Forum Discussion
2 years ago
Ort: Windenburg
Charaktere: Bea, Lashawn
Titel: Selbstverteidigung
Bea winkt Lashawn zu, als sie die Mitschülerin sieht. Die beiden befinden sich in Windenburg. Hier soll der Kurs stattfinden, für den sie sich angemeldet haben. "Bin echt schon gespannt.", sagt Bea zu der Afroamerikanerin, "Die Frau Rietmann, die den Kurs leitet, soll ja fähig sein, wenn man den Rezensionen Glauben schenken soll. Hoffentlich stimmt das auch."
Heute ist ihre Schnupperstunde. Die Kurse finden immer mit 1 - 2 Teilnehmern statt. so dass sich Frau Rietmann gut um jeden kümmern kann. Und so wird außer ihnen niemand anderes dabei sein.
Lashawn nickt. Nervös ist sie schon. Aber sie hat sich vorgenommen, mutig zu sein. Die beiden Mädchen betreten das Gebäude und werden von der Kursleiterin freundlich begrüßt. Schnell finden sie sich in den Raum ein, wo der Kurs stattfinden soll. "Also Mädchen, warum seid ihr hier?", fragt Frau Rietmann freundlich. Lashawn spielt unbeholfen an ihrem Haar. "I ... I am here ... weil ... ick möchte braver sein", sagt sie zögerlich.
"Ich bin hier, weil ich Lashawn nicht alleine lassen möchte.", sagt Bea ehrlich, "und schaden kann es sicherlich auch mir nicht, hier zu sein."
Die Erwachsene nickt. "Okay. Was möchtet ihr zuerst ausprobieren?" Sie geht davon aus, dass die Mädchen sich das Angebot vorher durchgelesen haben.
"Ich weiß, dass es hier verschiedene Möglichkeiten gibt.", erzählt Bea, "Boxen klingt für mich interessant." Sie dreht sich zu ihrer Freundin. "Aber im Grunde bin ich ja auch wegen dir hier. Was wäre dir denn am liebsten?"
Etwas überfordert sieht Lashawn erst zu Bea, dann zur Kursleiterin und wieder zu Bea zurück. "I ... never tried ... Boxing ... Aber ... ick will versuche", sagt sie zaghaft.
Das freut Bea. Sie selbst ist nicht schüchtern. Kurse, um die Schüchternheit zu überwinden, würden ihr nicht so viel bringen. "Ich mach das auch zum ersten Mal.", beruhigt sie Lashawn. "Aber ich bin mir sicher, dass es dir auch Sicherheit geben wird, wenn du dich wehren kannst."
Gemeinsam gehen sie an einen Boxsack. Vorher erhalten die Mädchen Box-Handschuhe. "Also, dann lasst mal all eure Wut raus. Das entspannt", lacht die Leiterin. Unsicher sieht Lashawn zum Boxsack. Sie stellt sich hin. Okay ... come on girl!, denkt sie dabei, Ihr erster Schlag ist eher wie eine zarte Berührung. Die Unsicherheit wächst an. Der nächste Schlag ist zwar fester, aber nicht wirklich "gefährlich".
"Stell dir vor, das ist Leyla!", spawnt Bea ihre Mitschülerin an. "Und dann stell dir vor, wie du dich wehrst, wenn sie mal wieder mobbt."
Sie selbst versucht ebenfalls ihr Glück. Sie ist im Grunde schon sportlich und sie versucht gleich, richtig fest zuzuhauen. Doch da sie mit Boxen wenig Erfahrung hat, ist es auch bei ihr nicht perfekt. Aber stärker als bei Lashawn.
Lashawn stellt sich nun Leyla vor. Dieser Blick. Dieses Lachen. Diese ... diese ... Wut keimt in der Sängerin auf und schreiend, unter Tränen, prügelt sie auf den Boxsack ein. Selbst die Kursleiterin ist völlig überrascht.
Bea freut sich. "Ich wusste, dass du es kannst!", sagt sie lächelnd. Da wird Leyla nicht mehr lange was zu lachen haben. "Lass die Wut raus, sie hat es verdient!" Sie... und ihre dämliche Clique. Auch Bea macht nun weiter mit ihrem Training.
Lashawns Gesicht ist völlig nass durch die Tränen. Sie atmet schwer und schaut den Boxsack an. "I hate you! ... Forgive me lord!", keucht sie und prügelt weiter auf das Trainingsgerät ein.
Bea bemerkt die nassen Augen. Die arme Lashawn hat zu lange ihre Wut in sich hereingefressen. Leyla und ihre Clique haben sie einmal zu oft gemobbt, und dann kam auch noch der Streich von Blaze hinzu. Dass es tatsächlich Blaze war, wie sie schon von Anfang an vermutet hatte, hat sich längst rumgesprochen. Lashawns Kostüm ließ sich nicht mehr retten, obwohl Bella das sofort in die Wäsche geworfen hat. Bea ist froh, dass ihr eigenes nicht so stark betroffen war. Ihres hatte man noch waschen können, aber nicht das von Lashawn.
Außer Atem sackt die Afroamerikanerin auf den Boden. Sie schaut an die Decke. "Jesus ... Dat was ... wow ...", atmet sie schwer. Man hört Erleichterung heraus.
Bea kämpft noch eine Weile weiter, bis auch sie erschöpft genug ist. Sie setzt sich neben Lashawn. "Das war doch schon mal sehr kraftvoll und stark.", lobt sie.
Nickend lächelt Lashawn. "Yes ... very kraftfull."
Auch Rosi Rietmann, die Kursleitung, freut sich über die Fortschritte der Mädchen. "Das habt ihr beide klasse gemacht, vor allem, wenn man bedenkt, dass es das erste Mal gewesen ist. Ich würde vorschlagen, ihr trinkt erst mal etwas." Sie zeigt zu einer Bar. Es gibt dort alles Mögliche, allerdings nur alkoholfreie Getränke. Immerhin gibt es hier einen Boxsack, und bei so viel Bewegung ist es wichtig, auch was zu trinken. "Und wenn ihr euch etwas ausgeruht habt, machen wir weiter."
Bea lächelt dankbar. Sie zieht die Boxhandschuhe aus und hilft Lashawn danach auch dabei, die etwas erschöpfter als sie selber zu sein scheint. Das Schwimmen sorgt bei Bea schon zu einer gewissen Ausdauer was Sport betrifft. An der Bar gönnt sie sich einen Apfelsaft. "Das tat wirklich gut!", erzählt Bea, "Ich habe mir vorgestellt, es sei mein Erzeuger, den ich verprügel."
Die Sängerin nimmt sich ein Glas Wasser. Bei Beas Worten horcht sie auf. "What was happening?", fragt sie verwundert.^
"Er hat Mama zum einen betrogen und auch noch beklaut und das mehr als einmal. Irgendwann hatte sie dann genug und hat ihn rausgeschmissen. Doch bis sie soweit war, hat es zu lange gedauert." Bea sieht wütend aus. "Und natürlich hat er sie auch nie unterstützt mit zwei kleinen Kids. Und damals war Theo noch ein Baby und ich noch fünf. Also damals waren wir noch wirklich Arbeit, auch wenn wir mittlerweile ja etwas gewachsen sind."
Das hat Lashawn nicht gewusst. Betrübt sieht sie die Freundin an. "Sorry ... That is so draurig", sagt sie aufrichtig.
"Seitdem hat sie nicht erneut einen Partner gefunden.", seufzt Bea, "Ich glaub, sie hat auch ein bisschen das Vertrauen in Männer verloren."
Die Zuhörerin nickt. Sie kann es verstehen. Vertrauen ist so wichtig.
"Ich hoffe, bei deinen Eltern läuft es besser.", seufzt Bea.
Lashawn nickt. "It's ok ... my parents are ... very ... gläubig ... You verstehen?" Sie trinkt ihr Wasser. "But it is alles good. ... They brought me to Mrs Nightingale. She is wondervoll"
"Wer ist denn Mrs Nightingale?", fragt Bea neugierig.
"Mrs Nightingale is our Chorleitung. She loves to sing, Bea", schwärmt die Schülerin von der Erwachsenen.
"Du scheinst sie ja sehr zu schätzen.", lächelt Bea, "Aber singen ist auch wirklich etwas schönes. Das mache ich auch gerne mal." Nur wahrscheinlich andere Lieder als Lashawn.
"Ihr favourite song is", dann räuspert sich Lashawn kurz.
"Oh sing sweet nightingale, Sing sweet nightingale, ... Ahhhaa
Oh sing sweet nightingale, Sing sweet, Nightingale
Oh sing sweet nightingale, Sing sweet
Oh sing sweet nightingale, Sing ... Oh sing sweet nightingale
Oh sing sweet
Oh sing"
https://www.youtube.com/watch?v=WuR5mJfU3pc
"Heißt sie deshalb Miss Nightingale? Oder hat sie zufällig den selben Namen wie das Lied?" Das wäre aber schon ein ziemlicher Zufall. Wahrscheinlich wird sie einfach nur so genannt und heißt eigentlich anders.
Schulterzuckend antwortet Lashawn: "Everyone called her so ... Is her name." Lächelnd sieht sie Bea an. "Du singst too?"
Bea nickt. "Oh ja, und man sagte mir, ich kann es auch gut." Sie denkt dabei an Kurt. "Das kann ich aber nicht beurteilen."
"Nach Kurs, we can go to our Church. There you can you show me your singing", schlägt Lashawn vor.
"Oh, da komme ich gerne mit." erzählt Bea, "allerdings sind meine Lieder eher selten religiös. Soll nicht heißen, dass es schlimme Lieder sind. Nur eben nichts, das mit Religion zu tun hat."
"Inhalt egal ... I want to hear your voice", sagt Lashawn. Ihre Neugier ist geweckt.
"Super, ich bin dabei!", sagt Bea.
Die Kursleiterin kommt nun zu den Mädchen. Die Pause ist wohl zuende. "Wollt ihr weiter machen?", fragt sie freundlich. Die beiden Mädchen machen mit dem Boxtraining weiter, bis die Stunde schließlich endet. "Mir hat es gefallen!", sagt Bea, erschöpft aber zufrieden. "Dir auch, hoffe ich."
Lashawn nickt. Auch die Kursleiterin scheint zufrieden zu sein. Sie gibt zum Abschluss der Schnupperstunde den Mädchen noch hilfreiche Tipps auf den Weg, sowie Flyer und Anmeldeformulare mit. Falls diese sich für eine Mitgliedschaft entschließen sollten.
Wie versprochen begleitet Bea Lashawn auch zur Kirche. Unterwegs fragt sie jedoch noch: "Und? Wollen wir uns auch weiterhin bei dem Kurs anmelden? Da wäre ich jedenfalls gerne dabei."
Lashawn ist unschlüssig. Einerseits hat es ihr gut getan, andererseits hat sie auch die Preise gesehen. Eine Mitgliedschaft könnte sie gerade so von ihrem Taschengeld stemmen. Dann wäre aber nichts mehr übrig. "I don't know", seufzt sie. Ungern möchte das Mädchen zugeben, dass sie im Vergleich zu anderen Schüler*innen arm ist.
"Ok, du kannst es ja noch überlegen und eine Nacht drüber schlafen.", antwortet Bea, die nichts über Lashawns Finanzen weiß, "Aber nun gehen wir erst mal zur Kirche." Die ist nun auch bereits in Sichtweite.
Sie erreichen die Kirche und Lashawn überkreuzt ihren Finger vor der Brust, bevor sie das Gebäude betretet. Sie steuert automatisch den Bereich der Kanzel an, wo Mikrofone in Gestelle stecken. Sie winkt Bea zu sich.
Bea lächelt. Eine Weile überlegt sie, was sie singen soll. Vor Kurt hatte sie Ursulas Villian-Song gesungen, den aus dem Ariel-Film. Doch gibt es vielleicht auch was anderes? Schließlich fängt sie an:
https://www.youtube.com/watch?v=Fo7XPvwRgG8
Fast entschuldigend sieht sie sich danach zu Lashawn um. "Es ist das erste, was mir beim Thema Meer einfiel, immerhin bin auch ich quasi eine Tochter der See. Aber mach dir keine Sorge wegen des Textes: Da geht es um eine völlig fiktive Story."
Lashawn schmunzelt. "Your inspiration is your power to find the way to your soul. Dat says Mrs. Nightingale always." Sie findet es schön, mit Bea diese Leidenschaft fürs Singen zu teilen.
Bea freut sich ebenfalls. "Und wie gefällt dir meine Stimme? Die wolltest du ja hören."
Die Mitschülerin nickt. "Very lovely", lobt sie diese.
Die Meerfrau lächelt. "Vielleicht sollte ich sowas öfters mal machen.", sagt sie lächelnd. Sie sieht zu Lashawn. "Noch Lust, auf nen Drink ins KOJ? Ich geb es dir auch was aus."
Die Mitschülerin nickt. "Let's go", sagt sie. Vor dem Kreuz murmelt sie ein kurzes Gebet und verlässt dann mit Bea die Kirche.
(In Zusammenarbeit mit @KFutagoh89 )
Charaktere: Bea, Lashawn
Titel: Selbstverteidigung
Bea winkt Lashawn zu, als sie die Mitschülerin sieht. Die beiden befinden sich in Windenburg. Hier soll der Kurs stattfinden, für den sie sich angemeldet haben. "Bin echt schon gespannt.", sagt Bea zu der Afroamerikanerin, "Die Frau Rietmann, die den Kurs leitet, soll ja fähig sein, wenn man den Rezensionen Glauben schenken soll. Hoffentlich stimmt das auch."
Heute ist ihre Schnupperstunde. Die Kurse finden immer mit 1 - 2 Teilnehmern statt. so dass sich Frau Rietmann gut um jeden kümmern kann. Und so wird außer ihnen niemand anderes dabei sein.
Lashawn nickt. Nervös ist sie schon. Aber sie hat sich vorgenommen, mutig zu sein. Die beiden Mädchen betreten das Gebäude und werden von der Kursleiterin freundlich begrüßt. Schnell finden sie sich in den Raum ein, wo der Kurs stattfinden soll. "Also Mädchen, warum seid ihr hier?", fragt Frau Rietmann freundlich. Lashawn spielt unbeholfen an ihrem Haar. "I ... I am here ... weil ... ick möchte braver sein", sagt sie zögerlich.
"Ich bin hier, weil ich Lashawn nicht alleine lassen möchte.", sagt Bea ehrlich, "und schaden kann es sicherlich auch mir nicht, hier zu sein."
Die Erwachsene nickt. "Okay. Was möchtet ihr zuerst ausprobieren?" Sie geht davon aus, dass die Mädchen sich das Angebot vorher durchgelesen haben.
"Ich weiß, dass es hier verschiedene Möglichkeiten gibt.", erzählt Bea, "Boxen klingt für mich interessant." Sie dreht sich zu ihrer Freundin. "Aber im Grunde bin ich ja auch wegen dir hier. Was wäre dir denn am liebsten?"
Etwas überfordert sieht Lashawn erst zu Bea, dann zur Kursleiterin und wieder zu Bea zurück. "I ... never tried ... Boxing ... Aber ... ick will versuche", sagt sie zaghaft.
Das freut Bea. Sie selbst ist nicht schüchtern. Kurse, um die Schüchternheit zu überwinden, würden ihr nicht so viel bringen. "Ich mach das auch zum ersten Mal.", beruhigt sie Lashawn. "Aber ich bin mir sicher, dass es dir auch Sicherheit geben wird, wenn du dich wehren kannst."
Gemeinsam gehen sie an einen Boxsack. Vorher erhalten die Mädchen Box-Handschuhe. "Also, dann lasst mal all eure Wut raus. Das entspannt", lacht die Leiterin. Unsicher sieht Lashawn zum Boxsack. Sie stellt sich hin. Okay ... come on girl!, denkt sie dabei, Ihr erster Schlag ist eher wie eine zarte Berührung. Die Unsicherheit wächst an. Der nächste Schlag ist zwar fester, aber nicht wirklich "gefährlich".
"Stell dir vor, das ist Leyla!", spawnt Bea ihre Mitschülerin an. "Und dann stell dir vor, wie du dich wehrst, wenn sie mal wieder mobbt."
Sie selbst versucht ebenfalls ihr Glück. Sie ist im Grunde schon sportlich und sie versucht gleich, richtig fest zuzuhauen. Doch da sie mit Boxen wenig Erfahrung hat, ist es auch bei ihr nicht perfekt. Aber stärker als bei Lashawn.
Lashawn stellt sich nun Leyla vor. Dieser Blick. Dieses Lachen. Diese ... diese ... Wut keimt in der Sängerin auf und schreiend, unter Tränen, prügelt sie auf den Boxsack ein. Selbst die Kursleiterin ist völlig überrascht.
Bea freut sich. "Ich wusste, dass du es kannst!", sagt sie lächelnd. Da wird Leyla nicht mehr lange was zu lachen haben. "Lass die Wut raus, sie hat es verdient!" Sie... und ihre dämliche Clique. Auch Bea macht nun weiter mit ihrem Training.
Lashawns Gesicht ist völlig nass durch die Tränen. Sie atmet schwer und schaut den Boxsack an. "I hate you! ... Forgive me lord!", keucht sie und prügelt weiter auf das Trainingsgerät ein.
Bea bemerkt die nassen Augen. Die arme Lashawn hat zu lange ihre Wut in sich hereingefressen. Leyla und ihre Clique haben sie einmal zu oft gemobbt, und dann kam auch noch der Streich von Blaze hinzu. Dass es tatsächlich Blaze war, wie sie schon von Anfang an vermutet hatte, hat sich längst rumgesprochen. Lashawns Kostüm ließ sich nicht mehr retten, obwohl Bella das sofort in die Wäsche geworfen hat. Bea ist froh, dass ihr eigenes nicht so stark betroffen war. Ihres hatte man noch waschen können, aber nicht das von Lashawn.
Außer Atem sackt die Afroamerikanerin auf den Boden. Sie schaut an die Decke. "Jesus ... Dat was ... wow ...", atmet sie schwer. Man hört Erleichterung heraus.
Bea kämpft noch eine Weile weiter, bis auch sie erschöpft genug ist. Sie setzt sich neben Lashawn. "Das war doch schon mal sehr kraftvoll und stark.", lobt sie.
Nickend lächelt Lashawn. "Yes ... very kraftfull."
Auch Rosi Rietmann, die Kursleitung, freut sich über die Fortschritte der Mädchen. "Das habt ihr beide klasse gemacht, vor allem, wenn man bedenkt, dass es das erste Mal gewesen ist. Ich würde vorschlagen, ihr trinkt erst mal etwas." Sie zeigt zu einer Bar. Es gibt dort alles Mögliche, allerdings nur alkoholfreie Getränke. Immerhin gibt es hier einen Boxsack, und bei so viel Bewegung ist es wichtig, auch was zu trinken. "Und wenn ihr euch etwas ausgeruht habt, machen wir weiter."
Bea lächelt dankbar. Sie zieht die Boxhandschuhe aus und hilft Lashawn danach auch dabei, die etwas erschöpfter als sie selber zu sein scheint. Das Schwimmen sorgt bei Bea schon zu einer gewissen Ausdauer was Sport betrifft. An der Bar gönnt sie sich einen Apfelsaft. "Das tat wirklich gut!", erzählt Bea, "Ich habe mir vorgestellt, es sei mein Erzeuger, den ich verprügel."
Die Sängerin nimmt sich ein Glas Wasser. Bei Beas Worten horcht sie auf. "What was happening?", fragt sie verwundert.^
"Er hat Mama zum einen betrogen und auch noch beklaut und das mehr als einmal. Irgendwann hatte sie dann genug und hat ihn rausgeschmissen. Doch bis sie soweit war, hat es zu lange gedauert." Bea sieht wütend aus. "Und natürlich hat er sie auch nie unterstützt mit zwei kleinen Kids. Und damals war Theo noch ein Baby und ich noch fünf. Also damals waren wir noch wirklich Arbeit, auch wenn wir mittlerweile ja etwas gewachsen sind."
Das hat Lashawn nicht gewusst. Betrübt sieht sie die Freundin an. "Sorry ... That is so draurig", sagt sie aufrichtig.
"Seitdem hat sie nicht erneut einen Partner gefunden.", seufzt Bea, "Ich glaub, sie hat auch ein bisschen das Vertrauen in Männer verloren."
Die Zuhörerin nickt. Sie kann es verstehen. Vertrauen ist so wichtig.
"Ich hoffe, bei deinen Eltern läuft es besser.", seufzt Bea.
Lashawn nickt. "It's ok ... my parents are ... very ... gläubig ... You verstehen?" Sie trinkt ihr Wasser. "But it is alles good. ... They brought me to Mrs Nightingale. She is wondervoll"
"Wer ist denn Mrs Nightingale?", fragt Bea neugierig.
"Mrs Nightingale is our Chorleitung. She loves to sing, Bea", schwärmt die Schülerin von der Erwachsenen.
"Du scheinst sie ja sehr zu schätzen.", lächelt Bea, "Aber singen ist auch wirklich etwas schönes. Das mache ich auch gerne mal." Nur wahrscheinlich andere Lieder als Lashawn.
"Ihr favourite song is", dann räuspert sich Lashawn kurz.
"Oh sing sweet nightingale, Sing sweet nightingale, ... Ahhhaa
Oh sing sweet nightingale, Sing sweet, Nightingale
Oh sing sweet nightingale, Sing sweet
Oh sing sweet nightingale, Sing ... Oh sing sweet nightingale
Oh sing sweet
Oh sing"
https://www.youtube.com/watch?v=WuR5mJfU3pc
"Heißt sie deshalb Miss Nightingale? Oder hat sie zufällig den selben Namen wie das Lied?" Das wäre aber schon ein ziemlicher Zufall. Wahrscheinlich wird sie einfach nur so genannt und heißt eigentlich anders.
Schulterzuckend antwortet Lashawn: "Everyone called her so ... Is her name." Lächelnd sieht sie Bea an. "Du singst too?"
Bea nickt. "Oh ja, und man sagte mir, ich kann es auch gut." Sie denkt dabei an Kurt. "Das kann ich aber nicht beurteilen."
"Nach Kurs, we can go to our Church. There you can you show me your singing", schlägt Lashawn vor.
"Oh, da komme ich gerne mit." erzählt Bea, "allerdings sind meine Lieder eher selten religiös. Soll nicht heißen, dass es schlimme Lieder sind. Nur eben nichts, das mit Religion zu tun hat."
"Inhalt egal ... I want to hear your voice", sagt Lashawn. Ihre Neugier ist geweckt.
"Super, ich bin dabei!", sagt Bea.
Die Kursleiterin kommt nun zu den Mädchen. Die Pause ist wohl zuende. "Wollt ihr weiter machen?", fragt sie freundlich. Die beiden Mädchen machen mit dem Boxtraining weiter, bis die Stunde schließlich endet. "Mir hat es gefallen!", sagt Bea, erschöpft aber zufrieden. "Dir auch, hoffe ich."
Lashawn nickt. Auch die Kursleiterin scheint zufrieden zu sein. Sie gibt zum Abschluss der Schnupperstunde den Mädchen noch hilfreiche Tipps auf den Weg, sowie Flyer und Anmeldeformulare mit. Falls diese sich für eine Mitgliedschaft entschließen sollten.
Wie versprochen begleitet Bea Lashawn auch zur Kirche. Unterwegs fragt sie jedoch noch: "Und? Wollen wir uns auch weiterhin bei dem Kurs anmelden? Da wäre ich jedenfalls gerne dabei."
Lashawn ist unschlüssig. Einerseits hat es ihr gut getan, andererseits hat sie auch die Preise gesehen. Eine Mitgliedschaft könnte sie gerade so von ihrem Taschengeld stemmen. Dann wäre aber nichts mehr übrig. "I don't know", seufzt sie. Ungern möchte das Mädchen zugeben, dass sie im Vergleich zu anderen Schüler*innen arm ist.
"Ok, du kannst es ja noch überlegen und eine Nacht drüber schlafen.", antwortet Bea, die nichts über Lashawns Finanzen weiß, "Aber nun gehen wir erst mal zur Kirche." Die ist nun auch bereits in Sichtweite.
Sie erreichen die Kirche und Lashawn überkreuzt ihren Finger vor der Brust, bevor sie das Gebäude betretet. Sie steuert automatisch den Bereich der Kanzel an, wo Mikrofone in Gestelle stecken. Sie winkt Bea zu sich.
Bea lächelt. Eine Weile überlegt sie, was sie singen soll. Vor Kurt hatte sie Ursulas Villian-Song gesungen, den aus dem Ariel-Film. Doch gibt es vielleicht auch was anderes? Schließlich fängt sie an:
https://www.youtube.com/watch?v=Fo7XPvwRgG8
Fast entschuldigend sieht sie sich danach zu Lashawn um. "Es ist das erste, was mir beim Thema Meer einfiel, immerhin bin auch ich quasi eine Tochter der See. Aber mach dir keine Sorge wegen des Textes: Da geht es um eine völlig fiktive Story."
Lashawn schmunzelt. "Your inspiration is your power to find the way to your soul. Dat says Mrs. Nightingale always." Sie findet es schön, mit Bea diese Leidenschaft fürs Singen zu teilen.
Bea freut sich ebenfalls. "Und wie gefällt dir meine Stimme? Die wolltest du ja hören."
Die Mitschülerin nickt. "Very lovely", lobt sie diese.
Die Meerfrau lächelt. "Vielleicht sollte ich sowas öfters mal machen.", sagt sie lächelnd. Sie sieht zu Lashawn. "Noch Lust, auf nen Drink ins KOJ? Ich geb es dir auch was aus."
Die Mitschülerin nickt. "Let's go", sagt sie. Vor dem Kreuz murmelt sie ein kurzes Gebet und verlässt dann mit Bea die Kirche.
(In Zusammenarbeit mit @KFutagoh89 )