emily in die Runde und wirft ihrem Ehemann einen belustigten Blick zu.
..Mama irgendeinen lieb gemeinten Vorschlag vollendet Nouki ihre Gedanken. Sie verstärkt unauffällig den Druck auf Artjoms Schenkel und trinkt einen Schluck Wasser. Hoffentlich ist er auf Zack und findet einen Grund, dass sie nach oben gehen können oder raus, was auch immer.
Artjom legt die Serviette weg und nimmt die Hände vom Tisch. Familien Spaß... Muss er fast froh sein, dass seine Eltern das nicht veranstalten. Andererseits ist es irgendwie gemein, dass die hier so nett sind und er kriegt zu Hause eine gewaschen. Er lächelt die beiden an und legt unauffällig die Hand auf Noukis Bein. Er fragt sich ein wenig, warum er immer, wenn es zu Hause kracht, so begierig auf was Intimes wird. Das Essen hat ihn nüchtern gemacht, dafür ist er noch nicht bereit. Ich würde jetzt lieber mit eurer Tochter schlafen, wenns recht ist.
"Nouki hat vorhin angefangen von ihrer Reise in die omiscanischen Tempel zu erzählen und ich würd die Geschichte echt gern zu Ende hören..." er sieht sie kurz an, dann die Eltern und hofft die verstehen seinen Wink. Seine Mutter würde ihn verstehen, aber sie dann mit Absicht hier behalten. Während er darauf wartet, dass Emily und Raphael sie entlassen, rutscht seine Hand einen Zentimeter höher. Mit der anderen Hand trinkt er sein Glas leer. "Aber ein anderes Mal sehr gern."
Nouki hat das Gefühl man kann ihr Herz durch den Pullover pochen sehen. Artjoms warme Hand versetzt ihr einen kleinen Stromstoß. Ihr Mund ist plötzlich trocken, obwohl sie gerade getrunken hat und ein wenig überkommt sie die Lust zu kichern, als er so selbstbewusst spricht. Ehe sie etwas sagen kann, meint ihr Vater mit liebevollem Blick zu ihr: "Ja, Anouk ist wirklich ein mutiges und weltoffenes Mädchen, das schätzen wir sehr an ihr." Er lächelt warm. "Da sie sehr verantwortungsbewusst ist, konnten wir ihr die beiden Reisen nach Selvadorada ohne Sorge erlauben." Eine kaum merkliche Pause vor dem Wort 'verantwortungsbewusst' , lässt Nouki aufblicken. "Sicher gibt es noch jede Menge spannende Erlebnisse zu berichten, geht nur." Er wendet sich Emily zu. "Okay, ich geb dir die Chance auf Scrabble zum Thema ...Entwicklung und Zukunft." Er lacht, steht auf und geht mit einem kurzen Winken in Richtung der beiden Jugendlichen, zum Wohnzimmertisch, um die immer noch verstreuten Spielesteine zusammen zu sammeln. Emily lächelt Artjom an. "Komm kurz mit in die Küche, ich hab euch Limonade gemacht aus frisch gepressten Zitronen, nehmt die mit nach oben." Sie stapelt die Teller aufeinander und geht voraus.
Artjom sucht in den Worten irgendwelche versteckten Hinweise die sich auf ihn beziehen und als Emily zu ihm sagt er soll ihr folgen, befürchtet er schon ein Gespräch, bei dem es genau um den verpassten Hinweis geht. Aber Limonade ist okay. "Danke das ist sehr nett." sagt er nimmt die leeren Gläser und folgt ihr mit einem kurzen Blick zu Nouki. Als er in die Küche tritt und die Gläser bei der Spüle abstellt, fragt er sich wie sie die Getränke die Leiter hoch bekommen.
Als Artjom kurz in der Küche verschwindet, geht Nouki zu ihrem Vater und umarmt ihn. "Danke für den schönen Abend." Sie schaut kurz zu ihm auf und lächelt. "Und für euer Vertrauen. Ich hab dich lieb."
Dann eilt sie schnell in die Küche und nimmt Artjom ein paar Gläser ab. "Danke Mama, ich liebe die mit Zitrone." Sie geht voraus, stellt die Gläser auf ein Regal und klettert die Leiter nach oben. Kurz darauf kommt ein Korb von oben zu Artjom herab geschwebt, an dem ein Seil befestigt ist. Sofort steht Bandido parat, Chica im Schlepptau und streicht dem Jungen um die Beine. Nouki lacht. "Ignorier die beiden einfach, sie lieben es in dem Korb rauf und runter zu fahren. Pack ein."
Er stellt die Gläser und den Krug in den Korb und kann grade noch die kleinere der Katzen davon abhalten an den fahrenden Korb zu springen. Hätte seine Mutter doch auch unabhängige Katzen statt der dämlichen Hunde. Wobei sie die wahrscheinlich ebenso erziehen würde, dass sie seine Sachen zerkratzen und ihn anfauchen. Er streichelt das Fellknäul und folgt dem Korb die Leiter hinauf. Es widerstrebt ihm zuzugeben dass Nouki echt coole Eltern hat, also lässt er es sein. Im Zimmer setzt er sich aufs Bett, lässt sich von ihr Limo einschenken und giesst mit Wodka auf. „Jetzt Lust auf nen Drink?“ fragt er lächelnd.
"Nen Kleinen." Nouki lächelt zurück. Der ganze Abend ist sehr aufregend und irgendwie möchte sie das jetzt teilen mit Artjom. Als er ihr das Glas reicht, hebt sie es in seine Richtung: "Worauf trinken wir?"
Darauf das Stephen dich nicht geknackt hat? „Den Krümelbraten? Der hat etwas Feuchtigkeit verdient.“ Die Gläser klirren und er grinst bevor ihn die Freude verlässt weil er sich wünscht, seine Mutter würde mal ein Essen versauen und das mit Humor nehmen, statt dem, der die Zutaten geholt hat die Schuld zu geben. Mit dem Gedanken schüttet er sich das halbe Glas in den Hals.
Jetzt muss Nouki doch lachen. "Du warst tapfer und hast brav aufgegessen." Sie nippt kurz am Drink. Stark. Ein Schluck geht aber noch. Das Getränk brennt auch verdünnt noch in der Kehle und im Magen auch. Sie mustert ihn. "Hey, deine Augen sind wieder ganz ernst, wie vorher auch schon mal. Sicher dass alles okay ist?" fragt sie mit leicht belegter Stimme und muss sich räuspern.
Artjom leert das Glas, stellt es ab, nimmt die PET-Flasche und begibt sich halb liegend, halb sitzend auf das Bett an die Wand. Die Flasche hält er vor sich auf der Brust als wärs die Rettungsboje. Er seufzt und sieht auf seine Beine. „Meine Mutter hat mich heute geschlagen.“
Stumm folgt Nouki ihm mit ihrem Blick und trinkt gleich nochmal einen Schluck, bevor sie neben ihn an die Wand rückt. Sie kann nicht glauben, was sie eben gehört hat. "So eine Scheiße." reagiert sie spontan mit großen Augen. "Was ist passiert? Du bist erwachsen...ich glaub das gar nicht." Sie schmiegt sich an und starrt blicklos auf ihr Bett. Undenkbar. Was ist los bei ihm zuhause?
Er schraubt den Deckel von der Flasche ohne gross auf Nouki zu reagieren. Das war zu erwarten - und erwünscht. Er kippt sich einen weiteren puren Schluck in den Mund und meint ausdruckslos, „Ich hab dir erzählt, dass sie will das ich Jura studiere..?“ er schüttelt den Kopf wie um zu sich zu kommen und stösst ein verwirrtes kurzes humorloses Lachen aus. „…. Das hat sie noch nie gemacht.“ schliesst er monoton mit einem erneuten Schluck. Artjom blickt kurz zu Nouki und lehnt sich zu ihr, damit sie ihn hält.
Während sie sich weg beugt, um ihr Glas auf dem Schreibtisch abzustellen, damit sie näher zu Artjom kann, gehen Nouki Bilder durch den Kopf, wie er mit seiner Mutter streitet. Sie hört im Geiste die Ohrfeige klatschen. Es macht sie immer noch sprachlos. Sie nähert sich ihm wieder, legt ihre Beine quer über seine und kuschelt sich seitlich neben die Wodkaflasche, um ihn mit ihrem Arm zu umfangen. Den Kopf an seiner Schulter versucht sie ihre Gefühle in Worte zu fassen. "Das ist demütigend..wie konnte es denn nur soweit kommen? Heißt das, ihr hattet heute euren bisher schlimmsten Streit überhaupt? Deswegen? Weil du deine eigenen Vorstellungen von deiner Zukunft hast?"
Wars das? Ja. Artjom schweigt. Er hat das Gefühl welches seine Mom ausgelöst hat bereits verdrängt und empfindet es nicht mehr als so schrecklich. Es ist nur noch ein nerviger Fleck irgendwo in der Bauchregion. Weil er glaubt das Ganze noch zum Guten wenden zu können. Wenn er es richtig macht. Aber Noukis Anteilnahme tut gut. „Sieht aussichtslos aus… Sie ist so stur!“ sagt er und unterstreicht das letzte Wort nachdrücklich, „Und natürlich bin ICH der Arsch, der SIE hintergeht. Weil sies nur ‚gut‘ meint.“ Er rollt beinahe hörbar mit den Augen und trinkt.
"Hm..." Immer noch betroffen schweigt Nouki eine Weile und spürt den Worten nach." Bestimmt meint sie es gut, wie alle Mütter." Das ist ihre aufrichtige Überzeugung. "Und hat Angst dass du was machst was du später bereust..was ihr aber nicht das Recht gibt, dich so zu behandeln." Sie streichelt ihn an Arm und Schulter, während sie spricht. Seine Anspannung ist auch körperlich an den Muskeln zu spüren, die er beim erzählen immer wieder an-und entspannt. "Siehst du denn die Möglichkeit nochmal vernünftig mit ihr zu reden? Hast ja gesehen was mein Vater zu deinen Plänen meinte und der ist nicht dumm. Verkauf 's ihr richtig, zeig ihr auf, was es alles für Wege gibt, was dir für Möglichkeiten offen stehen...das könnte ihre Meinung ändern..meinst du nicht?"
Artjom schüttelt den Kopf. Vernünftig mit ihr geredet hat er rückblickend noch nie und er hat es nicht einmal gemerkt. Mit den Jahren hat sich sein Denken allerdings verändert. Und ihre Meinung geändert hat sie auch noch nie, es sei denn es passt ihr in den Kram. Das ist der einzige Hoffnungsschimmer den er hat. „So einfach ist das nicht.“ sagt er traurig und trinkt. Die Flasche ist jetzt fast leer und er hat es kaum bemerkt. Seine Zunge wird immer lockerer, „Meine Mutter ist ne Bitch. Auf jede erdenkliche Art und Weise. Ausser!“ er hebt den Finger, „Ausser - unerwarteterweise - was Treue angeht.“ er schraubt die Flasche zu, „Das muss ich ihr lassen…“
"Das ist ein hartes Urteil." Wenn das der einzige Positivaspekt ist, den er seiner Mutter abgewinnen kann. Nouki schweigt beinahe fassungslos. Sie würde ihm gerne wieder etwas von der Leichtigkeit zurück geben, die sie so sehr an ihm mag. "Klingt ziemlich verfahren. Kann dein Vater nicht vermitteln?"
„Nicht wirklich.“ seufzt er lässt die Flasche wegrollen und nimmt den freien Arm für Nouki. Nachdenklich tippelt er mit den Fingern ihren Arm hinauf und hinab. „Er hat… nicht wirklich was zu melden.“ Je länger er über seine Eltern und das was heute und in den letzten 17 Jahren passiert ist, nachdenkt, desto mehr vergeht ihm die Lust darüber zu reden. Dafür macht sich der Fleck aus Unterdrückung und Wut wieder breit und kanalisiert sich zu Energie, die er loswerden will und muss. Er sieht Nouki an, hebt ihr Kinn an und er seine Mundwinkel. Er küsst sie und sagt, „Sorry, eigentlich will ich dich damit gar nicht nerven.“
Es tut Nouki weh, ihn so frustriert zu sehen, auch wenn er es überspielt. Sicher fühlt er sich mies wegen der Situation, wie auch nicht? Hm.. Sie rutscht ein Stück weg von ihm und lächelt ihn an. „Weißt du was, du brauchst Entspannung und Streicheleinheiten. Zieh dein Shirt aus und leg dich hin.“ Sie steht vom Bett auf und kramt in einem Körbchen auf dem Regal herum.
Etwas enttäuscht, dass sie ihm nicht sagt, dass er nicht nervt, aber überrascht über das Angebot, setzt er sich auf und sieht ihr zu. Statt zu antworten greift er in seinen Nacken und zieht sich das Oberteil über den Kopf. Das muss sie ihm nicht zwei Mal sagen. Die Bewegung setzt Schwindel frei. Ihm ist danach die Hose auszuziehen für die wahren Streicheleinheiten, aber er erinnert sich an vorhin als er sie erschreckt hat. Also legt er sich auf den Bauch und lächelt sie an.
Musikalische Untermalung wäre auf jeden Fall auch gut. Schwierig was Entspannendes zu finden, aber das 'unplugged' Album von Nirvana ist Wohlfühlsound zumindest für Nouki, deshalb entscheidet sie sich dafür und kehrt nach kurzer Suche mit einer kleinen Flasche Massageöl zum Bett zurück. Das ist etwas, was sie gut kann und hofft, dass Artjom es genießen wird. Sie kniet sich neben ihn und sagt mit einem leisen Kichern: “Erschreck dich nicht, es wird ein wenig kalt jetzt.“ Dann träufelt sie von dem herb-frisch nach Kräutern duftenden Öl über seinen gesamten Rücken. Sie kann sehen wie er Gänsehaut bekommt. Ihr Blick verweilt kurz auf dem Pfeiltattoo auf seinem linken Schulterblatt. Beim Deffektauftritt hat sie es zum ersten Mal gesehen und jetzt erscheint es ihr, wie die Illustration dessen, was er ihr gerade erzählt hat, auch wenn der Pfeil 'nur' die Haut und nicht sein Herz durchbohrt. Eine warme Welle Zärtlichkeit für ihn erfasst sie. Behutsam küsst sie die Umrisse, streicht noch kurz mit dem Daumen darüber und sagt dann mit leicht belegter Stimme: „Jetzt kommen die angenehmen Noukimassage Hände.“
Sie verreibt nochmal Öl zwischen den Handflächen, bis sie richtig warm sind und beginnt mit sanftem Druck und langen, streichenden Bewegungen alles zu verteilen. Dann setzt sie sich rittlings und massiert einfühlsam den Druck regulierend seinen Rücken von unten nach oben, erspürt bei den Abwärtsbewegungen Knoten und Verspannungen entlang der Wirbelsäule und versinkt beinahe meditativ darin, während Kurt Cobain 'about a girl' philosophiert.
https://www.youtube.com/watch?v=AhcttcXcRYY
Wenn sich nicht alles drehen würde, würde er die Augen schliessen. Die Massage hat er sich sowas von verdient. Über die Musik kann er auch nicht meckern und mit immer wieder halb offenen Augen lässt er 's sich verdammt gut gehen. Er geniesst es, dass sie nicht zu zimperlich ist und die Kraft hat, ihm das eine oder andere angestrengte, aber wohlige Stöhnen zu entlocken. Er entspannt sich sichtlich. "Dich hat der Himmel geschickt..." raunt er zufrieden.
Als er das Gefühl hat das Öl ist eingezogen, wendet er sich unter ihr auf den Rücken, ohne dass sie absitzt. "Küss mich." sagt er lächelnd, damit sie zu ihm runter kommt, legt seine Arme um sie und bekommt ein kleines Déjà-vu von vor dem Essen. Sie ist noch Jungfrau und beim Gedanken daran überkommt ihn dieses schauerartige Kribbeln nach unten, was ihn dazu bewegt, sie wieder unter den Klamotten zu berühren und sie intensiver zu küssen.
Artjoms Hände auf ihrer Haut erscheinen Nouki gerade als natürliche Fortsetzung der Massage von eben. Die Unruhe, die sie vor dem Essen noch empfunden hat ist genüsslicher Hingabe gewichen und zärtlich erwidert sie seine Küsse, löst sich nur ganz kurz von ihm, um zu flüstern: " Danke, dass du vorher nicht gelacht hast." Sie richtet sich auf, zieht sich den Pullover über den Kopf und sagt lächelnd: "Vielleicht finden wir ja andere schöne Sachen, die wir anstellen können." Kurz blitzt das Festivalgelände in ihrer Erinnerung auf. Der Satz ist ihr geblieben und gerade ist sie Stephen fast dankbar dafür.
Artjom hört kaum zu, ist abgelenkt davon, dass der Pullover endlich weg ist und beisst sich bei ihrem Anblick auf die Unterlippe. Andere schöne Sachen macht auch nicht Jede und er nickt ungeduldig, bereit für alle Schandtaten, zu denen sie auch bereit ist.
(in Zusammenarbeit mit @Ripzha)