Forum Discussion
2 years ago
Ort: Willow Creek, Haus der Familie Lamont
Charaktere: Ellie, Jadyn, Jordyn, Tania, Nouki, Artjom, Bea, Karlotta,
Geschichtsstrang: Keine Party!
Ellie klingelt an der Tür. Es hieß, dass auch Begleiter mitgebracht werden können. Sie weiß, dass auch Vero und Tani kommen werden, und auch Nouki. Die Clique würde vollständig sein! Aus einer Laune heraus hat sie sich jedoch dazu entschieden, auch Bea Bescheid zu sagen. Sie gehört zwar nicht direkt zu der Clique, aber Ellie mag sie, und die anderen Mädels kommen eigentlich auch mit ihr klar.
Bisher ist die Meerfrau allerdings noch nicht angekommen. Und so steht Ellie im Moment noch alleine vor der Tür und klingelt.
Jordyn öffnet nicht gern die Tür, wenn er nicht weiß, was beziehungsweise wer ihn erwartet. Da Jadyn aber noch im Keller ist, reagiert er auf das Klingeln. "Hi,", grüßt er gerade heraus. "Mit wem habe ich die Ehre?"
Ellie betrachtet den Jungen. Das muss dieser Jordyn sein. Der Bruder. Ein Zwillingsbruder? Er sieht Jadyn so ähnlich, dass Ellie zweimal hinschauen musste, um zu erkennen, dass es doch jemand anderes ist. "Ich bin Ellie.", erzählt sie, "dein Bruder hat mich eingeladen."
Der Brunette schaut einige Zentimeter an ihr vorbei. "Oh, ja. Ellie, den Namen habe ich schon einige Male gehört. Ich bin Jordyn. Komm herein. Jay ist im Keller. Gleich hinter dieser Wand rechts herunter."
"Danke!", bedankt sich die Teenagerin und macht sich auf den Weg.
Mit einem schwarzen Auto kommt Tania angefahren. Val hat sie erst zum Arzt begleitet, anschließend hierher gefahren. Sie steigt aus dem Auto, nimmt ihre Tasche vom Rücksitz und geht auf die Haustür zu. Wie das Treffen wohl wird? Vero wollte kommen, Ellie auch. Bestimmt kommt Nouki in Begleitung mit Artjom. Egal, ich komm schon irgendwie auf einen grünen Zweig mit ihm - wenn auch nur Nouki zu Liebe. Sie klingelt.
Wieder ist es Jordyn, der öffnet. "Hallo?"
Lächelnd begrüßt Tania ihren guten Freund. "Hallo Jordyn, ich bin's Tani!" Sie geht auf ihn zu und umarmt ihn. "Schon jemand da?"
Herzlich drückt er die Freundin an sich. Er ist erleichtert, dass sie es geschafft hat. Die meisten Gäste kennt er nicht und er hat keine Ahnung, was an diesem Abend auf ihn zukommt.
"Ja, Ellie ist bei Jay im Keller.", erklärt er, als er die Umarmung löst. "Wenn du möchtest, geh ruhig zu ihnen. Ich schätze, ich bin so etwas wie der Türsteher."
Ihre Mundwinkel verziehen sich. "Hm, ich hatte eigentlich gehofft, dass wir unter vier Augen sprechen können. Ich muss dir was erzählen, wegen heute."
"Oh, aber natürlich." Vorsichtig schließt er die Tür, nachdem sie eingetreten ist. "Nimm irgendwo Platz. Oder möchtest du lieber hoch gehen?"
Da Ellie mit Jaydn sicherlich die Zeit alleine genießen will, werden die beiden nicht überraschend nach oben kommen. "Komm, wir setzen uns ans Klavier." Sie geht vor und nimmt Platz. "Ich hatte heute meinen Beratungstermin wegen der A..." Ein Kloß steckt ihr im Hals. "Eigentlich dachte ich, es wäre das Richtige, aber mittlerweile kommen mir doch Zweifel."
"Ich denke, das ist ganz normal. Ist ja schließlich eine heftige Entscheidung."
Seufzend sieht sie auf ihre Hände. "Ich fühle mich einfach nicht bereit dazu. Wenn ich wenigstens wüsste, dass ich nicht alleine da stehe, der Vater sich auch kümmert. Aber dann müsste erstmal die Vaterschaft eindeutig geprüft werden und.." Sie denkt an zwei potenzielle Väter. "..es kann sein, dass das Freundschaften zerstören wird." Die Wut auf sich selbst wird größer. "Und Zuhause mit einem Baby sein plus meine Eltern? Dann wird mein Vater erst Recht noch häufiger mit seiner Tusse fremd gehen."
Jordyn hört aufmerksam zu und lässt die Worte auf sich wirken. "Das ist ein ziemliches Dilemma...", murmelt er gedankenverloren. "Ich bleibe dabei, dass du tun musst, was für DICH das Richtige ist. Wenn du das Kind bekommen möchtest, dann solltest du das tun. Eine Lösung wird sich finden, da bin ich mir sicher. Es gibt immer Lösungen." Er greift nach ihrer Hand und drückt sie leicht. "Und ich bin für dich da, das habe ich dir versprochen und ich meine es so."
In diesem Moment klingelt die Haustür erneut. Bea steht vor der Tür.
Jordyn steht auf und geht durch das Wohnzimmer. "Wie andere dann auf die eine oder andere Situation reagieren, kannst du nicht wissen.", fährt er fort, "Vielleicht wirst du überrascht. Vielleicht passiert genau das, was du glaubst. Aber so wie du deine eigenen Entscheidungen triffst,", eine Hand auf die Klinke legend, bereitet er sich vor, zu öffen, "musst du es auch den anderen zugestehen. Und das dann akzeptieren."
Er öffnet die Tür und lauscht eine Sekunde. "Ja, hallo.", sagt er freundlich.
Tania lässt seine Worte auf sich wirken, als sie an ihm vorbei an der offenen Haustüre Beas grüne Haare aufleuchten sieht. "Bea, Hi!", ruft sie von hinten und kommt dann nach vorne zu Jordyn.
Einen Moment bleibt Bea erstaunt stehen, als sie den Jungen erkennt. Den hat sie doch in Sulani getroffen, als er an der Schnitzeljagd beteiligt war. "Oh hallo!", sagt sie, "Du bist also Jadyns Bruder, oder? Ich bin Bea. Wir sind uns schon mal begegnet, erinnerst du dich?" Bestimmt erkennt er die Stimme wieder.
Jordyn überlegt einen Moment. Die Stimme kommt ihm tatsächlich bekannt vor, doch kann er sie nicht einordnen. "Ich bin nicht sicher, tut mir leid."
Die Rothaarige beobachtet indes die Beiden. Ist sicher nicht einfach für ihn, ohne ein Gesicht vor Augen.
"In Sulani!", erinnert ihn Bea. "Bei der Schnitzeljagd."
"Oh, ja. Ich erinnere mich. Bitte, komm herein, ... Bea, richtig?"
Tania geht nun auf die Freundin zu und umarmt sie. "Schön, dass du da bist."
Bea umarmt Tani. Sie bestätigt den Namen vor dem Jungen. "Und wie ist dein Name?"
"Entschuldige,", lacht der Brunette leise, "Ich bin Jordyn. Wenn du möchtest, kannst du schon runter gehen. Die Treppe hier um die Ecke."
Bea sieht zu Tani. "Kommst du auch schon mit runter?"
"Ich komm gleich nach. Ellie ist schon unten.", antwortet sie ihrer Freundin.
Jordyn wartet einen Moment, bis die Schritte auf der Treppe verschwunden sind, dreht sich ein Stück in die Richtung, aus der Tania zuletzt zu hören war, und fragt leise: "Schaffst du den Abend? Möchtest du dich lieber oben hinlegen?"
"Das schaffe ich schon. Wenn du willst, öffne ich die Tür, wenn jemand klingelt.", schlägt Tania vor.
"Ist es so offensichtlich, dass das nicht meine liebste Beschäftigung ist?"
Grinsend nimmt sie seine Hand. "Ich mach das schon. Das lenkt mich wenigstens ab."
"Danke, Tani.
* * * * * Im Partykeller * * * * *
"Ja, das ist ziemlich cool.", lacht Jadyn. "Mein Vater und ich zocken hier regelmäßig um die We- Oh, da kommt jemand." Der Gastgeber schaut zur Treppe, als er Bea bemerkt. "Willkommen in der Casa delLamont!", ruft er mit ausgebreiteten Armen.
"Oh, hey Bea!", meldet sich auch Ellie zu Wort.
Nachdem sich ausgiebig begrüßt wurde, wendet sich Bea an den Gastgeber: "Wer wird denn noch alles so kommen?"
"Mal sehen, es fehlen noch Artjom und Nouki," beginnt er an den Fingern abzuzählen, "Chuck und Tani und irgendwelche, die Jor eingeladen hat."
"Full House also.", freut sich Bea. "Das wird sicher toll werden."
"Davon gehe ich aus.", grinst Jadyn. "Ich hoffe, ihr seid durstig. Es gibt genug zu trinken und ihr dürft auch gern die Fässer anstechen."
Von oben hört man leise das nächste Klingeln an der Tür. Einen Moment später kommt ein junges Mädchen die Treppe herunter gehüpft.
"Hi, alle.", grüßt sie die kleine Runde.
"Hey, Chucky.", grinst Jadyn ihr entgegen.
Das Mädchen kommt auf ihn zu und sie begrüßen sich mit einer Fistbump.
Der Gastgeber legt den Arm um ihre Schulter und drückt sie an sich. "Mädels,", stellt er sie den anderen beiden vor, "das ist Charlie. Oder Chuck. Oder Chucky."
Halb genervt schielt sie zu ihm herauf. "Charlie.", berichtigt sie grinsend und gibt ihm einen sanften Hieb mit dem Ellenbogen.
"Charlie, das sind Ellie und Bea." Er deutet nacheinander auf die Gäste.
"Hi!", begrüßen beide den Neuankömmling freundlich. Sie kennen sich zumindest vom Sehen, aus der Brindleton High. "Geht ihr in die selbe Klasse?", fragt Bea.
Die Asiatin nickt.
Jadyn geht zur Anlage herüber und dreht Musik an. "Nicht vergessen,", er hebt den Zeigefinger in die Luft, ", das hier ist keine Party."
——— Vor der Tür ———
Artjom greift nach Noukis Hand, die die Klingel betätigen will. „Ne, nich‘ klingeln.“ sagt er.
Überrascht zieht sie den Finger zurück und schaut ihn an. "Was ist?"
Er zieht sie an der Hand zu sich, dreht sie herum, damit sie den Knopf nicht mehr sieht, drückt sie sanft gegen die Eingangstür und küsst sie, „Ich will noch etwas Zeit allein mit dir..“ grinst er verschmitzt und zieht am Reißverschluss ihrer Jacke, während er sie wieder zu küssen beginnt.
"W..wa." mehr geht nicht mehr, weil Artjom ihre Lippen mit seinen verschließt. Die Tür im Rücken erwidert Nouki seinen Kuss, fährt mit ihren Händen in seine Haare und zieht in noch etwas näher zu sich. Für den Moment vergisst sie die Umgebung und spürt nur noch Artjoms suchende Hände und Lippen.
Das schuldet sie ihm, nachdem er sich überreden lassen musste herzukommen. Den Reißverschluss nicht ganz unten, sucht Artjoms Hand den Weg hinein. Er küsst sie auf die Wange, beisst sie grinsend leicht in den Hals bis sie kichert und versucht damit ein bisschen von seiner Hand unter der Jacke abzulenken.
Als Artjoms kalte Fingerspitzen den sensiblen Bereich nahe der Taille berühren, kommt Nouki zu sich. Sie schiebt ihn ein kleines Stück von sich weg. "Hey, das geht jetzt nicht." raunt sie etwas atemlos und zieht leise lachend, notdürftig ihre Kleidung wieder zurecht. Schnell küsst sie ihn nochmal und sieht dann an der Fassade des Hauses hoch, ob eventuell jemand aus dem Fenster schaut. Sieht nicht so aus. Als sie wieder zu Artjom blickt, bemerkt sie die verwuschelte Frisur und zupft kichernd, mit eher wenig Erfolg, daran herum. "Ich mach dich wieder partytauglich."
„Ach komm schon… ich will noch nicht da rein.“ meint er grinsend und senkt den Kopf damit sie besser ran kommt. Dabei zieht er den Bund seines Shirts unter der eigenen Jacke nach unten, um es zu richten.
Nach einem letzten vergeblichen Versuch Artjoms widerspenstige Haarsträhnen zu ordnen, gibt Nouki auf. Das muss eben reichen. Sie mustert ihn zufrieden. Es gibt ihm einen verwegenen Touch. Dann grinst sie. "Doch, wir gehn jetzt rein. das wird super, wirst sehen. Ich freu mich total drauf. Sind bestimmt auch neue Leute da, die man kennen lernen kann, ist doch cool.“ Sie hat ihm nicht gesagt, dass Tani auch da sein wird. Aber das ist ein Punkt, der vielleicht gar nicht oder wenn, dann später besprochen werden muss. "Ready?" fragt sie schmunzelnd. Ohne auf seine Antwort zu warten, drückt sie energisch den Klingelknopf.
Tania geht zur Tür und öffnet. "Hallo ihr Beiden.", grüßt sie die Neuankömmlinge. Es war ihr klar, dass sie ihm früher oder später begegnen wird. "Schön Euch zu sehen, kommt rein."
Nochmal über die eigenen Haare streichen, Lächeln aufgesetzt. Die Tür geht auf und Artjom hebt mikroexpressiv die Brauen. Damit hat er nicht gerechnet. Er sieht Nouki an, dann Tani und grüsst sie als wär nichts. „Nabend.“ Er lächelt noch etwas freundlicher und folgt Nouki, die Hände in die Taschen schiebend, ins Haus.
Jordyn kommt um die Ecke und begrüßt die beiden. "Hi. Willkommen. Ich bin Jordyn."
"Hey Tani." Nouki umarmt sie und freut sich aufrichtig. "Sind schon alle da?" Dann fällt ihr Blick auf Tanis Füße. "Wow, coole Schuhe, die sind neu, oder?" Im selben Moment kommt jemand und stellt sich vor. Verdutzt mustert Nouki den Teenager. "Jordyn? Aber.." dann muss sie lachen. "Du bist sein Zwillingsbruder? Das hat er uns verschwiegen, na ja zumindest mir. Freut mich, ich bin Nouki." sagt sie vergnügt und legt ihre Jacke auf einem leeren Stuhl ab. Es ist angenehm warm hier drin. Wohlfühltemperatur. "Habt ihr richtig sturmfrei heute?" fragt sie dann Jordyn neugierig.
Tania entspannt, zwischen Nouki und ihr scheint wieder alles in Ordnung zu sein. Auch wenn die Begrüßung mit Artjom harmonischer ausfiel, als erwartet, hat sie kein gutes Gefühl in seiner Anwesenheit. Reiß dich zusammen. "Ja, die Schuhe sind neu. Danke." Dann legt sie ihren Arm um Jordyn. "Ja, die Beiden kann man nur anhand ihrer Frisur von einander unterscheiden." Ein Grinsen kann sie sich nicht verkneifen.
"Das höre ich öfter.", lacht Jordyn zurückhaltend und streift sich mit den Fingern durchs Haar. "Ich muss mich wenigstens nicht stylen."
Er schwenkt den Kopf leicht zur Seite und lauscht. Da war doch noch einer mehr zu hören. "Und der Herr an deiner Seite?"
"Hi, ich bin Artjom." sagt dieser und ist kurz davor dem anderen Jungen die Hand zu reichen aber er bemerkt schnell, dass er nicht fokussiert schaut. Der Albtraum für jeden gebürtigen Gehörlosen. "Danke für die Einladung." ergänzt er freundlich.
"Ein interessanter Name.", entgegnet Jordyn. "Unsere Eltern sind übers Wochenende verreist. Das tun sie jedes Jahr um diese Zeit. Wir sind also vollkommen ohne Aufsicht.", lacht er.
"Super! Das wollte ich hören." lacht Nouki mit.
Sie fühlt sich schon etwas hibbelig und in Partystimmung, deshalb ist sie ungeduldig und denkt nur kurz, dass Jordyn wohl etwas zurück haltender ist, als sein Bruder. Vielleicht sogar schüchtern, weil er ihr nicht direkt in die Augen schaut. Ein kurzer, interessierter Blick streift Tanis Arm, der locker um Jordyns Körpermitte liegt, dann dreht sie sich zu Artjom. "Wollen wir? Ich glaub es ist unten? Da hör ich jedenfalls bekannte Stimmen." Als das vom Gastgeber bestätigt wird, fragt sie nochmal : "Kommt ihr auch mit?" Sie sieht zu Tani.
"Wir kommen gleich nach.", antwortet diese.
Gut gelaunt hüpft Nouki vor Artjom die Treppe runter und bleibt unten staunend stehen. So einen großen Partykeller hat sie nicht erwartet. "Wow, das ist ja der Hammer hier!". Sie winkt fröhlich grüßend allen zu. "Und ein Riesentanzfläche, was braucht man mehr."
Artjom sieht Nouki nach, bemerkt den leicht verrutschten Rock und sieht zu Tani und Jordyn. Er zuckt grinsend die Schultern und folgt ihr mit den Worten, „Dann bis nachher.“
Er geht runter, stellt sich hinter seine Freundin, hebt die Hand gen die Anwesenden und zieht mit der anderen den Reißverschluss des Rocks wieder grade. Als sie ihn ansieht zwinkert er ihr grinsend zu und geht zum zweiten Gastgeber und Ellie. Er hebt die Hand damit Jadyn einschlagen kann. „Gemütlich habt ihrs hier.“ sagt er feixend.
"Ach naja, man lebt bescheiden.", grinst der zurück und schlägt ein.
"Ist ja nur grösser als mein Haus. Meine Fresse." Artjom sieht sich anerkennend um und lacht. "Sind wir die Letzten?"
"Da sollen noch zwei Leute kommen, die Jor eingeladen hat. Aber keine Ahnung, welche Uhrzeit er denen genannt hat." Er zuckt desinteressiert mit den Schultern. "Ihr startet einfach durch mit guter Laune und einer Menge Drinks. Charlie hat schon was angestochen, aber nehmt euch, was ihr wollt."
Ellie freut sich,Nouki zu sehen. "Schön, dass du da bist. Fehlt nur noch Vero, dann ist die Clique komplett
Oh, gut dass Artjom das mit dem Rock noch bemerkt hat. Nouki unterdrückt ein Grinsen und folgt ihm dann, immer noch staunend über die Größe des Raumes. Sie sieht Bea im Gespräch mit einem Mädchen und umarmt daher erstmal Ellie herzlich , bevor sie sich ebenfalls Jadyn zu wendet. "Okay, das ist die unsportlichste Aussage, die ich je von dir gehört hab. Ich bin für Drinks und dann auf der Tanzfläche wieder ausschwitzen. Ist auch ne Art Training", scherzt sie. "Danke für die Einladung, ich freu mich hier zu sein." Sie ergreift Artjoms Hand. "Mixt du wieder sowas wie gestern?" fragt sie dann mit unschuldigem Augenaufschlag.
"Du weisst was gut ist." grinst Artjom, nickt Ellie und Jadyn zu und geht mit ihr rüber zu den Getränken.
Ellie lächelt, dann sieht sie zu Jadyn. "Aber auch jetzt ist die Gesellschaft hier schon super."
Jadyn schenkt der Blauhaarigen ein breites Lächeln. "Das finde ich auch." Er schenkt ihr von dem Drink nach, dessen Rezept er extra aus dem Internet gezogen hat.
Unterdessen...
Bea mustert die Asiatin. "Coole Haare, übrigens. Ich mag es bunt." Dass ihre eigenen Haare von Natur aus grün sind, verrät sie noch nicht.
"Danke.", grinst Karlotta breit. "Früher hatte ich auch mal grün. Aber das stand mir soso lala."
"Damit sahst du aus, wie Spinat auf Beinen.", mischt sich der Gastgeber ein.
Bea muss lachen. "Also bei mir sind die Strähnen etwas aufgehellt. Aber an sich sind meine Haare tatsächlich grün." Sie zwinkert. Ellie ist nah genug, um den Satz zu hören. Sie weiß ja, dass Beas Haare aufgrund ihres Okkultes grün sind und dass sie somit die Wahrheit sagt. Grinsend versucht sie einzuschätzen, was Charlie oder Jadyn darüber denken.
"Von Natur aus?", fragt Karlotta nach. "Das ist ja cool. Darf ich mal reinfassen?"
Bea sieht Karlotta an. Ein seltsamer Wunsch, dafür dass sie sich erst seit heute kennen. "Ähm, na gut?", sagt sie schließlich zögernd.
Karlotta nimmt eine Strähne zwischen die Finger. "Wow, so fest und trotzdem total glatt. Fast asiatisch.", lacht sie. "Du hast voll schönes Haar."
Jadyn beobachtet die Szenerie und schmunzelt in sich hinein. Karlotta ist schon manchmal etwas merkwürdig. Aber er eschätzt sie sehr. Zu Ellie herunter gebeugt fragt er leise: "Soll ich uns einen Drink machen?"
"Oh, gute Idee.", sagt Ellie.
Bea freut sich über das Kompliment, und verschweigt, wie weird sie Karlottas Wunsch eben fand. "Kommst du denn ursprünglich aus Asien?", fragt sie neugierig.
"Meine Mutter ist Koreanerin. Mein Papa ist Schwede. Ich weiß,", sie reißt die Augen gespielt überrascht auf, "schräge Mischung."
"Durchaus schräg, aber auch interessant. Beides Länder, die ich gerne mal besichtigen würde.", erzählt Bea.
"Ich kann dir ja Bescheid sagen, wenn wir die Familien besuchen. Vielleicht darf ich jemanden mitnehmen.", zwinkert die Kurzhaarige.
"Oh, gerne!", lächelt Bea. Sie interessierte sich schon immer für andere Kulturen.
"Komm, ich steche uns ein Fass an." Karlotta winkt Bea mit sich zu einem der bereitstehenden Fässer und sticht es gekonnt an. "Ist das ... sowas wie dein Ding? Reisen?" Sie nimmt einen Becher, und füllt ihn, um ihn Bea herüber zu reichen.
"Mach ich leider viel zu selten.", erzählt Bea. "Ich würde auch gerne mal nach Selvadorada, zum Beispiel." Sie schielt zu Ellie. "So wie sie und Nouki." Dann seufzt die Meerfrau. "Aber bisher ergab sich da nie eine Gelegenheit. Ich würde gerne mehr Reisen, wenn ich könnte."
"Selvadorada steht auch auf meiner Liste. Ich will einen Schatz ausgraben und Tempel entdecken. Am liebsten noch mit den alten Völkern ums Feuer tanzen und den Regen beschwören." Auch den zweiten Becher hat sie inzwischen befüllt und nimmt einen kräftigen Schluck. "Mein Papa ist der totale Vagabund. Ist echt ein Wunder, dass wir ein festes zu Hause haben."
Bea kennt Charlie erst seit heute, doch sie wird ihr immer sympathischer. "Der wird dann bestimmt auch im Selvadorada-Museum ausgestellt wie der von Ellie und Nouki." Die Meerfrau grinst und schielt zu Ellie... die auf diesen Kommentar jedoch nicht reagiert. Hat ihn wohl nicht mitbekommen, weil sie zu sehr von Jadyn abgelenkt ist, denkt sich Bea schmunzelnd.
"Ernsthaft? Moa, bin ich neidisch." Die Asiatin verzieht das Gesicht zu einer Mischung aus Leid und Freude.
Ihr Blick folgt dem von Bea und landet ebenfalls bei den beiden. "Was hältst du von den Zweien?"
"He, was Ellie von ihm hält, ist ja nicht zu übersehen.", sagt Bea lächelnd, "Ich würde es ihr gönnen. Auch wenn ich fürchte, dass sie manchmal etwas naiv ist was das betrifft."
"Dann solltest du ein bisschen auf sie aufpassen.", grinst Karlotta. "Jadyn ist ein schlimmer Finger."
Bea muss lachen. "Werd ich machen! Bei diesem bösen Buben muss man wirklich aufpassen." In Wahrheit scheint ihr Jadyn aber ebenfalls sympathisch zu sein. Vielleicht hat Ellie diesmal ja wirklich mal Glück.
"Und du? Hast du einen Freund?"
"Nein.", erzählt Bea. "Es gab mal einen, den ich mochte, aber da wurde nie was romantisches draus."
"Woran lag es denn?" Ohne, dass sie es bemerkt, beginnt Karlotta sich leicht zu der Musik zu bewegen.
"Och, keine Ahnung. Ich habe es ihm nie gesagt. Er war zu dem Zeitpunkt mit einem Mädchen befreundet. Zugegeben, ich weiß nicht genau, wie tief diese Freundschaft ging, aber ich wollte mich da auch nicht einmischen."
"Wie rücksichtsvoll von dir." Die Asiatin nimmt einen weiteren Schluck. "Hey, kickerst du mit mir?" Sie deutet mit einem Nicken zum Kickertisch herüber.
"Klar!", grinst Bea, "Wie ist es denn bei dir? Hast du einen festen Freund?"
"Ach nee,", zuckt die Kurzhaarige mit den Schultern. "Irgendwie ist das Angebot so ... meh..."
Bea sieht sich im Raum um. Sie hat nichts gegen die Jungs hier, aber keiner von ihnen reizt sie in romantischer Hinsicht. "Ist auch nichts für mich dabei.", sagt sie daher. "Aber das heißt ja nicht, dass es nicht irgendwen dort draußen gibt."
Die Kleinere stellt ihr Getränk ab und wirft den Ball in den Kicker. "Ich mach dich platt.", grinst sie Bea zu.
"Werden wir ja sehen.", antwortet die Grünhaarige grinsend.
Karlotta legt sich mächtig ins Zeug. Sie hat schon viel mit Jadyn üben können. Oft haben die beiden zusammen für Prüfungen gelernt und zwischendurch zur Entspannung die Bälle rollen lassen. Geschickt leitet sie den Ball um Beas Verteidigung herum, täuscht kurz vorm Tor an und ... versenkt. "Yes!", freut sie sich, holt den Ball aus dem Auffangkorb und wirft ihn wieder ins Spielfeld.
"Das war ein Glückstreffer!", ruft die Meerfrau. Doch sie weiß, dass das nicht so ist. Es ist nicht das erste Mal, das Bea kickert, aber diese Charlie hat eindeutig mehr Übung als sie selbst. "Diesmal treffe ich!"
Bea schafft es auch irgendwie, die Abwehr zu überwinden... Doch Charlies Torwart ist einfach zu gut. "Mist!", flucht Bea, "Da hätte jetzt aber nicht viel gefehlt."
"Soll ich mir die Augen verbinden?", lacht die Kurzhaarige mit glockenklarer Stimme.
"Nee, wenn ich gewinne, möchte ich das auf faire Weise tun.", antwortet Bea, "ich muss mich nur erst mal einspielen."
"Wie du willst.", blinzelt Karlotta ihr liebreizend entgegen und schmettert den nächsten Ball in ihr Tor.
Tatsächlich hat Bea sich etwas eingespielt. Diesmal gelingt es ihr, ebenfalls mal ein Tor zu schießen. "Na also. So soll das aussehen."
"Du wirfst ein, Glückspilz.", grinst die Kleinere sie an.
--- an der Bar ----
"Und meine Oma konnte uns nie auseinander halten,", erzählt Jadyn amüsiert, "also hat sie uns einfach immer das Gleiche geschenkt. So bin ich auch zum Malen gekommen. Eigentlich war das eher Jordyns Leidenschaft, aber irgendwie habe ich es ausprobiert und bin dabei geblieben."
Ellie muss lachen bei der Vorstellung. "Ja, ihr seht euch ja auch ähnlich! Bis auf die Frisur.", lächelt Ellie. "Du malst gerne? Das ist aber auch ein tolles Hobby."
"Das ist vermutlich der Ausgleich zum Sport.", lacht er und leert sein Glas.
"Hast du ein Bild da, das du mir zeigen kannst? Da machst du mich grad neugierig."
"Naja, nicht hier unten. Die stehen alle in meinem Zimmer rum." Übertrieben kokett lässt er die Augenbrauen auf und ab tanzen.
"Manche werden auch gespendet bei dem Verein, wo meine Eltern tätig sind."
"Was denn für ein Verein?", fragt Ellie neugierig.
"Da geht alles Mögliche hin, von Klamotten über Sims- und Tierfutter bis hin zu Möbeln." Der Teenager schneidet noch eine Zitrone klein für die nächsten Getränke. "Das wird dann an Leute gegeben, die kein Geld haben oder durch Katastrophen ihren Kram verloren haben. Sowas."
"Wow, das ist wirklich löblich." Das meint Ellie auch ernst. "Und deine Bilder müssen gut sein, wenn sie als Spende in Frage kommen."
"Ach, keine Ahnung. Ehrlich gesagt, weiß ich sonst nicht, wohin damit." Ein verlegenes Schmunzeln legt sich über seine Lippen. Das klang etwas zu eingebildet, findet er im Nachhinein. Aber sie wird schon wissen, was gemeint ist.
"Wie heißt denn dieser Verein? Falls ich mal selber etwas spenden möchte.", hakt Ellie nach. Sie hat mittlerweile so viel Krams angesammelt, den sie nicht mehr braucht.
"SimMaritas s.V." Jadyn legt das Messer zur Seite und bereitet den neuen Drink vor. "Ich bin sicher, meine Mutter hat noch Karten im Büro liegen. Wir können nachher mal nachsehen. Aber erinnere mich daran."
"Von denen hab ich sogar schon mal gehört. Die existieren aber gefühlt auch schon ewig.", erzählt Ellie.
Der Größere nickt. "Ja, keine Ahnung, wie lange es die gibt. Aber meine Eltern sind schon seit bald zwanzig Jahren dabei."
"Ui.", staunt Ellie. "Das ist wirklich schon lange." Sie wechselt das Thema wieder. "Aber was willst du denn später mal machen? In die Fußstapfen deiner Eltern treten und ebenfalls dort einsteigen? Oder hast du ganz andere Pläne?"
"Ach, ich bin noch nicht ganz sicher. Aber ich tendiere in die sportliche Richtung. Vielleicht Fitnesstrainer oder so. Oder ich heirate einfach reich." Er lacht laut auf. "Also streng dich an, El. Mich zu unterhalten, wird nicht günstig."
Ellie wird rot bei der Vorstellung, Jadyn zu heiraten. Aber natürlich versteht sie auch, dass es als Witz gemeint ist. "Klar, meine Werke werden sich für Millionen verkaufen.", grinst Ellie nur.
"Da habe ich keinen Zweifel." In dem Blick des Jungen liegt plötzlich ein warmer Glanz, als er sie anschaut. Seine Worte klingen ehrlich - viel zu ehrlich, um nur ein oberflächlicher Flirt zu sein.
Ellie lächelt. Sie mag es, wenn man ihr Komplimente macht. Aber wenn Jadyn derjenige ist, der sie macht, umso besser. "Dann kann ich mir auch mal die Urlaube leisten, die ich gerne machen würde.", sagt sie.
"Nimmst mich mit?", fragt er schelmisch.
"Du bist das erste, was ich einpacke.", lächelt die Teenagerin.
"Das gefällt mir." Jadyn macht einen Schritt näher an Ellie heran - so, dass sie sich beinahe berühren. Er beugt sich zu ihr herunter, sein Blick lässt sie nicht los.
Die Blauhaarige fühlt, wie es ihr heiß wird. Am liebsten hätte sie Jadyn jetzt geküsst, doch sie traut sich noch nicht.
Einen Moment lang scheint die Zeit stehen zu bleiben. Gerade als er seine Lippen auf ihre legen will, ertönt hinter ihm eine Stimme:
"Jo, Jay. Sollen wir mal mit Karaoke starten oder was?"
Karlotta registriert viel zu spät, dass sie in eine ungünstige Situation hineinplatzt. "Ehm, sorry... Ich wollte nicht stören.", grinst sie, halb verlegen, halb amüsiert. "Karaoke kann warten." Sie dreht sich abwinkend herum. "Weiter machen."
Jadyn richtet sich auf und räuspert sich. "Ich schau mal eben nach oben, was Jordyn treibt."
Bea sieht zu Charlie. Beim Kickern hatte Bea keine Chance gehabt. Aber bei Karaoke schlägt sie sich vielleicht besser. Singen liegt ihr ja zumindest. Da ihr die Asiatin den Blick auf Ellie verdeckt, erkennt sie allerdings nicht, wie die Situation gerade aussah und hört nur die Worte.
"Hui,", stöhnt die Asiatin, als sie zurück kommt. "Das war mal richtig daneben."
Ellie sieht zu Charlie. Was fällt der ein, so eine Situation zu unterbrechen? Doch sie unterdrückt ihre Enttäuschung. Zum einen möchte sie auf Jadyns Party nicht für schlechte Laune sorgen, und zum anderen weiß sie, dass es keine böse Absicht gewesen ist. Hoffentlich gibt es irgendwann wieder die Chance dazu..
(in Zusammenarbeit mit @Murloc, @Ripzha, @Spatz und @RivaBabylon)
Charaktere: Ellie, Jadyn, Jordyn, Tania, Nouki, Artjom, Bea, Karlotta,
Geschichtsstrang: Keine Party!
Ellie klingelt an der Tür. Es hieß, dass auch Begleiter mitgebracht werden können. Sie weiß, dass auch Vero und Tani kommen werden, und auch Nouki. Die Clique würde vollständig sein! Aus einer Laune heraus hat sie sich jedoch dazu entschieden, auch Bea Bescheid zu sagen. Sie gehört zwar nicht direkt zu der Clique, aber Ellie mag sie, und die anderen Mädels kommen eigentlich auch mit ihr klar.
Bisher ist die Meerfrau allerdings noch nicht angekommen. Und so steht Ellie im Moment noch alleine vor der Tür und klingelt.
Jordyn öffnet nicht gern die Tür, wenn er nicht weiß, was beziehungsweise wer ihn erwartet. Da Jadyn aber noch im Keller ist, reagiert er auf das Klingeln. "Hi,", grüßt er gerade heraus. "Mit wem habe ich die Ehre?"
Ellie betrachtet den Jungen. Das muss dieser Jordyn sein. Der Bruder. Ein Zwillingsbruder? Er sieht Jadyn so ähnlich, dass Ellie zweimal hinschauen musste, um zu erkennen, dass es doch jemand anderes ist. "Ich bin Ellie.", erzählt sie, "dein Bruder hat mich eingeladen."
Der Brunette schaut einige Zentimeter an ihr vorbei. "Oh, ja. Ellie, den Namen habe ich schon einige Male gehört. Ich bin Jordyn. Komm herein. Jay ist im Keller. Gleich hinter dieser Wand rechts herunter."
"Danke!", bedankt sich die Teenagerin und macht sich auf den Weg.
Mit einem schwarzen Auto kommt Tania angefahren. Val hat sie erst zum Arzt begleitet, anschließend hierher gefahren. Sie steigt aus dem Auto, nimmt ihre Tasche vom Rücksitz und geht auf die Haustür zu. Wie das Treffen wohl wird? Vero wollte kommen, Ellie auch. Bestimmt kommt Nouki in Begleitung mit Artjom. Egal, ich komm schon irgendwie auf einen grünen Zweig mit ihm - wenn auch nur Nouki zu Liebe. Sie klingelt.
Wieder ist es Jordyn, der öffnet. "Hallo?"
Lächelnd begrüßt Tania ihren guten Freund. "Hallo Jordyn, ich bin's Tani!" Sie geht auf ihn zu und umarmt ihn. "Schon jemand da?"
Herzlich drückt er die Freundin an sich. Er ist erleichtert, dass sie es geschafft hat. Die meisten Gäste kennt er nicht und er hat keine Ahnung, was an diesem Abend auf ihn zukommt.
"Ja, Ellie ist bei Jay im Keller.", erklärt er, als er die Umarmung löst. "Wenn du möchtest, geh ruhig zu ihnen. Ich schätze, ich bin so etwas wie der Türsteher."
Ihre Mundwinkel verziehen sich. "Hm, ich hatte eigentlich gehofft, dass wir unter vier Augen sprechen können. Ich muss dir was erzählen, wegen heute."
"Oh, aber natürlich." Vorsichtig schließt er die Tür, nachdem sie eingetreten ist. "Nimm irgendwo Platz. Oder möchtest du lieber hoch gehen?"
Da Ellie mit Jaydn sicherlich die Zeit alleine genießen will, werden die beiden nicht überraschend nach oben kommen. "Komm, wir setzen uns ans Klavier." Sie geht vor und nimmt Platz. "Ich hatte heute meinen Beratungstermin wegen der A..." Ein Kloß steckt ihr im Hals. "Eigentlich dachte ich, es wäre das Richtige, aber mittlerweile kommen mir doch Zweifel."
"Ich denke, das ist ganz normal. Ist ja schließlich eine heftige Entscheidung."
Seufzend sieht sie auf ihre Hände. "Ich fühle mich einfach nicht bereit dazu. Wenn ich wenigstens wüsste, dass ich nicht alleine da stehe, der Vater sich auch kümmert. Aber dann müsste erstmal die Vaterschaft eindeutig geprüft werden und.." Sie denkt an zwei potenzielle Väter. "..es kann sein, dass das Freundschaften zerstören wird." Die Wut auf sich selbst wird größer. "Und Zuhause mit einem Baby sein plus meine Eltern? Dann wird mein Vater erst Recht noch häufiger mit seiner Tusse fremd gehen."
Jordyn hört aufmerksam zu und lässt die Worte auf sich wirken. "Das ist ein ziemliches Dilemma...", murmelt er gedankenverloren. "Ich bleibe dabei, dass du tun musst, was für DICH das Richtige ist. Wenn du das Kind bekommen möchtest, dann solltest du das tun. Eine Lösung wird sich finden, da bin ich mir sicher. Es gibt immer Lösungen." Er greift nach ihrer Hand und drückt sie leicht. "Und ich bin für dich da, das habe ich dir versprochen und ich meine es so."
In diesem Moment klingelt die Haustür erneut. Bea steht vor der Tür.
Jordyn steht auf und geht durch das Wohnzimmer. "Wie andere dann auf die eine oder andere Situation reagieren, kannst du nicht wissen.", fährt er fort, "Vielleicht wirst du überrascht. Vielleicht passiert genau das, was du glaubst. Aber so wie du deine eigenen Entscheidungen triffst,", eine Hand auf die Klinke legend, bereitet er sich vor, zu öffen, "musst du es auch den anderen zugestehen. Und das dann akzeptieren."
Er öffnet die Tür und lauscht eine Sekunde. "Ja, hallo.", sagt er freundlich.
Tania lässt seine Worte auf sich wirken, als sie an ihm vorbei an der offenen Haustüre Beas grüne Haare aufleuchten sieht. "Bea, Hi!", ruft sie von hinten und kommt dann nach vorne zu Jordyn.
Einen Moment bleibt Bea erstaunt stehen, als sie den Jungen erkennt. Den hat sie doch in Sulani getroffen, als er an der Schnitzeljagd beteiligt war. "Oh hallo!", sagt sie, "Du bist also Jadyns Bruder, oder? Ich bin Bea. Wir sind uns schon mal begegnet, erinnerst du dich?" Bestimmt erkennt er die Stimme wieder.
Jordyn überlegt einen Moment. Die Stimme kommt ihm tatsächlich bekannt vor, doch kann er sie nicht einordnen. "Ich bin nicht sicher, tut mir leid."
Die Rothaarige beobachtet indes die Beiden. Ist sicher nicht einfach für ihn, ohne ein Gesicht vor Augen.
"In Sulani!", erinnert ihn Bea. "Bei der Schnitzeljagd."
"Oh, ja. Ich erinnere mich. Bitte, komm herein, ... Bea, richtig?"
Tania geht nun auf die Freundin zu und umarmt sie. "Schön, dass du da bist."
Bea umarmt Tani. Sie bestätigt den Namen vor dem Jungen. "Und wie ist dein Name?"
"Entschuldige,", lacht der Brunette leise, "Ich bin Jordyn. Wenn du möchtest, kannst du schon runter gehen. Die Treppe hier um die Ecke."
Bea sieht zu Tani. "Kommst du auch schon mit runter?"
"Ich komm gleich nach. Ellie ist schon unten.", antwortet sie ihrer Freundin.
Jordyn wartet einen Moment, bis die Schritte auf der Treppe verschwunden sind, dreht sich ein Stück in die Richtung, aus der Tania zuletzt zu hören war, und fragt leise: "Schaffst du den Abend? Möchtest du dich lieber oben hinlegen?"
"Das schaffe ich schon. Wenn du willst, öffne ich die Tür, wenn jemand klingelt.", schlägt Tania vor.
"Ist es so offensichtlich, dass das nicht meine liebste Beschäftigung ist?"
Grinsend nimmt sie seine Hand. "Ich mach das schon. Das lenkt mich wenigstens ab."
"Danke, Tani.
* * * * * Im Partykeller * * * * *
"Ja, das ist ziemlich cool.", lacht Jadyn. "Mein Vater und ich zocken hier regelmäßig um die We- Oh, da kommt jemand." Der Gastgeber schaut zur Treppe, als er Bea bemerkt. "Willkommen in der Casa delLamont!", ruft er mit ausgebreiteten Armen.
"Oh, hey Bea!", meldet sich auch Ellie zu Wort.
Nachdem sich ausgiebig begrüßt wurde, wendet sich Bea an den Gastgeber: "Wer wird denn noch alles so kommen?"
"Mal sehen, es fehlen noch Artjom und Nouki," beginnt er an den Fingern abzuzählen, "Chuck und Tani und irgendwelche, die Jor eingeladen hat."
"Full House also.", freut sich Bea. "Das wird sicher toll werden."
"Davon gehe ich aus.", grinst Jadyn. "Ich hoffe, ihr seid durstig. Es gibt genug zu trinken und ihr dürft auch gern die Fässer anstechen."
Von oben hört man leise das nächste Klingeln an der Tür. Einen Moment später kommt ein junges Mädchen die Treppe herunter gehüpft.
"Hi, alle.", grüßt sie die kleine Runde.
"Hey, Chucky.", grinst Jadyn ihr entgegen.
Das Mädchen kommt auf ihn zu und sie begrüßen sich mit einer Fistbump.
Der Gastgeber legt den Arm um ihre Schulter und drückt sie an sich. "Mädels,", stellt er sie den anderen beiden vor, "das ist Charlie. Oder Chuck. Oder Chucky."
Halb genervt schielt sie zu ihm herauf. "Charlie.", berichtigt sie grinsend und gibt ihm einen sanften Hieb mit dem Ellenbogen.
"Charlie, das sind Ellie und Bea." Er deutet nacheinander auf die Gäste.
"Hi!", begrüßen beide den Neuankömmling freundlich. Sie kennen sich zumindest vom Sehen, aus der Brindleton High. "Geht ihr in die selbe Klasse?", fragt Bea.
Die Asiatin nickt.
Jadyn geht zur Anlage herüber und dreht Musik an. "Nicht vergessen,", er hebt den Zeigefinger in die Luft, ", das hier ist keine Party."
——— Vor der Tür ———
Artjom greift nach Noukis Hand, die die Klingel betätigen will. „Ne, nich‘ klingeln.“ sagt er.
Überrascht zieht sie den Finger zurück und schaut ihn an. "Was ist?"
Er zieht sie an der Hand zu sich, dreht sie herum, damit sie den Knopf nicht mehr sieht, drückt sie sanft gegen die Eingangstür und küsst sie, „Ich will noch etwas Zeit allein mit dir..“ grinst er verschmitzt und zieht am Reißverschluss ihrer Jacke, während er sie wieder zu küssen beginnt.
"W..wa." mehr geht nicht mehr, weil Artjom ihre Lippen mit seinen verschließt. Die Tür im Rücken erwidert Nouki seinen Kuss, fährt mit ihren Händen in seine Haare und zieht in noch etwas näher zu sich. Für den Moment vergisst sie die Umgebung und spürt nur noch Artjoms suchende Hände und Lippen.
Das schuldet sie ihm, nachdem er sich überreden lassen musste herzukommen. Den Reißverschluss nicht ganz unten, sucht Artjoms Hand den Weg hinein. Er küsst sie auf die Wange, beisst sie grinsend leicht in den Hals bis sie kichert und versucht damit ein bisschen von seiner Hand unter der Jacke abzulenken.
Als Artjoms kalte Fingerspitzen den sensiblen Bereich nahe der Taille berühren, kommt Nouki zu sich. Sie schiebt ihn ein kleines Stück von sich weg. "Hey, das geht jetzt nicht." raunt sie etwas atemlos und zieht leise lachend, notdürftig ihre Kleidung wieder zurecht. Schnell küsst sie ihn nochmal und sieht dann an der Fassade des Hauses hoch, ob eventuell jemand aus dem Fenster schaut. Sieht nicht so aus. Als sie wieder zu Artjom blickt, bemerkt sie die verwuschelte Frisur und zupft kichernd, mit eher wenig Erfolg, daran herum. "Ich mach dich wieder partytauglich."
„Ach komm schon… ich will noch nicht da rein.“ meint er grinsend und senkt den Kopf damit sie besser ran kommt. Dabei zieht er den Bund seines Shirts unter der eigenen Jacke nach unten, um es zu richten.
Nach einem letzten vergeblichen Versuch Artjoms widerspenstige Haarsträhnen zu ordnen, gibt Nouki auf. Das muss eben reichen. Sie mustert ihn zufrieden. Es gibt ihm einen verwegenen Touch. Dann grinst sie. "Doch, wir gehn jetzt rein. das wird super, wirst sehen. Ich freu mich total drauf. Sind bestimmt auch neue Leute da, die man kennen lernen kann, ist doch cool.“ Sie hat ihm nicht gesagt, dass Tani auch da sein wird. Aber das ist ein Punkt, der vielleicht gar nicht oder wenn, dann später besprochen werden muss. "Ready?" fragt sie schmunzelnd. Ohne auf seine Antwort zu warten, drückt sie energisch den Klingelknopf.
Tania geht zur Tür und öffnet. "Hallo ihr Beiden.", grüßt sie die Neuankömmlinge. Es war ihr klar, dass sie ihm früher oder später begegnen wird. "Schön Euch zu sehen, kommt rein."
Nochmal über die eigenen Haare streichen, Lächeln aufgesetzt. Die Tür geht auf und Artjom hebt mikroexpressiv die Brauen. Damit hat er nicht gerechnet. Er sieht Nouki an, dann Tani und grüsst sie als wär nichts. „Nabend.“ Er lächelt noch etwas freundlicher und folgt Nouki, die Hände in die Taschen schiebend, ins Haus.
Jordyn kommt um die Ecke und begrüßt die beiden. "Hi. Willkommen. Ich bin Jordyn."
"Hey Tani." Nouki umarmt sie und freut sich aufrichtig. "Sind schon alle da?" Dann fällt ihr Blick auf Tanis Füße. "Wow, coole Schuhe, die sind neu, oder?" Im selben Moment kommt jemand und stellt sich vor. Verdutzt mustert Nouki den Teenager. "Jordyn? Aber.." dann muss sie lachen. "Du bist sein Zwillingsbruder? Das hat er uns verschwiegen, na ja zumindest mir. Freut mich, ich bin Nouki." sagt sie vergnügt und legt ihre Jacke auf einem leeren Stuhl ab. Es ist angenehm warm hier drin. Wohlfühltemperatur. "Habt ihr richtig sturmfrei heute?" fragt sie dann Jordyn neugierig.
Tania entspannt, zwischen Nouki und ihr scheint wieder alles in Ordnung zu sein. Auch wenn die Begrüßung mit Artjom harmonischer ausfiel, als erwartet, hat sie kein gutes Gefühl in seiner Anwesenheit. Reiß dich zusammen. "Ja, die Schuhe sind neu. Danke." Dann legt sie ihren Arm um Jordyn. "Ja, die Beiden kann man nur anhand ihrer Frisur von einander unterscheiden." Ein Grinsen kann sie sich nicht verkneifen.
"Das höre ich öfter.", lacht Jordyn zurückhaltend und streift sich mit den Fingern durchs Haar. "Ich muss mich wenigstens nicht stylen."
Er schwenkt den Kopf leicht zur Seite und lauscht. Da war doch noch einer mehr zu hören. "Und der Herr an deiner Seite?"
"Hi, ich bin Artjom." sagt dieser und ist kurz davor dem anderen Jungen die Hand zu reichen aber er bemerkt schnell, dass er nicht fokussiert schaut. Der Albtraum für jeden gebürtigen Gehörlosen. "Danke für die Einladung." ergänzt er freundlich.
"Ein interessanter Name.", entgegnet Jordyn. "Unsere Eltern sind übers Wochenende verreist. Das tun sie jedes Jahr um diese Zeit. Wir sind also vollkommen ohne Aufsicht.", lacht er.
"Super! Das wollte ich hören." lacht Nouki mit.
Sie fühlt sich schon etwas hibbelig und in Partystimmung, deshalb ist sie ungeduldig und denkt nur kurz, dass Jordyn wohl etwas zurück haltender ist, als sein Bruder. Vielleicht sogar schüchtern, weil er ihr nicht direkt in die Augen schaut. Ein kurzer, interessierter Blick streift Tanis Arm, der locker um Jordyns Körpermitte liegt, dann dreht sie sich zu Artjom. "Wollen wir? Ich glaub es ist unten? Da hör ich jedenfalls bekannte Stimmen." Als das vom Gastgeber bestätigt wird, fragt sie nochmal : "Kommt ihr auch mit?" Sie sieht zu Tani.
"Wir kommen gleich nach.", antwortet diese.
Gut gelaunt hüpft Nouki vor Artjom die Treppe runter und bleibt unten staunend stehen. So einen großen Partykeller hat sie nicht erwartet. "Wow, das ist ja der Hammer hier!". Sie winkt fröhlich grüßend allen zu. "Und ein Riesentanzfläche, was braucht man mehr."
Artjom sieht Nouki nach, bemerkt den leicht verrutschten Rock und sieht zu Tani und Jordyn. Er zuckt grinsend die Schultern und folgt ihr mit den Worten, „Dann bis nachher.“
Er geht runter, stellt sich hinter seine Freundin, hebt die Hand gen die Anwesenden und zieht mit der anderen den Reißverschluss des Rocks wieder grade. Als sie ihn ansieht zwinkert er ihr grinsend zu und geht zum zweiten Gastgeber und Ellie. Er hebt die Hand damit Jadyn einschlagen kann. „Gemütlich habt ihrs hier.“ sagt er feixend.
"Ach naja, man lebt bescheiden.", grinst der zurück und schlägt ein.
"Ist ja nur grösser als mein Haus. Meine Fresse." Artjom sieht sich anerkennend um und lacht. "Sind wir die Letzten?"
"Da sollen noch zwei Leute kommen, die Jor eingeladen hat. Aber keine Ahnung, welche Uhrzeit er denen genannt hat." Er zuckt desinteressiert mit den Schultern. "Ihr startet einfach durch mit guter Laune und einer Menge Drinks. Charlie hat schon was angestochen, aber nehmt euch, was ihr wollt."
Ellie freut sich,Nouki zu sehen. "Schön, dass du da bist. Fehlt nur noch Vero, dann ist die Clique komplett
Oh, gut dass Artjom das mit dem Rock noch bemerkt hat. Nouki unterdrückt ein Grinsen und folgt ihm dann, immer noch staunend über die Größe des Raumes. Sie sieht Bea im Gespräch mit einem Mädchen und umarmt daher erstmal Ellie herzlich , bevor sie sich ebenfalls Jadyn zu wendet. "Okay, das ist die unsportlichste Aussage, die ich je von dir gehört hab. Ich bin für Drinks und dann auf der Tanzfläche wieder ausschwitzen. Ist auch ne Art Training", scherzt sie. "Danke für die Einladung, ich freu mich hier zu sein." Sie ergreift Artjoms Hand. "Mixt du wieder sowas wie gestern?" fragt sie dann mit unschuldigem Augenaufschlag.
"Du weisst was gut ist." grinst Artjom, nickt Ellie und Jadyn zu und geht mit ihr rüber zu den Getränken.
Ellie lächelt, dann sieht sie zu Jadyn. "Aber auch jetzt ist die Gesellschaft hier schon super."
Jadyn schenkt der Blauhaarigen ein breites Lächeln. "Das finde ich auch." Er schenkt ihr von dem Drink nach, dessen Rezept er extra aus dem Internet gezogen hat.
Unterdessen...
Bea mustert die Asiatin. "Coole Haare, übrigens. Ich mag es bunt." Dass ihre eigenen Haare von Natur aus grün sind, verrät sie noch nicht.
"Danke.", grinst Karlotta breit. "Früher hatte ich auch mal grün. Aber das stand mir soso lala."
"Damit sahst du aus, wie Spinat auf Beinen.", mischt sich der Gastgeber ein.
Bea muss lachen. "Also bei mir sind die Strähnen etwas aufgehellt. Aber an sich sind meine Haare tatsächlich grün." Sie zwinkert. Ellie ist nah genug, um den Satz zu hören. Sie weiß ja, dass Beas Haare aufgrund ihres Okkultes grün sind und dass sie somit die Wahrheit sagt. Grinsend versucht sie einzuschätzen, was Charlie oder Jadyn darüber denken.
"Von Natur aus?", fragt Karlotta nach. "Das ist ja cool. Darf ich mal reinfassen?"
Bea sieht Karlotta an. Ein seltsamer Wunsch, dafür dass sie sich erst seit heute kennen. "Ähm, na gut?", sagt sie schließlich zögernd.
Karlotta nimmt eine Strähne zwischen die Finger. "Wow, so fest und trotzdem total glatt. Fast asiatisch.", lacht sie. "Du hast voll schönes Haar."
Jadyn beobachtet die Szenerie und schmunzelt in sich hinein. Karlotta ist schon manchmal etwas merkwürdig. Aber er eschätzt sie sehr. Zu Ellie herunter gebeugt fragt er leise: "Soll ich uns einen Drink machen?"
"Oh, gute Idee.", sagt Ellie.
Bea freut sich über das Kompliment, und verschweigt, wie weird sie Karlottas Wunsch eben fand. "Kommst du denn ursprünglich aus Asien?", fragt sie neugierig.
"Meine Mutter ist Koreanerin. Mein Papa ist Schwede. Ich weiß,", sie reißt die Augen gespielt überrascht auf, "schräge Mischung."
"Durchaus schräg, aber auch interessant. Beides Länder, die ich gerne mal besichtigen würde.", erzählt Bea.
"Ich kann dir ja Bescheid sagen, wenn wir die Familien besuchen. Vielleicht darf ich jemanden mitnehmen.", zwinkert die Kurzhaarige.
"Oh, gerne!", lächelt Bea. Sie interessierte sich schon immer für andere Kulturen.
"Komm, ich steche uns ein Fass an." Karlotta winkt Bea mit sich zu einem der bereitstehenden Fässer und sticht es gekonnt an. "Ist das ... sowas wie dein Ding? Reisen?" Sie nimmt einen Becher, und füllt ihn, um ihn Bea herüber zu reichen.
"Mach ich leider viel zu selten.", erzählt Bea. "Ich würde auch gerne mal nach Selvadorada, zum Beispiel." Sie schielt zu Ellie. "So wie sie und Nouki." Dann seufzt die Meerfrau. "Aber bisher ergab sich da nie eine Gelegenheit. Ich würde gerne mehr Reisen, wenn ich könnte."
"Selvadorada steht auch auf meiner Liste. Ich will einen Schatz ausgraben und Tempel entdecken. Am liebsten noch mit den alten Völkern ums Feuer tanzen und den Regen beschwören." Auch den zweiten Becher hat sie inzwischen befüllt und nimmt einen kräftigen Schluck. "Mein Papa ist der totale Vagabund. Ist echt ein Wunder, dass wir ein festes zu Hause haben."
Bea kennt Charlie erst seit heute, doch sie wird ihr immer sympathischer. "Der wird dann bestimmt auch im Selvadorada-Museum ausgestellt wie der von Ellie und Nouki." Die Meerfrau grinst und schielt zu Ellie... die auf diesen Kommentar jedoch nicht reagiert. Hat ihn wohl nicht mitbekommen, weil sie zu sehr von Jadyn abgelenkt ist, denkt sich Bea schmunzelnd.
"Ernsthaft? Moa, bin ich neidisch." Die Asiatin verzieht das Gesicht zu einer Mischung aus Leid und Freude.
Ihr Blick folgt dem von Bea und landet ebenfalls bei den beiden. "Was hältst du von den Zweien?"
"He, was Ellie von ihm hält, ist ja nicht zu übersehen.", sagt Bea lächelnd, "Ich würde es ihr gönnen. Auch wenn ich fürchte, dass sie manchmal etwas naiv ist was das betrifft."
"Dann solltest du ein bisschen auf sie aufpassen.", grinst Karlotta. "Jadyn ist ein schlimmer Finger."
Bea muss lachen. "Werd ich machen! Bei diesem bösen Buben muss man wirklich aufpassen." In Wahrheit scheint ihr Jadyn aber ebenfalls sympathisch zu sein. Vielleicht hat Ellie diesmal ja wirklich mal Glück.
"Und du? Hast du einen Freund?"
"Nein.", erzählt Bea. "Es gab mal einen, den ich mochte, aber da wurde nie was romantisches draus."
"Woran lag es denn?" Ohne, dass sie es bemerkt, beginnt Karlotta sich leicht zu der Musik zu bewegen.
"Och, keine Ahnung. Ich habe es ihm nie gesagt. Er war zu dem Zeitpunkt mit einem Mädchen befreundet. Zugegeben, ich weiß nicht genau, wie tief diese Freundschaft ging, aber ich wollte mich da auch nicht einmischen."
"Wie rücksichtsvoll von dir." Die Asiatin nimmt einen weiteren Schluck. "Hey, kickerst du mit mir?" Sie deutet mit einem Nicken zum Kickertisch herüber.
"Klar!", grinst Bea, "Wie ist es denn bei dir? Hast du einen festen Freund?"
"Ach nee,", zuckt die Kurzhaarige mit den Schultern. "Irgendwie ist das Angebot so ... meh..."
Bea sieht sich im Raum um. Sie hat nichts gegen die Jungs hier, aber keiner von ihnen reizt sie in romantischer Hinsicht. "Ist auch nichts für mich dabei.", sagt sie daher. "Aber das heißt ja nicht, dass es nicht irgendwen dort draußen gibt."
Die Kleinere stellt ihr Getränk ab und wirft den Ball in den Kicker. "Ich mach dich platt.", grinst sie Bea zu.
"Werden wir ja sehen.", antwortet die Grünhaarige grinsend.
Karlotta legt sich mächtig ins Zeug. Sie hat schon viel mit Jadyn üben können. Oft haben die beiden zusammen für Prüfungen gelernt und zwischendurch zur Entspannung die Bälle rollen lassen. Geschickt leitet sie den Ball um Beas Verteidigung herum, täuscht kurz vorm Tor an und ... versenkt. "Yes!", freut sie sich, holt den Ball aus dem Auffangkorb und wirft ihn wieder ins Spielfeld.
"Das war ein Glückstreffer!", ruft die Meerfrau. Doch sie weiß, dass das nicht so ist. Es ist nicht das erste Mal, das Bea kickert, aber diese Charlie hat eindeutig mehr Übung als sie selbst. "Diesmal treffe ich!"
Bea schafft es auch irgendwie, die Abwehr zu überwinden... Doch Charlies Torwart ist einfach zu gut. "Mist!", flucht Bea, "Da hätte jetzt aber nicht viel gefehlt."
"Soll ich mir die Augen verbinden?", lacht die Kurzhaarige mit glockenklarer Stimme.
"Nee, wenn ich gewinne, möchte ich das auf faire Weise tun.", antwortet Bea, "ich muss mich nur erst mal einspielen."
"Wie du willst.", blinzelt Karlotta ihr liebreizend entgegen und schmettert den nächsten Ball in ihr Tor.
Tatsächlich hat Bea sich etwas eingespielt. Diesmal gelingt es ihr, ebenfalls mal ein Tor zu schießen. "Na also. So soll das aussehen."
"Du wirfst ein, Glückspilz.", grinst die Kleinere sie an.
--- an der Bar ----
"Und meine Oma konnte uns nie auseinander halten,", erzählt Jadyn amüsiert, "also hat sie uns einfach immer das Gleiche geschenkt. So bin ich auch zum Malen gekommen. Eigentlich war das eher Jordyns Leidenschaft, aber irgendwie habe ich es ausprobiert und bin dabei geblieben."
Ellie muss lachen bei der Vorstellung. "Ja, ihr seht euch ja auch ähnlich! Bis auf die Frisur.", lächelt Ellie. "Du malst gerne? Das ist aber auch ein tolles Hobby."
"Das ist vermutlich der Ausgleich zum Sport.", lacht er und leert sein Glas.
"Hast du ein Bild da, das du mir zeigen kannst? Da machst du mich grad neugierig."
"Naja, nicht hier unten. Die stehen alle in meinem Zimmer rum." Übertrieben kokett lässt er die Augenbrauen auf und ab tanzen.
"Manche werden auch gespendet bei dem Verein, wo meine Eltern tätig sind."
"Was denn für ein Verein?", fragt Ellie neugierig.
"Da geht alles Mögliche hin, von Klamotten über Sims- und Tierfutter bis hin zu Möbeln." Der Teenager schneidet noch eine Zitrone klein für die nächsten Getränke. "Das wird dann an Leute gegeben, die kein Geld haben oder durch Katastrophen ihren Kram verloren haben. Sowas."
"Wow, das ist wirklich löblich." Das meint Ellie auch ernst. "Und deine Bilder müssen gut sein, wenn sie als Spende in Frage kommen."
"Ach, keine Ahnung. Ehrlich gesagt, weiß ich sonst nicht, wohin damit." Ein verlegenes Schmunzeln legt sich über seine Lippen. Das klang etwas zu eingebildet, findet er im Nachhinein. Aber sie wird schon wissen, was gemeint ist.
"Wie heißt denn dieser Verein? Falls ich mal selber etwas spenden möchte.", hakt Ellie nach. Sie hat mittlerweile so viel Krams angesammelt, den sie nicht mehr braucht.
"SimMaritas s.V." Jadyn legt das Messer zur Seite und bereitet den neuen Drink vor. "Ich bin sicher, meine Mutter hat noch Karten im Büro liegen. Wir können nachher mal nachsehen. Aber erinnere mich daran."
"Von denen hab ich sogar schon mal gehört. Die existieren aber gefühlt auch schon ewig.", erzählt Ellie.
Der Größere nickt. "Ja, keine Ahnung, wie lange es die gibt. Aber meine Eltern sind schon seit bald zwanzig Jahren dabei."
"Ui.", staunt Ellie. "Das ist wirklich schon lange." Sie wechselt das Thema wieder. "Aber was willst du denn später mal machen? In die Fußstapfen deiner Eltern treten und ebenfalls dort einsteigen? Oder hast du ganz andere Pläne?"
"Ach, ich bin noch nicht ganz sicher. Aber ich tendiere in die sportliche Richtung. Vielleicht Fitnesstrainer oder so. Oder ich heirate einfach reich." Er lacht laut auf. "Also streng dich an, El. Mich zu unterhalten, wird nicht günstig."
Ellie wird rot bei der Vorstellung, Jadyn zu heiraten. Aber natürlich versteht sie auch, dass es als Witz gemeint ist. "Klar, meine Werke werden sich für Millionen verkaufen.", grinst Ellie nur.
"Da habe ich keinen Zweifel." In dem Blick des Jungen liegt plötzlich ein warmer Glanz, als er sie anschaut. Seine Worte klingen ehrlich - viel zu ehrlich, um nur ein oberflächlicher Flirt zu sein.
Ellie lächelt. Sie mag es, wenn man ihr Komplimente macht. Aber wenn Jadyn derjenige ist, der sie macht, umso besser. "Dann kann ich mir auch mal die Urlaube leisten, die ich gerne machen würde.", sagt sie.
"Nimmst mich mit?", fragt er schelmisch.
"Du bist das erste, was ich einpacke.", lächelt die Teenagerin.
"Das gefällt mir." Jadyn macht einen Schritt näher an Ellie heran - so, dass sie sich beinahe berühren. Er beugt sich zu ihr herunter, sein Blick lässt sie nicht los.
Die Blauhaarige fühlt, wie es ihr heiß wird. Am liebsten hätte sie Jadyn jetzt geküsst, doch sie traut sich noch nicht.
Einen Moment lang scheint die Zeit stehen zu bleiben. Gerade als er seine Lippen auf ihre legen will, ertönt hinter ihm eine Stimme:
"Jo, Jay. Sollen wir mal mit Karaoke starten oder was?"
Karlotta registriert viel zu spät, dass sie in eine ungünstige Situation hineinplatzt. "Ehm, sorry... Ich wollte nicht stören.", grinst sie, halb verlegen, halb amüsiert. "Karaoke kann warten." Sie dreht sich abwinkend herum. "Weiter machen."
Jadyn richtet sich auf und räuspert sich. "Ich schau mal eben nach oben, was Jordyn treibt."
Bea sieht zu Charlie. Beim Kickern hatte Bea keine Chance gehabt. Aber bei Karaoke schlägt sie sich vielleicht besser. Singen liegt ihr ja zumindest. Da ihr die Asiatin den Blick auf Ellie verdeckt, erkennt sie allerdings nicht, wie die Situation gerade aussah und hört nur die Worte.
"Hui,", stöhnt die Asiatin, als sie zurück kommt. "Das war mal richtig daneben."
Ellie sieht zu Charlie. Was fällt der ein, so eine Situation zu unterbrechen? Doch sie unterdrückt ihre Enttäuschung. Zum einen möchte sie auf Jadyns Party nicht für schlechte Laune sorgen, und zum anderen weiß sie, dass es keine böse Absicht gewesen ist. Hoffentlich gibt es irgendwann wieder die Chance dazu..
(in Zusammenarbeit mit @Murloc, @Ripzha, @Spatz und @RivaBabylon)