gendern oder der versuche eine geschlechterneutrale sprache als notwendigkeit zu betrachten ist ja nicht neu und kam schon in den 70'zigern auf.
nur jetzt möchte man das gendern so schnell wie möglich in die deutsch sprache integrieren und dies führt zu dieser mehrheitlichen kritik im linguistischen, gesellschaftlichen und politischen bereich und überall bauen sich pro und contra argumente auf.
was kann als pro dargelegt werden:
die gesellschaftliche ist zur hälfte weiblich. eine sprache sollte diese realität einbeziehen. dies ist ein grundwert der gleichheit.
veränderungen in der sprache gehören zur menschlichen geschichte.
das generische maskulinum, also die verallgemeinernde Form für Männer und Frauen, keine grammatikalische Notwendigkeit
es führt oftmals zu einer mehrdeutigkeit, ob es sich nun um männliche oder weibliche personen handelt.
das argument, dass das generische maskulinum keineswegs geschlechtsneutral sei.
nun die contra seite:
eine gleichberechtigung von mann und frau ist wichtig. ob dann ein gleiche sprachliche behandlung dazu führt, ist allerdings fraglich.
60% der Deutschen (eine mehrheit) finden eine gendergerechte sprache als sehr unwichtig bzw.eher unwichtig.
sonderzeichen lassen sich von technischen geräten nicht fehlerfrei lesen.
12% der menschen in deutschland, mit einer geringen lese-/schreibfähligkeit, haben probleme bei der les- und lernbarkeit.
ebenso sind sehbehinderte und blinde menschen von der umstellung betroffen.
das generische maskulinum ist eine besonderheit der deutschen sprache, die es zu erhalten ist.
sternchen, unterstrich, doppelpunkt und andere zeichen, haben in der geschriebenen sprache eine andere bedeutungen, wie in der geschlechtsneutralen sprache. dies erschwert nur die übersetzbarkeit auf internationaler ebenen.
die verwendung unterschiedlicher genderneutraler formen führt zu einer uneinheitlichen rechtschreibung. dies erschwert im rechtswesen die zweifelsfreie aufsetzung von dokumeneten und texten.
wie ist die korrekte, sensible aussprache bei sternchen, strich, doppelpunkt usw., ohne für den sprechenden und zuhörer unannähmlichkeiten aufkommen zulassen.
das gendern lenkt außerdem vom inhalten eines textes ab, indem es den lesefluss behindert, indem es die aufmerksamkeit auf die technische ebene der sprache setzt
die gegenderte -/ geschlechterneutrale sprache ist umständlich, holprig und unpoetisch.
sprachen, die sprache verändert sich, richtig und die geschichte zeigt es uns. aber diese änderung ist auf natürlichem wege geschehen und nicht künstlich und schon gar nicht jedoch gewaltsam vonstattengegangen.