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2 years ago
Ort: Haus Lamont, Willow Creek
Charaktere: Jadyn, Nouki, Jordyn
Geschichtsstrang: Ordnung ins Chaos
Mit einer Mülltüte in der Hand läuft Jadyn die Treppe herunter in den Keller. Das Chaos hält sich zwar in Grenzen, aber dennoch sollte er sich beeilen, alles aufzuräumen. Am Abend werden die Eltern zurück sein und Mutter Liza verabscheut Unordnung. Der Teenager stellt leise Musik an und beginnt, den Müll zusammen zu räumen. Nachdem Pappbecher und -teller, Holzbesteck und Verpackungen von Knabberkram in der Tüte landen, stemmt er die Hände in die Hüften und sieht sich um. Jede Menge leerer Alkoholflaschen sind über den gesamten Raum verstreut. Der Boden ist übersät mit schimmernden Flecken, in denen verschiedenste Schuhabdrücke ungleiche Muster bilden und teilweise aus den Pfützen heraus brechen, um sich in den umliegenden Metern zu verteilen. Jeder Schritt des Jungen zieht ein schmatzendes Geräusch nach sich, als er über das klebrige Laninat geht. Er wird mindestens zwei Mal alles wischen müssen. Eine Sekunde überlegt er, seinen Bruder anzuheuern, aber dann müsste er es ohnehin noch einmal selbst machen. Überraschenderweise ist Putzen nicht unbedint ein Steckenpferd des Blinden.
Jadyn seufzt leise und sammelt die Gläser zusammen. Den Geschirrspüler befüllen, kriegt sein Bruder hin. Also bringt er das Geschirr in die Küche, wo Jordyn gerade den Frühstückstisch abräumt.
"Kannst du die Spülmaschine klar machen? Ich muss unten noch aufräumen."
"Kein Problem. Stell die Sachen neben dem Herd ab.", entgegnet Jordyn.
Der minimal Ältere folgt der Anweisung und will gerade wieder in den Keller zurück kehren, als es an der Tür klingelt.
Es ist fürchterlich so energielos zu sein..und vor allem ungewohnt. Der Kopf fühlt sich an, als wäre er mit Holzwolle gefüllt und sie hat heute morgen natürlich keinen Fuß vor die Tür gesetzt zum joggen. Nouki atmet frustriert aus. So schnell gibt's keine Party mehr, vielleicht erst nach dem Marathon. Jetzt steht sie vor dem Haus der Lamonts und zögert, den Klingelknopf zu drücken. Kurz steigen Bilder hoch von vor der Party, als sie mit Artjom...sie fährt sich mit einer Hand über die Augen, verweilt kurz an der Nasenwurzel, strafft die Schultern und läutet. Kurz darauf sieht sie sich Jadyn gegenüber. Unwillkürlich muss sie ein wenig grinsen, das Flaschen drehen...oh mann. "Hi Jadyn, alles klar soweit?"
"Hey, Nouk.", grüßt der Brunette und mustert sie kurz, "Na, dicken Schädel?", grinst er.
"Sieht man das schon von außen?" fragt sie zurück und das Grinsen geht in ein verlegenes Lächeln über. "Ich wollte Jordyn besuchen.", sagt sie dann schnell. "Geht das?"
Der Teenager schaut überrascht, macht dann aber einen Schritt zur Seite. "Klar geht das. In der Küche." Er zeigt mit ausgestrecktem Arm in die Richtung und schließt die Tür hinter dem Mädchen. "Wenn er zu frech wird, oder zu langweilig, findest mich unten. Aufräumen." Ein gespieltes Jubeln unterstreicht seinen nicht vorhandenen Tatendrang.
"Ach du wieder." winkt Nouki schmunzelnd ab. "Helfen komm ich nachher auf jedem Fall." Sie macht ein, zwei Schritte in die angegebene Richtung und wendet sich dann nochmal um. "Nouk ist übrigens Leon vorbehalten, aber Nouki passt." Sie lächelt und geht zur Küche.
Sie sieht Jordyn, der Besteck in die Spülmaschine einräumt. Vorsichtig klopft sie an den Türrahmen. "Jordyn? Ich bins, Nouki." Sie macht einen Schritt in den Raum hinein und bleibt stehen. "Hi, ich wollte dich besuchen."
Der Junge richtet sich auf und schwenkt den Kopf in ihre Richtung. "Nouki, hallo." Vorsichtig stellt er das Glas auf der Arbeitsplatte ab und wischt sich die Hände am Handtuch ab, bevor er sich ganz zu ihr dreht. "Was gibt's denn? Ist alles in Ordnung?"
"Das musst du mir sagen, Jordyn." Nouki tritt noch etwas näher. Sie ist in Versuchung zu sagen, ich helfe dir, aber nach dem Fettnäpfchen gestern, fühlt sie sich zu unsicher. "Ich setz mich mal an die Theke, okay?" Nachdem sie auf einem der beiden Hocker Platz genommen hat, versucht sie einen möglichst sinnvollen Satz zu formulieren, aber ihr Kopf funktioniert heute einfach nicht. Die Wörter steigen auf und versinken sofort wieder in Watte. "Ich hab mich gestern blöd benommen dir gegenüber." bringt sie dann doch heraus. "Richtig tramplig..das tut mir leid."
Den leeren Blick zum Boden gerichtet lauscht er ihr und kann sich ein Schmunzeln nicht verkneifen.
"Magst du etwas trinken?", fragt er mit warmer Stimme.
"Ja, gern, Wasser bitte.. das ist das Einzige was ich heute vertrage." Sie steht auf, bereit Gläser oder Flaschen zum Tisch zu tragen.
Jordyn vernimmt das Rascheln ihrer Kleidung. Der Hocker, der einige Zentimeter über den Boden zieht. Er hebt beschwichtigend die Hand in ihre Richtung. "Bleib sitzen, du bist mein Gast." Der Teenager dreht ihr den Rücken zu und ohne den Blick zu heben, holt er zwei Gläser aus dem Hängeschrank, stellt sie auf den Tresen und ebenso zielsicher greift er nach der Flasche Wasser.
Mit flüssigen Bewegungen gießt er ihr vom Wasser ein, füllt das zweite Glas und setzt sich.
"Ich weiß es zu schätzen, dass du deshalb extra herkommst. Aber das wäre wirklich nicht nötig gewesen. Es ist alles in Ordnung."
Aufmerksam beobachtet Nouki seine sicheren Bewegungen, die so ganz anders sind, als gestern im Partykeller. Er kennt die Umgebung, weiß wo alles steht und agiert wie ein Sehender. Das ist faszinierend. Das Gespräch beim Pizza essen mit Artjom über ihre Berufswünsche kommt ihr in den Sinn. Was wohl einem blinden Menschen alles möglich wäre, wenn man es richtig macht? Klettern auch? Sie sieht einen der leichteren Felsen vor sich, an dem sie regelmäßig Speedklettern übt.. was müsste der erste Schritt sein? Sie kommt zu sich. In Ordnung? Nicht wirklich.. "Danke." Nouki dreht ihr Glas nur in der Hand herum, statt zu trinken. "Das ist lieb von dir, aber nein... ist es nicht. Ich war betrunken und hab dich blöd angemacht." Sie schweigt einen Moment und seufzt. "Gestern war das erste Mal dass ich richtig Alkohol getrunken hab, sonst mal ein Bier auf ner Party oder so.. aber der Rum hat so geknallt und ich hab gar nicht gecheckt, dass du das bist, der in uns rein gefallen ist." Sie sieht den Jungen neben sich an, der immer noch entspannt wirkt. "Sowas sollte einfach nicht vor kommen, das ist richtig ..richtig unterste Schiene." Jetzt nimmt sie doch einen kleinen Schluck Wasser. Tut das gut. Sie setzt nochmal an und ext den Rest.
"Nouki, ganz ehrlich,", beginnt Jordyn mit freundlichem, aber ernstem Tonfall, "wenn ich beschließe, bei so einer Sache dabei zu sein, muss ich damit rechnen, dass irgendetwas schief geht. Sehende, die nicht mit Blinden zu tun haben, vergessen schnell, dass wir abhängig sind von einer gewissen Ordnung. Das ist wohl ganz normal, vermute ich. Ich war mir im Klaren darüber, dass ich igendwann über irgendetwas stolpern könnte." Der Teenager neigt den Kopf zur Seite, so dass die Besucherin nun sein Gesicht ansehen kann. "Und auch dass der Eine oder die Andere etwas tiefer in die Gläser schaut." Der Blinde legt eine Hand auf Noukis Schulter und mit ruhigen Worten betont er noch einmal: "Es ist wirklich in Ordnung. Mach dir bitte nicht so viele Gedanken."
Vielleicht liegt es an seiner absolut ruhigen Stimme, dem Gesichtsausdruck, der nur erklärend und keine Spur vorwurfsvoll ist, oder an der Wärme seiner Hand auf ihrer Schulter. Wahrscheinlich die Kombination von allem. Nouki entspannt sich sichtlich und sagt mit einem letzten Seufzer: "Okay, ich versuch's." Sie lächelt verhalten. "Ehrlich gesagt, find ich dass das sehr mutig von dir war, dich in ein Getümmel von so vielen Sims zu stürzen. Ich bewundere dich dafür." Sie mustert ihn. "Weißt du, die Leute sagen immer ich sei mutig, weil ich mich traue im Gebirge zu klettern und solche Sachen eben, aber das ist nichts im Vergleich zu dem was du gestern gemacht hast." Sie dreht wieder an ihrem leeren Glas herum. "Ich kann vorher die ganze Route studieren, überlegen wo ich die Sicherungshaken setze und bin schließlich angeseilt, so dass mir nicht viel passiert, wenn ich stürze." Sie schmunzelt, was man auch in ihrer Stimme hören kann. "Und du stürzt dich einfach so ungesichert und alle Risiken in Kauf nehmend in so ein Abenteuer."
Jordyn nimmt die Hand zurück und greift nach seinem Glas, um einen Schluck zu trinken. In Gedanken fragt er sich, wie weit er sich auf dieses Thema einlassen möchte. Es vergeht kein Tag, an dem er sich nach Abenteuern sehnt - und sei es nur ein alleiniger Spaziergang bei Glatteis.
"Weißt du,", beginnt er zaghaft, als er das Glas wieder abstellt, "auch ich hätte nicht so viel trinken sollen. Aber wenn du mein Leben führst, dann tust du Vieles dafür, um mal nicht von allen Seiten geschützt und behütet zu werden."
Wenn du mein Leben führst Nachdenklich kratzt Nouki an ihrem Glas herum. Der Durst kommt zurück. Vehement. Das Bedürfnis ignorierend sieht sie Jordyn an. "Ja, das versteh ich..du möchtest dich erleben dürfen, oder? So wie alle anderen auch." Nouki erinnert sich an den gestrigen Abend. "Ich hab Jadyn und Tani ein wenig beobachtet wie sie mit dir umgehen, das ist einerseits total schön finde ich und hat mich vor allem bei Jay etwas überrascht. Hab ihn nicht so fürsorglich eingeschätzt, andererseits willst du eben auch eigenständig was erleben und dich selber austesten...so war es jedenfalls bei mir." Sie räuspert sich. Wie trocken kann so ein Hals eigentlich werden? Ist ja schrecklich. "Ich bin Einzelkind und vor allem meine Mutter ist manchmal ziemlich gluckig. Sport war die Schiene, wo sie mir zuerst viel Freiheit ließen, ich glaube deshalb nimmt das so einen großen Raum ein in meinem Leben...da durfte ich mich ausleben ohne kontrolliert zu werden."
"Bitte bediene dich, wenn du noch möchtest." Jordyn schiebt die Flasche näher zu Nouki heran. "Du bist sehr aufmerksam. Das gefällt mir. Ich denke,", überlegt er laut, "jeder gibt sein Bestes. Jay tut immer nur so cool. Aber er ist viel emotionaler, als die meisten wissen. Verrate ihm aber nicht, dass ich dir das gesagt habe.", lacht der Blinde. "Es ist schön zu wissen, dass man anderen nicht egal ist. Aber Fürsorge kann auch anstrengend sein. Wenn deine Mutter dich so sehr behütet, weißt du, was ich meine."
Die Info über Jadyn wird unter interessant abgespeichert, dann nimmt sich Nouki dankbar noch ein Glas Wasser. "Ich kann schweigen," witzelt sie. Nach einem erfrischenden Schluck und ein paar Gedanken dazu was Jordyn gesagt hat, meint sie: "Ja, ich kann ein Stück weit nachvollziehen wie es dir geht, obwohl man unsere Situation nicht wirklich vergleichen kann." Nachdenklich mustert sie ihr Gegenüber. "Es ist sehr viel besser geworden mit der Zeit, als sie gemerkt hat, dass ich ganz gut auf eigenen Beinen stehen kann, umsichtig bin und mich an die Sachen halte, die wir absprechen. Mittlerweile habe ich glaube ich mehr Freiheiten als die meisten Mädchen in unserem Alter." Sie löscht nochmal die Kehle mit dem kühlen Nass und fährt fort. "Was machst du eigentlich in deiner Freizeit? "
"Ich spiele viel Klavier und ich lese.", beginnt er aufzuzählen. "Mit Jay gehe ich ein paar Mal die Woche joggen und versuche mich generell fit zu halten. Viel Zeit nimmt mein Orientierungstraining ein. Und ich modeliere. Das war's auch schon."
"Wow." entfährt es Nouki beeindruckt. "Du bist voll aktiv, das gefällt mir." Sie überlegt kurz. "Gehst du auch manchmal weg? Einfach so..irgendwohin mit Jay zum Beispiel, also in nen Club oder ins KOJ oder...du weißt schon was ich meine, zum Spaß haben eben?"
"In einen Club? Du meinst, trinken, tanzen, abhängen?" Einige Sekunden vergehen, bevor Jordyn weiter spricht. In seinem Gesicht liegt ein seltsamer Ausdruck, irgendwo zwischen Zynismus und Bedauern. "Nein, das ... Nein."
Aufmerksam beobachtet Nouki seine Mimik. Ist das schon wieder ein Fettnäpfchen gewesen? Gerade hatte sie spontan eine Idee, womöglich doch etwas zu gewagt? Beherzt holt sie nochmal aus. "Das ist schade." Sie denkt an Tani und wie sie fast beschützend den Arm um Jordyn gelegt hatte, bei der Begrüßung gestern. Nouki grinst ein bisschen. "Hättest du mal Lust sowas zu machen? Vielleicht mit zwei unternehmungslustigen Mädels..heißen Tani und Nouki? Natürlich auch gern Jadyn dabei oder sonst jemand deiner Wahl."
"Das wäre wirklich cool." Ein zartes Lächeln umspielt Jordyns Mundwinkel. Wenn Liza erfährt, dass er abends in einen Club gehen will, wird sie ihren Monolog starten und ihm erklären, dass er sich nur verlaufen wird und sich nicht auf MitSims verlassen kann. Dass er anders ist, als andere und sich dementsprechend zu verhalten hat.
"Meine Mom dürfte nichts davon wissen.", fügt er nachdenklich hinzu. "Ich weiß nicht, was ich ihr sagen sollte, wo ich bin."
"Hm, also..das ist knifflig. Lügen find ich nicht gut." Angestrengt überlegend runzelt Nouki die Stirn. "Kennt deine Mutter Tani gut? Würde sie das beruhigen, wenn du sagts du unternimmst was mit ihr und...wir entscheiden dann quasi 'spontan' dass wir im Anschluss noch weg gehen?" Ganz ihr Ding ist das ja nicht, so zu denken, aber wenn Jordyn nirgends hin darf.. "Oder würde dein Vater dir eher die Erlaubnis geben und könnte deine Mutter umstimmen?"
"Mein Dad, ja. Der ist wesentlich entspannter." Dass er daran nicht gedacht hat. "Ich werde mit ihm reden."
"Schön, ich fänd's super wenn das klappt. Kannst dir ja mit Tani was überlegen, wo ihr hin wollt." Nouki rutscht von ihrem Hocker und legt Jordyn ihre Hand auf den Unterarm. "Ich geh dann mal runter und helf Jadyn noch beim Aufräumen." Sie rückt den Stuhl wieder an die Theke und nimmt ihr leeres Glas in die Hand. "Und danke dass du mich vor dem Tod durch verdursten gerettet hast, jetzt weiß ich was Chip immer mit 'Brand' meint. Du warst heute meine Feuerwehr." stellt sie lachend fest. "Ich hör's dann von Tani, wenn ihr euch entschieden habt, okay?"
Als Nouki den Partykeller betritt, werkelt Jadyn irgendwo hinter der Bar herum. Die Atmosphäre ist seltsam nüchtern hier drin, ohne all die Gäste, das Stimmengewirr, die laute Musik. Schnell durchquert sie den Raum. "Da bin ich, Jadyn. Was kann ich tun?" fragt sie, da er schon den Großteil erledigt hat, wie ihr scheint. Der Fußboden ist allerdings noch...puh!
Der Brunette streckt den Kopf hinter der Theke hervor. "Oh, hey. Am besten einfach Streichholz anzünden und auf den Boden werfen. Dann bin ich den Ärger los.", grinst er gewohnt breit.
"Dann erst mal her mit dem Benzin." gibt Nouki lachend zurück. "Nein, ernsthaft, wo sind Eimer und Mob? Ich leg mal mit wischen los, oder hast noch was dringendes? Wir haben ja ganz schön gewütet gestern.." sagt sie mit Blick auf den vor Dreck und klebrigen Substanzen strotzenden Boden.
"Wo gehobelt wird und so.", zwinkert Jadyn ihr lässig zu. "Die Tür da rechts neben der Treppe." Mit einer Kopfbewegung deutet er in die Richtung. "Da ist alles für die glückliche Hausfrau drin."
"Na, ich hoff mal dass ich soweit NIE sinken werde." gibt Nouki grinsend zurück. Kurz darauf steht Nouki mit den Utensilien wieder da und beginnt zu wischen. Gar nicht so einfach..was klebt da bloß so hartnäckig? Der Lappen fährt wieder und wieder hin und her, bis sie sich mit einem zufriedenen Lächeln aufrichtet. So! Alles auswaschen und weiter. "Habt ihr gestern noch lange gemacht?" fragt sie dann interessiert. Wann Artjom und sie sich..verkrümelt haben, ist zeitlich ziemlich nebulös. Schwungvoll klatscht sie den Wischlappen in den Eimer und schwenkt ihn durch.
"Chuck ist erst vor paar Stunden weg." Jadyn wischt mit einem Lappen den Tresen ein letztes Mal ab und schwingt sich sportlich über die niedrige Wand, hinter der das Bad liegt. "Ellie ist mit Bea und Vero kurz nach euch abgehauen. Und Tani..." Er zuckt mit den Schultern. "Kein Plan, wann die gegangen ist." Er verschwindet im Bad und kommt einen Moment später mit einem vollen Müllsack heraus, stellt ihn an die Ecke und beobachtet Nouki beim Wischen. "Echt nett, dass du hilfst. Musst aber nicht, das weißt du schon oder?"
"Klar." Nouki sieht auf und muss ein wenig lachen. "Ich musste aber auch nix versauen und hab's trotzdem gemacht. Ich helf gerne." Dann montiert sie umständlich das Vlies wieder auf den Mop und macht weiter. "So, dann ist Ellie also gar nicht soo ewig geblieben. Dachte eigentlich dein umwerfender Charme hätte sie länger in den Bann gezogen." Sie lacht schelmisch in seine Richtung. "War richtig niedlich euch zusammen zu sehen."
Jadyn lacht mit einer Prise Verlegenheit. "Ja, das dachte ich auch. Aber wo Charlie sich herumtreibt, hat die Romantik keine Chance."
"Hm." Nouki wischt kurz schweigend weiter. Er hat Romantik gesagt. Sie denkt an Geschichten, die sie schon gehört hat über Jadyn. "Hauptsache DU gibst der Romantik noch ne Chance." sagt sie dann lächelnd. "Würd mich freuen für euch beide."
"Na hör mal,", grinst er breit, "Romantik und ich, wir sind so." Er kreuzt die keinen Finger ineinander.
Amüsiert die Augenbrauen hebend, schmunzelt Nouki und lehnt den Wischer kurz in den Eimer. "Oder Schlingel und du sind so." Sie ahmt die Geste nach. "Ellie ist ein tolles Mädchen und ne gute Freundin, ich wünsch ihr nur das Beste." Damit nimmt sie den Mop wieder auf und arbeitet weiter.
Jadyn schaut das Mädchen schief an. Schlingel? Er schüttelt die Verwirrung ab und geht ins Bad, um die Armaturen zu putzen. Warum zum Teufel hat jemand hier mit Klopapier so herumgesaut?! Kleinkinder waren doch gar nicht eingeladen...
'Ellie ist ein tolles Mädchen,', hallt es in seinem Kopf nach, 'ich wünsche ihr nur das Beste.'
Da hat Ellie ja Glück gehabt, dass er das Beste sozusagen repräsentiert. Er wird mit dem schüchternen Mädchen vorsichtig umgehen müssen, damit sie sich nicht zurück zieht. Aber das schafft er schon.
(In Zusammenarbeit mit @simscat2 )