Forum Discussion
2 years ago
Ort: Willow Creek , Familie Komarow
Charaktere: Artjom, Anastasia, Nouki
Geschichtsstrang: It's Cookietime
Artjom hat Stöpsel im Ohr und hört zu laut die EP von Deffekt während er in einem Comic blättert. Nouki meinte sie kommt vorbei, wollte aber nicht dass er sie abholt, sondern anders herum. Warum auch immer. Die Tür ist einen Spalt offen und er bemerkt nicht wie Dino schnüffelnd durch die Tür kommt, als folge er einer unwiderstehlichen Fährte. Er landet schließlich im Wäschehaufen neben dem Korb, vergräbt sich darin und erst als er anfängt zu niesen und grunzen, senkt Artjom das Heft. "Das darf doch nich.."
Er zieht sich die Kopfhörer aus den Ohren und steht schlagartig auf. "Dino verpiss dich!" Der Hund schaut ihn an. Artjom sieht ihn an und wenige Sekunden später wälzt er sich einfach weiter. Artjom stampft auf den Boden und zeigt zur Tür. "Raus!"
Dino erschreckt sich. Von den beiden Kötern ist er der ängstliche, purzelt aus dem Berg, rennt wie aus der Pistole geschossen aus dem Zimmer, tappst die Treppe hinab und fiept und winselt so laut, dass Artjom es oben noch hören kann. Ach scheisse... Der Junge geht zur Tür, schließt sie bis auf einen Millimeter und lässt sich aufs Bett zurück fallen.
Das Gespräch mit seiner Mutter seit der Ohrfeige hat noch nicht stattgefunden, obwohl sein Vater zu ihm gekommen war und es angekündigt hat. Sie ignoriert ihn seit dem und wenn er Glück hat auch jetzt gleich, wenn sie den armen, erschreckten Hund trösten muss. Sie zögert das Gespräch hinaus, das weiss er. Es macht ihr wahrscheinlich Spass absichtlich nicht für ihn zu kochen und absichtlich die Wäsche nicht zu machen. Er hat dennoch eingewilligt, das Gespräch zu führen wenn es denn sein muss. Wenn sein Vater dabei ist, hat er vielleicht eine Chance. Er wünschte es wäre ihm egal, wenn sie sich einschließt um fast drauf zu gehen. Er wünschte es wäre ihm egal, das sie ihn mit Schweigen straft. Aber er kann nichts dagegen tun. Sie ist seine Mom und ja, sie hat viel für ihn getan. Getröstet, gestärkt, dafür gesorgt dass er nicht still steht, aber... Nouki hat Recht. Das gibt seiner Mutter nicht das Recht ihm eine zu klatschen. Nouki... er schaut auf die Uhr. Wann kommt sie?
Etwas früher in Windenburg Nr.6, Familie Jaspers
„Was ist jetzt nochmal alles drin in den Keksen?“ Nouki hockt vor dem Ofen und beobachtet, wie die kleinen Kugeln und Knochen immer knuspriger aussehen.
"Quark, Milch, Sonnenblumenöl , Eigelb und was noch?" - "Hundeflocken." Emily schmunzelt. "Und alles in Bioqualität." - "Ah, ja klar." Nouki erhebt sich und lacht. "Bin ich doof. Schließlich backen wir Kekse für Hunde." Sie lässt sich auf einen Küchenstuhl fallen und schabt ungeduldig mit den Füßen. "Wie lange denn noch?" - "5 Minuten." Jetzt muss ihre Mutter auch lachen. "Ist ja wie früher , wenn es Pfannkuchen gab."
Nouki schmunzelt und nickt. "Was heißt früher? Ich sag bloß nix mehr, aber in meinem Kopf ist genau das." Sie geht zum Esstisch, nimmt vier Zellophantüten aus einer größeren Packung und schneidet farbiges Geschenkband zurecht. Weiß, mit roten Herzen drauf. Dann nimmt sie einen schwarzen Edding und schreibt 'Cookie' und 'Dino' auf jeweils zwei der Tüten, die sie abschließend mit kleinen Pfotenabdrücken verziert. In der Zwischenzeit hat ihre Mutter die Kekse aus dem Ofen geholt und auf einem Rost zum abkühlen ausgebreitet.
Emily setzt sich zu ihr an den Tisch und schaut Nouki beim malen zu. "Du machst dir sehr viel Mühe." Sie schauen sich einen Moment an, dann lächelt Nouki. "Ja, es macht mir Freude." Emily nickt. "Artjom bedeutet dir viel, hm?" Nouki blickt wieder auf. Ihr Herzschlag beschleunigt sich. "Ja..ich mag ihn sehr. Er ist so ganz anders als alle anderen, die ich kenne und ich find's megaspannend mit uns."
Sie sieht wieder auf die Tüten, dann zu den Keksen und zurück zu ihrer Mutter. "Er sagt, seine Mutter ist eine schwierige Persönlichkeit..“Bitch, um genau zu sein ..und ich will ihr eine Freude machen, wo sie doch beide die Hunde so lieben." - "Ein schöner Gedanke mein Schatz." Emily steht auf und legt prüfend eine Hand auf die Kekse.
"In ein paar Minuten kannst du sie verpacken, ich geh mal Papierkram für Papa erledigen. Grüß Artjom lieb von mir." Als sie schon fast aus der Tür ist, guckt sie nochmal in die Küche und sagt schmunzelnd. "Wir mögen ihn übrigens auch."
später in Willow Creek...
"Schatz, was hat dich denn so aufgeregt." Anastasia hat den hechelnden Dino auf dem Arm und liebkost ihn hingebungsvoll. Ihr Blick schweift misstrauisch zur Treppe, die nach oben führt und damit zu ihrem Sohn. Gerade schlägt sie die Richtung ein, als die Türglocke ertönt. Ärgerlich runzelt sie die Stirn. Wer kommt denn jetzt? Sie hat niemanden eingeladen und sicher keinen Nerv für irgendeinen Vertreterfutzi. Der kann sich seine Staubsaugerbeutel sonst wohin schieben. Cookie kommt kläffend angestürmt und sogar Dino vergisst zu fiepen für einen Moment.
Es klingelt und Artjom springt auf. Ist das Nouki? Ist sie verrückt geworden? Schnell läuft er die Treppe runter. Er dachte sie würde ihm eine Nachricht schicken und er kommt dann raus. Aber doch nicht klingeln! Als er unten ankommt und um das Geländer schwingt, sieht er schon was er befürchtet hat. Seine Mutter öffnet die Tür...
Nervös auf die Türe schauend hört Nouki Hundegebell und sich nähernde, klappernde Absätze. Kurz darauf geht die Tür auf und sie blickt in streng blickende braune Augen, deren Ausdruck von ablehnend zu irritiert fragend wechseln.
„Guten Tag Fr. Komarow, mein Name ist..“ Weiter kommt sie nicht, weil Cookie zwischen den Beinen von Artjoms Mutter durchsaust und einen japsenden Freudentanz um Noukis Beine aufführt. Dino kommt ebenfalls in die Gänge und zappelt in Anastasias Griff, bis sie ihn absetzen muss und er sich schnurstracks Nouki vor die Beine wirft, um sich von ihr den Bauch kraulen zu lassen.
Anastasias Augenbrauen wandern erstaunt, mit einer Spur Missbilligung nach oben.
Nouki bleibt kurz in der Hocke und streichelt lachend die beiden Vierbeiner. „Cookie, nicht, das kitzelt…ja, Dino, das gefällt dir, was?“
Sie kennt die Namen der Hunde und ihre Lieblinge kennen sie??
Anastasias Weltgefüge wird gerade leicht erschüttert, als ein Geräusch hinter ihr, sie herum fahren lässt. Fragend legt sie den Kopf etwas schief und weist mit dem Kinn in Richtung Nouki, während sie Artjom streng an sieht.
Artjom wird langsamer, die Schritte grösser. Er sieht das Problem und weiss nicht wie er es lösen kann. Der Blick seiner Mom sagt alles was er wissen muss. Er schiebt sich vorsichtig an ihr vorbei zum Gast. „Mom,“ beginnt er mit einem Hauch Verlegenheit in der Stimme, „das ist Nouki. Wir gehen zusammen zur Schule.“
Seine Ausstrahlung jetzt, hat gewaltig von seinem Selbstbewusstsein eingebüßt.
Artjoms Stimme lässt Nouki aufsehen. Sie strahlt ihn an, blickt dann zu der schlanken Frau, die immer noch etwas verwirrt aussieht und richtet sich auf. „Entschuldigung, den beiden kann ich einfach nicht widerstehen.“ Sie geht auf Anastasia zu und reicht ihr die Hand. „Ich bin Anouk, oder Nouki, ja und die Hunde kenn ich von Artjoms Morgenrunden.“ Stacy erwidert den Gruß ohne nennenswerten Händedruck und zieht die Mundwinkel zu einem Lächeln nach oben. interessant„Komm doch rein, Anouk.“ Sie weist mit einer einladenden Geste ins Haus.“Setzt euch, ich hol uns was zu trinken.“ Sie wirft Artjom einen Blick zu und geht in die Küche.
Dieser schaut ihr kurz nach, dann reibt er sich mit einer Hand Stirn und Augen in einer nicht zu verkennbaren Geste der Entnervtheit. Kurz bleibt er so, dann nimmt er schlagartig die Hand runter. Sie hat es nicht wissen können, beruhigt er sich gedanklich. Jetzt müssen sie da durch... Er lächelt Nouki an, legt einen Arm um sie und küsst zur Begrüßung ihre Stirn. "Hi.." Er nickt zum Haus, damit sie vor geht und folgt mit einem lautlosen Seufzer. Na dann mal los...
Er tritt an ihr vorbei und zieht ihr einen Stuhl zurück. Bevor er sich neben sie hinsetzt, flüstert er ihr verstohlen ein, "Denk dran was ich dir über sie gesagt hab..." zu.
Nouki nickt zwar, kann aber im Moment gar nicht nachvollziehen, was an seiner Mutter so verkehrt sein soll. Das Einzige was sie nicht schön fand bisher, war diese schlaffe Hand, die sie ihr gereicht hat. Der erste Reflex in diesen Situationen ist bei Nouki immer, die eigene Hand weg zu ziehen, weil sich das so „tot“ anfühlt, aber sie hat gelernt das zu kontrollieren. „Sie war doch nett zu mir, was hast du denn?“
Artjom ist sich nicht sicher ob sie versteht. Ihre Naivität ist fast ein wenig niedlich, wenn die Sache nicht so ernst wäre. Gleichzeitig verunsichert seine Mutter ihn jedes Mal wenn sie ihre Freundlichkeit herauskramt. Seit Jahren.
Irgendwann vor Tartosa, hatte er mal eine Freundin mitgebracht. Da lief nichts. Sie waren einfach nur zusammen unterwegs. Sie war klug, hatte die selben Interessen, las Comics.... Aber sie war auch ehrlich und direkt. Die Kekse die seine Mutter ihnen gebracht hatte, schmeckten seltsam. Artjom weiß nicht mehr was daran nicht stimmte aber seine Schulfreundin hat seiner Mom die Meinung dazu gesagt, als diese danach fragte. Er hat ihr zugestimmt. Es war eine neutrale Meinung, freundlich vorgetragen und sie hat sich trotzdem für die Kekse bedankt.
Rückblickend glaubt Artjom es lag daran, dass er ihre Meinung zu den verhunzten Keksen geteilt hat. Er war dann kurz auf der Toilette und ließ sie allein mit seiner Mom. Nach diesem Treffen, wollte seine Freundin nichts mehr mit ihm zu tun haben und er weiß bis heute nicht warum. Seine Mutter hat ihm nie geantwortet, außer dass sie fand das Mädchen wäre sowieso kein guter Umgang. Bei dem Gedanken daran verengen sich Artjoms Augen etwas. Wenn er nicht aufpasst, dann… . Er schafft es grade noch, zu flüstern, "Glaub ihr kein Wort..." um Nouki daran zu erinnern, was er beim ersten Date gemeint hat, und lehnt sich von ihr weg, damit Anastasia nichts merkt.
"Ist gut." Nouki vertraut ihm. Er kennt seine Mutter schließlich besser als sie. Also wachsam bleiben, aber sie hat ja noch eine Überraschung in petto.
Während Anastasia eine Flasche Orangensaft, Mineralwasser und Gläser herrichtet, rotieren ihre Gedanken. Sie gehen miteinander zur Schule… Artjom hat sich mit ihr bei den Morgenrunden getroffen.. deshalb hat er nie gemeckert..ist sie das Gesicht zu dem Dinosaurierkondom?
Sie hält in der Bewegung inne, mustert den O-Saft und stellt ihn zurück in den Kühlschrank. Wasser reicht.
Ihre Hand verharrt am Schrankgriff. Andererseits...Artjom scheint sie sehr zu mögen, das könnte von Vorteil sein. Sie öffnet die Türe wieder, bepackt ein Tablett mit Saft, Wasser und Knabbergebäck und geht zurück ins Wohnzimmer.
Cookie und Dino flankieren den Stuhl von Anouk, was ihr einen kleinen Stich versetzt. Normalerweise hält die Hunde nichts, wenn Frauchen sich in die Küche bewegt. Zu viele Verlockungen warten dort. Sie schenkt allen ein, platziert den Rest in der Tischmitte und setzt sich dann gegenüber von dem Mädchen auf einen Stuhl. Sie lächelt erst ihr, dann ihrem Sohn zu und will gerade eine Frage stellen, als Nouki das Wort ergreift, nachdem sie etwas aus ihrem Rucksack gekramt hat.
"Fr. Komarow, ich hab etwas für Cookie und Dino mit gebracht. Selbstgebackene Hundekekse mit kontrolliert biologischen Zutaten." Sie lächelt Mutter und Sohn an. "Ich weiß ja wie sehr Artjom und Sie an den Tieren hängen, daher dachte ich, vielleicht freuen sich alle daran." sie legt die beiden hübsch verzierten Beutel zwischen Artjom und sich auf den Tisch.
Komarowa. Korrigiert Artjom in Gedanken zum zweiten Mal und er weiss, dass seine Mutter das auch tut. Er ist sich nur nicht sicher was es bedeutet, dass sie es noch nicht berichtigt hat. Vielleicht nimmt sie 's nicht mehr so eng? Sie müsste sich langsam aber sicher daran gewöhnt haben.
Er blickt zu den Keksen in den Tüten. Sie hat ein Geschenk mitgebracht. Für die Hunde.... Tolle Idee..... Artjom gibt sich Mühe nicht mit den Augen zu rollen und setzt ein kleines Lächeln auf,aber seine Augen schauen zweifelnd zu seiner Mutter. Blamier mich jetzt nicht. Sie hats gut gemeint. Denkt er.
"Selbstgebacken?" fragt er daher überrascht, "Das ist... total nett, nich wahr... Mom...." Er sieht sie eindringlich an.
Anastasia legt nicht nur ein warmes Lächeln auf die Lippen, sondern auch Glanz in ihre Augen. "Eine ganz bezaubernde Idee, Anouk." Sie nimmt einen der Beutel und betrachtet die Kugeln, die Zeichnungen, das Band. "Das war sicher viel Arbeit."
Nouki winkt ab. "Nein, ich hab sie zusammen mit meiner Mutter gemacht, und wir hatten viel Spaß dabei."
In Anastasias Kopf formt sich ein Bild von Mutter und Tochter, die sich gut verstehen und einfach eine schöne Zeit zusammen haben, während sie die Kekse zubereiten. Ihr Blick streift Artjom und geht wieder zu seiner..Freundin?
"Das klingt schön, sowas wünscht man sich doch als Mutter." Bedauernd hebt sie die Schultern. "Leider kann ich ihnen jetzt im Moment keine zum probieren geben, weil sie gerade gefressen haben." Sie sieht ebenso eindringlich zu Artjom, wie er vorhin zu ihr. "Aber das wird auf jeden Fall heute noch nachgeholt. Vielen Dank, ich freu mich sehr darüber."
Anastasia legt mit Sorgfalt die Tüten auf den Tisch, lässt noch einen Augenblick die Hand darauf, faltet dann beide vor sich und schaut Nouki aufmerksam an.
"Ihr geht also in dieselbe Klasse und teilt die Liebe zu Tieren? Das ist schön." Sie lächelt freundlich. "Sowas verbindet. Nicht wahr, Artjom?" Das ist seit Tagen das erste Mal, dass sie das Wort an ihn richtet.
"Ist das denn was..Ernstes mit euch beiden? Ich frag einfach frei heraus, weil mein Sohn wohl vergessen hat, mir von seine reizenden Freundin zu erzählen." Sie lacht leise. "Um so schöner, dass du jetzt hier mit uns am Tisch sitzt." Sie greift sich ein paar Erdnüsse, deutet einladend darauf und zerbeisst sie knuspernd, während ihre Augen zwischen dem Mädchen und Artjom hin und her wandern.
Artjom kann gar nicht in Worte fassen wie sehr seine Mutter ihn grade irritiert. Er sucht verzweifelt nach dem 'Fehler'. Irgendein Zeichen was ihm bestätigt wovor er sich fürchtet. Aber ausser dass sie seine Blicke zurückspielt als wäre er der Idiot, der sich zu viele Gedanken macht, und ihn an sich selbst zweifeln lässt, gibt es nichts.
Mit Blicken kommunizieren hat Anastasia doppelt so gut drauf wie er und deshalb ist er auch so ein offenes Buch für sie. Er hält ihrem Blick trotzdem stand, und sagt, Noukis Hand nehmend, "Ziemlich ernst würd ich sagen..." War das ein Fehler? Er weiss es nicht! Das Gefühl breitet sich panikartig aus. Anastasia ist sowas wie der Bossgegner 'Psycho Mantis' aus seinem Metal Sim Solid Comic. Weiss jeden Schritt des Helden im Voraus. Also macht er es wie Snake und lässt sich nichts davon anmerken. Stattdessen lächelt er Nouki verliebt an als sie auf seine Berührung reagiert und blickt dann wieder gefasst zu seiner Mutter.
Leicht enttäuscht, dass sie wohl nicht live dabei sein wird, wie Cookie und Dino die Kekse fressen, bessert sich Noukis Laune schlagartig wieder, als Artjom so frei vor seiner Mutter spricht. Sie lächelt ihn zärtlich zu und erwidert seinen Händedruck. Mittlerweile fühlt sie sich entspannt genug, um selbst auch etwas dazu zu sagen. "Ja, ihr Sohn ist ein ganz besonderer Mensch Fr. Komarow, ich mag ihn sehr gern." Sie lächelt verschmitzt.
Und ob er das ist Anastasias Blick ruht wohlwollend auf den beiden. Das verspricht interessante Möglichkeiten für die Zukunft. "Schön." Sie klopft einmal mit der flachen Hand auf die Tischplatte und setzt ihr Sonntagslächeln auf. "Ich nehme mal an, dein Besuch galt nicht nur den beiden Süßen da und mir, sondern vor allem meinem Sohn
Mit unverändert freundlicher Miene schaut sie zu Artjom.
"Sicher hattet ihr was Schönes vor? Dann wird's Zeit dafür, bevor die Sonne weg ist." Sie lacht wieder leise. Artjom hat diesen Satz schon als Kind gehasst, wenn sie ihn nach draußen zum spielen geschickt hat, während er lieber weiter in seinen Büchern geschmökert hätte.
"Ich wünsche euch viel Spaß und dir nochmal vielen lieben Dank für die Hundeleckereien, Anouk. Komm uns bald mal wieder besuchen." Anastasia erhebt sich und tritt neben Artjoms Stuhl. "Ich hoffe beim nächsten Besuch lernst du meinen Mann kennen, er ist heute leider außer Haus." Sie schnipst den Hunden, winkt nochmal kurz und geht die Treppe nach oben. Ein zufriedenes Lächeln umspielt ihre Mundwinkel.
Artjom sitzt da und sieht ihr nach. Sind sie in einem Paralleluniversum gelandet? Irgendwie freut es ihn und er steht hektisch auf. "Jetz aber raus hier." meint er als warte er schon die ganze Zeit darauf, klingt dabei aber scherzend. Er wirft sich die Jacke über und schlüpft in die Schuhe. Bevor er die Tür öffnet, dreht er sich zu Nouki und lächelt, "Nächstes Mal schreib mir... bitte!"
Später...
Artjom öffnet die Haustür und kommt allein zurück. Er legt die Jacke ab und zieht die Schuhe aus. Er kann in die Küche blicken und riecht das Abendessen was in Arbeit ist. Neugierig kommt er näher. Wenn sie heute so gute Laune hat, dann... "Bekomm ich heute auch was...?" fragt er grade heraus.
Anastasia schaut über die Schulter zu ihm. "Es reicht jedenfalls für drei." sagt sie in neutralem Tonfall. "War's schön mit Nouki?"
Das ist wie wenn ein Deutscher das beste Steak seines Lebens isst und sagt: 'Kann man nicht meckern.' Also hegt Artjom Hoffnung. "Mh ja." meint er und lehnt sich mit der Schulter gegen die Wand, während er ihr zuschaut. "Sorry ich wusste nicht dass sie kommt." lügt er um sich damit hoffentlich noch etwas mehr in die Gunst seiner Mutter zu stellen.
"Wie? Du wusstest das nicht? Ich dachte ihr hattet was vor? War da nicht die Rede?" Stirn runzelnd dreht sich Anastasia kurz um.
Kurz zweifelt er und denkt darüber nach was heute alles gesagt wurde. "Ne?" Seine Augen zucken kurz von einer Seite zur anderen. "Sie wollte dir die Kekse bringen."
"Tatsächlich?" Sie nickt anerkennend. "Das war wirklich lieb von ihr, ja." Ihr Blick ruht nachdenklich auf den beiden Tüten, die neben dem Herd auf der Küchentheke liegen. Mit einer bedauernden Kopfbewegung ergreift sie die Päckchen, geht zum Mülleimer und lässt sie hinein fallen. "Nur leider werden Cookie und Dino sie nie zu fressen bekommen."
Artjom richtet sich schlagartig gerade auf und starrt sie verwirrt an. "Wieso das denn?!"
Anastasia schaut ihn an und hebt leicht die Brauen. "Weil ich nicht genau weiß was da drin ist. Du weißt wie empfindlich die Kleinen reagieren auf ungewohnte Nahrung, vor allem Dino." Bedauernd zuckt sie mit den Schultern. "Ich kann's nicht ändern." Damit dreht sie sich wieder zum Herd. "In 10 Minuten gibt's Essen. Wasch dir die Hände."
Artjom fehlen die Worte. Was war das? Wieder schlägt seine Mutter alles. Sie ist so unvorhersehbar wie das Wetter im April. Er revidiert nochmal: Die letzten Tage, die Ohrfeige, wie er sich bei Nouki über sie ausgelassen hat, wie er ihr sagte, sie sei eine Teufelin und wie sie sich jetzt von ihrer allerbesten Seite zeigte als hätte sie gewusst was er Nouki berichtet hat, nur um ihm eins reinzuwürgen. Langsam aber sicher wirds echt peinlich für ihn. Er steht da wie ein Verrückter. Es ist besser wenn er sich hiervon distanziert. Ohne etwas zu sagen geht er ins Bad und wäscht sich die Hände. Nouki wird er die Enttäuschung über die Kekse im Müll nicht zumuten.
(in Zusammenarbeit mit @Ripzha)
Charaktere: Artjom, Anastasia, Nouki
Geschichtsstrang: It's Cookietime
Artjom hat Stöpsel im Ohr und hört zu laut die EP von Deffekt während er in einem Comic blättert. Nouki meinte sie kommt vorbei, wollte aber nicht dass er sie abholt, sondern anders herum. Warum auch immer. Die Tür ist einen Spalt offen und er bemerkt nicht wie Dino schnüffelnd durch die Tür kommt, als folge er einer unwiderstehlichen Fährte. Er landet schließlich im Wäschehaufen neben dem Korb, vergräbt sich darin und erst als er anfängt zu niesen und grunzen, senkt Artjom das Heft. "Das darf doch nich.."
Er zieht sich die Kopfhörer aus den Ohren und steht schlagartig auf. "Dino verpiss dich!" Der Hund schaut ihn an. Artjom sieht ihn an und wenige Sekunden später wälzt er sich einfach weiter. Artjom stampft auf den Boden und zeigt zur Tür. "Raus!"
Dino erschreckt sich. Von den beiden Kötern ist er der ängstliche, purzelt aus dem Berg, rennt wie aus der Pistole geschossen aus dem Zimmer, tappst die Treppe hinab und fiept und winselt so laut, dass Artjom es oben noch hören kann. Ach scheisse... Der Junge geht zur Tür, schließt sie bis auf einen Millimeter und lässt sich aufs Bett zurück fallen.
Das Gespräch mit seiner Mutter seit der Ohrfeige hat noch nicht stattgefunden, obwohl sein Vater zu ihm gekommen war und es angekündigt hat. Sie ignoriert ihn seit dem und wenn er Glück hat auch jetzt gleich, wenn sie den armen, erschreckten Hund trösten muss. Sie zögert das Gespräch hinaus, das weiss er. Es macht ihr wahrscheinlich Spass absichtlich nicht für ihn zu kochen und absichtlich die Wäsche nicht zu machen. Er hat dennoch eingewilligt, das Gespräch zu führen wenn es denn sein muss. Wenn sein Vater dabei ist, hat er vielleicht eine Chance. Er wünschte es wäre ihm egal, wenn sie sich einschließt um fast drauf zu gehen. Er wünschte es wäre ihm egal, das sie ihn mit Schweigen straft. Aber er kann nichts dagegen tun. Sie ist seine Mom und ja, sie hat viel für ihn getan. Getröstet, gestärkt, dafür gesorgt dass er nicht still steht, aber... Nouki hat Recht. Das gibt seiner Mutter nicht das Recht ihm eine zu klatschen. Nouki... er schaut auf die Uhr. Wann kommt sie?
Etwas früher in Windenburg Nr.6, Familie Jaspers
„Was ist jetzt nochmal alles drin in den Keksen?“ Nouki hockt vor dem Ofen und beobachtet, wie die kleinen Kugeln und Knochen immer knuspriger aussehen.
"Quark, Milch, Sonnenblumenöl , Eigelb und was noch?" - "Hundeflocken." Emily schmunzelt. "Und alles in Bioqualität." - "Ah, ja klar." Nouki erhebt sich und lacht. "Bin ich doof. Schließlich backen wir Kekse für Hunde." Sie lässt sich auf einen Küchenstuhl fallen und schabt ungeduldig mit den Füßen. "Wie lange denn noch?" - "5 Minuten." Jetzt muss ihre Mutter auch lachen. "Ist ja wie früher , wenn es Pfannkuchen gab."
Nouki schmunzelt und nickt. "Was heißt früher? Ich sag bloß nix mehr, aber in meinem Kopf ist genau das." Sie geht zum Esstisch, nimmt vier Zellophantüten aus einer größeren Packung und schneidet farbiges Geschenkband zurecht. Weiß, mit roten Herzen drauf. Dann nimmt sie einen schwarzen Edding und schreibt 'Cookie' und 'Dino' auf jeweils zwei der Tüten, die sie abschließend mit kleinen Pfotenabdrücken verziert. In der Zwischenzeit hat ihre Mutter die Kekse aus dem Ofen geholt und auf einem Rost zum abkühlen ausgebreitet.
Emily setzt sich zu ihr an den Tisch und schaut Nouki beim malen zu. "Du machst dir sehr viel Mühe." Sie schauen sich einen Moment an, dann lächelt Nouki. "Ja, es macht mir Freude." Emily nickt. "Artjom bedeutet dir viel, hm?" Nouki blickt wieder auf. Ihr Herzschlag beschleunigt sich. "Ja..ich mag ihn sehr. Er ist so ganz anders als alle anderen, die ich kenne und ich find's megaspannend mit uns."
Sie sieht wieder auf die Tüten, dann zu den Keksen und zurück zu ihrer Mutter. "Er sagt, seine Mutter ist eine schwierige Persönlichkeit..“Bitch, um genau zu sein ..und ich will ihr eine Freude machen, wo sie doch beide die Hunde so lieben." - "Ein schöner Gedanke mein Schatz." Emily steht auf und legt prüfend eine Hand auf die Kekse.
"In ein paar Minuten kannst du sie verpacken, ich geh mal Papierkram für Papa erledigen. Grüß Artjom lieb von mir." Als sie schon fast aus der Tür ist, guckt sie nochmal in die Küche und sagt schmunzelnd. "Wir mögen ihn übrigens auch."
später in Willow Creek...
"Schatz, was hat dich denn so aufgeregt." Anastasia hat den hechelnden Dino auf dem Arm und liebkost ihn hingebungsvoll. Ihr Blick schweift misstrauisch zur Treppe, die nach oben führt und damit zu ihrem Sohn. Gerade schlägt sie die Richtung ein, als die Türglocke ertönt. Ärgerlich runzelt sie die Stirn. Wer kommt denn jetzt? Sie hat niemanden eingeladen und sicher keinen Nerv für irgendeinen Vertreterfutzi. Der kann sich seine Staubsaugerbeutel sonst wohin schieben. Cookie kommt kläffend angestürmt und sogar Dino vergisst zu fiepen für einen Moment.
Es klingelt und Artjom springt auf. Ist das Nouki? Ist sie verrückt geworden? Schnell läuft er die Treppe runter. Er dachte sie würde ihm eine Nachricht schicken und er kommt dann raus. Aber doch nicht klingeln! Als er unten ankommt und um das Geländer schwingt, sieht er schon was er befürchtet hat. Seine Mutter öffnet die Tür...
Nervös auf die Türe schauend hört Nouki Hundegebell und sich nähernde, klappernde Absätze. Kurz darauf geht die Tür auf und sie blickt in streng blickende braune Augen, deren Ausdruck von ablehnend zu irritiert fragend wechseln.
„Guten Tag Fr. Komarow, mein Name ist..“ Weiter kommt sie nicht, weil Cookie zwischen den Beinen von Artjoms Mutter durchsaust und einen japsenden Freudentanz um Noukis Beine aufführt. Dino kommt ebenfalls in die Gänge und zappelt in Anastasias Griff, bis sie ihn absetzen muss und er sich schnurstracks Nouki vor die Beine wirft, um sich von ihr den Bauch kraulen zu lassen.
Anastasias Augenbrauen wandern erstaunt, mit einer Spur Missbilligung nach oben.
Nouki bleibt kurz in der Hocke und streichelt lachend die beiden Vierbeiner. „Cookie, nicht, das kitzelt…ja, Dino, das gefällt dir, was?“
Sie kennt die Namen der Hunde und ihre Lieblinge kennen sie??
Anastasias Weltgefüge wird gerade leicht erschüttert, als ein Geräusch hinter ihr, sie herum fahren lässt. Fragend legt sie den Kopf etwas schief und weist mit dem Kinn in Richtung Nouki, während sie Artjom streng an sieht.
Artjom wird langsamer, die Schritte grösser. Er sieht das Problem und weiss nicht wie er es lösen kann. Der Blick seiner Mom sagt alles was er wissen muss. Er schiebt sich vorsichtig an ihr vorbei zum Gast. „Mom,“ beginnt er mit einem Hauch Verlegenheit in der Stimme, „das ist Nouki. Wir gehen zusammen zur Schule.“
Seine Ausstrahlung jetzt, hat gewaltig von seinem Selbstbewusstsein eingebüßt.
Artjoms Stimme lässt Nouki aufsehen. Sie strahlt ihn an, blickt dann zu der schlanken Frau, die immer noch etwas verwirrt aussieht und richtet sich auf. „Entschuldigung, den beiden kann ich einfach nicht widerstehen.“ Sie geht auf Anastasia zu und reicht ihr die Hand. „Ich bin Anouk, oder Nouki, ja und die Hunde kenn ich von Artjoms Morgenrunden.“ Stacy erwidert den Gruß ohne nennenswerten Händedruck und zieht die Mundwinkel zu einem Lächeln nach oben. interessant„Komm doch rein, Anouk.“ Sie weist mit einer einladenden Geste ins Haus.“Setzt euch, ich hol uns was zu trinken.“ Sie wirft Artjom einen Blick zu und geht in die Küche.
Dieser schaut ihr kurz nach, dann reibt er sich mit einer Hand Stirn und Augen in einer nicht zu verkennbaren Geste der Entnervtheit. Kurz bleibt er so, dann nimmt er schlagartig die Hand runter. Sie hat es nicht wissen können, beruhigt er sich gedanklich. Jetzt müssen sie da durch... Er lächelt Nouki an, legt einen Arm um sie und küsst zur Begrüßung ihre Stirn. "Hi.." Er nickt zum Haus, damit sie vor geht und folgt mit einem lautlosen Seufzer. Na dann mal los...
Er tritt an ihr vorbei und zieht ihr einen Stuhl zurück. Bevor er sich neben sie hinsetzt, flüstert er ihr verstohlen ein, "Denk dran was ich dir über sie gesagt hab..." zu.
Nouki nickt zwar, kann aber im Moment gar nicht nachvollziehen, was an seiner Mutter so verkehrt sein soll. Das Einzige was sie nicht schön fand bisher, war diese schlaffe Hand, die sie ihr gereicht hat. Der erste Reflex in diesen Situationen ist bei Nouki immer, die eigene Hand weg zu ziehen, weil sich das so „tot“ anfühlt, aber sie hat gelernt das zu kontrollieren. „Sie war doch nett zu mir, was hast du denn?“
Artjom ist sich nicht sicher ob sie versteht. Ihre Naivität ist fast ein wenig niedlich, wenn die Sache nicht so ernst wäre. Gleichzeitig verunsichert seine Mutter ihn jedes Mal wenn sie ihre Freundlichkeit herauskramt. Seit Jahren.
Irgendwann vor Tartosa, hatte er mal eine Freundin mitgebracht. Da lief nichts. Sie waren einfach nur zusammen unterwegs. Sie war klug, hatte die selben Interessen, las Comics.... Aber sie war auch ehrlich und direkt. Die Kekse die seine Mutter ihnen gebracht hatte, schmeckten seltsam. Artjom weiß nicht mehr was daran nicht stimmte aber seine Schulfreundin hat seiner Mom die Meinung dazu gesagt, als diese danach fragte. Er hat ihr zugestimmt. Es war eine neutrale Meinung, freundlich vorgetragen und sie hat sich trotzdem für die Kekse bedankt.
Rückblickend glaubt Artjom es lag daran, dass er ihre Meinung zu den verhunzten Keksen geteilt hat. Er war dann kurz auf der Toilette und ließ sie allein mit seiner Mom. Nach diesem Treffen, wollte seine Freundin nichts mehr mit ihm zu tun haben und er weiß bis heute nicht warum. Seine Mutter hat ihm nie geantwortet, außer dass sie fand das Mädchen wäre sowieso kein guter Umgang. Bei dem Gedanken daran verengen sich Artjoms Augen etwas. Wenn er nicht aufpasst, dann… . Er schafft es grade noch, zu flüstern, "Glaub ihr kein Wort..." um Nouki daran zu erinnern, was er beim ersten Date gemeint hat, und lehnt sich von ihr weg, damit Anastasia nichts merkt.
"Ist gut." Nouki vertraut ihm. Er kennt seine Mutter schließlich besser als sie. Also wachsam bleiben, aber sie hat ja noch eine Überraschung in petto.
Während Anastasia eine Flasche Orangensaft, Mineralwasser und Gläser herrichtet, rotieren ihre Gedanken. Sie gehen miteinander zur Schule… Artjom hat sich mit ihr bei den Morgenrunden getroffen.. deshalb hat er nie gemeckert..ist sie das Gesicht zu dem Dinosaurierkondom?
Sie hält in der Bewegung inne, mustert den O-Saft und stellt ihn zurück in den Kühlschrank. Wasser reicht.
Ihre Hand verharrt am Schrankgriff. Andererseits...Artjom scheint sie sehr zu mögen, das könnte von Vorteil sein. Sie öffnet die Türe wieder, bepackt ein Tablett mit Saft, Wasser und Knabbergebäck und geht zurück ins Wohnzimmer.
Cookie und Dino flankieren den Stuhl von Anouk, was ihr einen kleinen Stich versetzt. Normalerweise hält die Hunde nichts, wenn Frauchen sich in die Küche bewegt. Zu viele Verlockungen warten dort. Sie schenkt allen ein, platziert den Rest in der Tischmitte und setzt sich dann gegenüber von dem Mädchen auf einen Stuhl. Sie lächelt erst ihr, dann ihrem Sohn zu und will gerade eine Frage stellen, als Nouki das Wort ergreift, nachdem sie etwas aus ihrem Rucksack gekramt hat.
"Fr. Komarow, ich hab etwas für Cookie und Dino mit gebracht. Selbstgebackene Hundekekse mit kontrolliert biologischen Zutaten." Sie lächelt Mutter und Sohn an. "Ich weiß ja wie sehr Artjom und Sie an den Tieren hängen, daher dachte ich, vielleicht freuen sich alle daran." sie legt die beiden hübsch verzierten Beutel zwischen Artjom und sich auf den Tisch.
Komarowa. Korrigiert Artjom in Gedanken zum zweiten Mal und er weiss, dass seine Mutter das auch tut. Er ist sich nur nicht sicher was es bedeutet, dass sie es noch nicht berichtigt hat. Vielleicht nimmt sie 's nicht mehr so eng? Sie müsste sich langsam aber sicher daran gewöhnt haben.
Er blickt zu den Keksen in den Tüten. Sie hat ein Geschenk mitgebracht. Für die Hunde.... Tolle Idee..... Artjom gibt sich Mühe nicht mit den Augen zu rollen und setzt ein kleines Lächeln auf,aber seine Augen schauen zweifelnd zu seiner Mutter. Blamier mich jetzt nicht. Sie hats gut gemeint. Denkt er.
"Selbstgebacken?" fragt er daher überrascht, "Das ist... total nett, nich wahr... Mom...." Er sieht sie eindringlich an.
Anastasia legt nicht nur ein warmes Lächeln auf die Lippen, sondern auch Glanz in ihre Augen. "Eine ganz bezaubernde Idee, Anouk." Sie nimmt einen der Beutel und betrachtet die Kugeln, die Zeichnungen, das Band. "Das war sicher viel Arbeit."
Nouki winkt ab. "Nein, ich hab sie zusammen mit meiner Mutter gemacht, und wir hatten viel Spaß dabei."
In Anastasias Kopf formt sich ein Bild von Mutter und Tochter, die sich gut verstehen und einfach eine schöne Zeit zusammen haben, während sie die Kekse zubereiten. Ihr Blick streift Artjom und geht wieder zu seiner..Freundin?
"Das klingt schön, sowas wünscht man sich doch als Mutter." Bedauernd hebt sie die Schultern. "Leider kann ich ihnen jetzt im Moment keine zum probieren geben, weil sie gerade gefressen haben." Sie sieht ebenso eindringlich zu Artjom, wie er vorhin zu ihr. "Aber das wird auf jeden Fall heute noch nachgeholt. Vielen Dank, ich freu mich sehr darüber."
Anastasia legt mit Sorgfalt die Tüten auf den Tisch, lässt noch einen Augenblick die Hand darauf, faltet dann beide vor sich und schaut Nouki aufmerksam an.
"Ihr geht also in dieselbe Klasse und teilt die Liebe zu Tieren? Das ist schön." Sie lächelt freundlich. "Sowas verbindet. Nicht wahr, Artjom?" Das ist seit Tagen das erste Mal, dass sie das Wort an ihn richtet.
"Ist das denn was..Ernstes mit euch beiden? Ich frag einfach frei heraus, weil mein Sohn wohl vergessen hat, mir von seine reizenden Freundin zu erzählen." Sie lacht leise. "Um so schöner, dass du jetzt hier mit uns am Tisch sitzt." Sie greift sich ein paar Erdnüsse, deutet einladend darauf und zerbeisst sie knuspernd, während ihre Augen zwischen dem Mädchen und Artjom hin und her wandern.
Artjom kann gar nicht in Worte fassen wie sehr seine Mutter ihn grade irritiert. Er sucht verzweifelt nach dem 'Fehler'. Irgendein Zeichen was ihm bestätigt wovor er sich fürchtet. Aber ausser dass sie seine Blicke zurückspielt als wäre er der Idiot, der sich zu viele Gedanken macht, und ihn an sich selbst zweifeln lässt, gibt es nichts.
Mit Blicken kommunizieren hat Anastasia doppelt so gut drauf wie er und deshalb ist er auch so ein offenes Buch für sie. Er hält ihrem Blick trotzdem stand, und sagt, Noukis Hand nehmend, "Ziemlich ernst würd ich sagen..." War das ein Fehler? Er weiss es nicht! Das Gefühl breitet sich panikartig aus. Anastasia ist sowas wie der Bossgegner 'Psycho Mantis' aus seinem Metal Sim Solid Comic. Weiss jeden Schritt des Helden im Voraus. Also macht er es wie Snake und lässt sich nichts davon anmerken. Stattdessen lächelt er Nouki verliebt an als sie auf seine Berührung reagiert und blickt dann wieder gefasst zu seiner Mutter.
Leicht enttäuscht, dass sie wohl nicht live dabei sein wird, wie Cookie und Dino die Kekse fressen, bessert sich Noukis Laune schlagartig wieder, als Artjom so frei vor seiner Mutter spricht. Sie lächelt ihn zärtlich zu und erwidert seinen Händedruck. Mittlerweile fühlt sie sich entspannt genug, um selbst auch etwas dazu zu sagen. "Ja, ihr Sohn ist ein ganz besonderer Mensch Fr. Komarow, ich mag ihn sehr gern." Sie lächelt verschmitzt.
Und ob er das ist Anastasias Blick ruht wohlwollend auf den beiden. Das verspricht interessante Möglichkeiten für die Zukunft. "Schön." Sie klopft einmal mit der flachen Hand auf die Tischplatte und setzt ihr Sonntagslächeln auf. "Ich nehme mal an, dein Besuch galt nicht nur den beiden Süßen da und mir, sondern vor allem meinem Sohn
Mit unverändert freundlicher Miene schaut sie zu Artjom.
"Sicher hattet ihr was Schönes vor? Dann wird's Zeit dafür, bevor die Sonne weg ist." Sie lacht wieder leise. Artjom hat diesen Satz schon als Kind gehasst, wenn sie ihn nach draußen zum spielen geschickt hat, während er lieber weiter in seinen Büchern geschmökert hätte.
"Ich wünsche euch viel Spaß und dir nochmal vielen lieben Dank für die Hundeleckereien, Anouk. Komm uns bald mal wieder besuchen." Anastasia erhebt sich und tritt neben Artjoms Stuhl. "Ich hoffe beim nächsten Besuch lernst du meinen Mann kennen, er ist heute leider außer Haus." Sie schnipst den Hunden, winkt nochmal kurz und geht die Treppe nach oben. Ein zufriedenes Lächeln umspielt ihre Mundwinkel.
Artjom sitzt da und sieht ihr nach. Sind sie in einem Paralleluniversum gelandet? Irgendwie freut es ihn und er steht hektisch auf. "Jetz aber raus hier." meint er als warte er schon die ganze Zeit darauf, klingt dabei aber scherzend. Er wirft sich die Jacke über und schlüpft in die Schuhe. Bevor er die Tür öffnet, dreht er sich zu Nouki und lächelt, "Nächstes Mal schreib mir... bitte!"
Später...
Artjom öffnet die Haustür und kommt allein zurück. Er legt die Jacke ab und zieht die Schuhe aus. Er kann in die Küche blicken und riecht das Abendessen was in Arbeit ist. Neugierig kommt er näher. Wenn sie heute so gute Laune hat, dann... "Bekomm ich heute auch was...?" fragt er grade heraus.
Anastasia schaut über die Schulter zu ihm. "Es reicht jedenfalls für drei." sagt sie in neutralem Tonfall. "War's schön mit Nouki?"
Das ist wie wenn ein Deutscher das beste Steak seines Lebens isst und sagt: 'Kann man nicht meckern.' Also hegt Artjom Hoffnung. "Mh ja." meint er und lehnt sich mit der Schulter gegen die Wand, während er ihr zuschaut. "Sorry ich wusste nicht dass sie kommt." lügt er um sich damit hoffentlich noch etwas mehr in die Gunst seiner Mutter zu stellen.
"Wie? Du wusstest das nicht? Ich dachte ihr hattet was vor? War da nicht die Rede?" Stirn runzelnd dreht sich Anastasia kurz um.
Kurz zweifelt er und denkt darüber nach was heute alles gesagt wurde. "Ne?" Seine Augen zucken kurz von einer Seite zur anderen. "Sie wollte dir die Kekse bringen."
"Tatsächlich?" Sie nickt anerkennend. "Das war wirklich lieb von ihr, ja." Ihr Blick ruht nachdenklich auf den beiden Tüten, die neben dem Herd auf der Küchentheke liegen. Mit einer bedauernden Kopfbewegung ergreift sie die Päckchen, geht zum Mülleimer und lässt sie hinein fallen. "Nur leider werden Cookie und Dino sie nie zu fressen bekommen."
Artjom richtet sich schlagartig gerade auf und starrt sie verwirrt an. "Wieso das denn?!"
Anastasia schaut ihn an und hebt leicht die Brauen. "Weil ich nicht genau weiß was da drin ist. Du weißt wie empfindlich die Kleinen reagieren auf ungewohnte Nahrung, vor allem Dino." Bedauernd zuckt sie mit den Schultern. "Ich kann's nicht ändern." Damit dreht sie sich wieder zum Herd. "In 10 Minuten gibt's Essen. Wasch dir die Hände."
Artjom fehlen die Worte. Was war das? Wieder schlägt seine Mutter alles. Sie ist so unvorhersehbar wie das Wetter im April. Er revidiert nochmal: Die letzten Tage, die Ohrfeige, wie er sich bei Nouki über sie ausgelassen hat, wie er ihr sagte, sie sei eine Teufelin und wie sie sich jetzt von ihrer allerbesten Seite zeigte als hätte sie gewusst was er Nouki berichtet hat, nur um ihm eins reinzuwürgen. Langsam aber sicher wirds echt peinlich für ihn. Er steht da wie ein Verrückter. Es ist besser wenn er sich hiervon distanziert. Ohne etwas zu sagen geht er ins Bad und wäscht sich die Hände. Nouki wird er die Enttäuschung über die Kekse im Müll nicht zumuten.
(in Zusammenarbeit mit @Ripzha)