Vielen lieben Dank, für eure Rückmeldungen @Yannis , @Hoppel785 und @Simser51 . Don El Artichocke ist ein merkwürdiger Geselle, der träumt zuweilen wirr ?.
Ein beängstigender Traum aber wundervoll und spannend geschrieben. Ich würde mal sagen, sie wird in dem Traum ausgepeitscht, weil sie es gewagt hat gegen ihre Bestimmung sich aufzubäumen.
Eigenartige Träume? Heftige Kost, aber auch irgendwie beklemmend. Will sie nur Männern zuerkannte Anerkennung in Zeiten patriachalischen Dummbrottums (aus denen wir ja bis heute nicht ganz raus sind) oder ist da mehr, Sehnsucht Mann zu sein? Teuflische Brut kommt dann dazu.?
Sie schafft als Mann, in Verkleidung was ihr als Frau verwehrt wird und gewinnt dadurch Anerkennung. Verliert diese, obgleich ja die Schwere des Geschaften nicht minder wird, nach Offenbarung ihrer Weiblichkeit (oder Dämonenhaftigkeit?) diese sofort wieder. Knute und Wunden seh ich symbolisch, die hat die Gesellschaft ihr zugefügt. Dem Namen entnehm ich nichts, wenn er eine Bedeutung hat, spricht sie gegen das oben geschriebene. Delia (auf Delos geboren) ist Artemis und eine freie Göttin, die Männer ablehnt und völlig frei sogar jagen darf. Allerdings hat sie einen Bruder, Apoll und oben wird einer genannt. Dann der Schooner. Ein Schiff gleichsam als Symbol für Leben? Oder eine Institution?
Geduckt heftete Delia unverwandt den Blick auf den Boden des vergammelten Schooners, bemüht sich die in ihr wie eine Kobra heraufkriechende Angst nicht anmerken zu lassen. Schon zum zweiten Mal heute sauste die knotige Knute über das Deck, bereit jeden zu erfassen, der sich ihr auch nur einen Yota weit entgegen hob. Sie schrubbte weiter und immer weiter bis ihre Hände blutige Schlieren auf der rauhen Holzmaserung hinterließen.
Jetzt traf sie doch, riss Hemd und Rücken auf und das letzte Stück ihrer Menschenwürde entzwei. Kein Schrei verließ den weit aufgerissenen Mund, kein Stöhnen. Die Schlange verschloss von innen jeglichen Laut, sog ihn hinab, tief ins Innere, ins Bodenlose. Frisches Blut lief Delia die Seiten hinab, vermengte sich mit den bereits rotbraunen Schlieren an Deck. Keine Träne rann je so ihr Gesicht hinab.
Was hatte sie sich nur erträumt, ersehnt, erhofft. Freiheit von Haus und Hof, dem Joch ihrer Geburt, dem vorbestimmten Weg. Schon als Kind bäumte sie sich gegen die ihr zugewiesenen kleinen, stickig erdrückenden Räume eingeschränkter physischer wie geistiger Beweglichkeit, die einschnürenden Weisungen und Ermahnungen, das Korsett weiblicher Grazie auf. Sie konnte soviel mehr und durfte … es nie zeigen, ohne Hohn, Gelächter, Abscheu zu erregen.
Es wird schlimm mit ihr enden, wurde schon früh geraunt. Sie hat den Teufel im Blut, ist mit Beelzebub verbunden. Wie die Mutter, wohl ist’s geschehen, der frühe Tod an Kindbettfieber. Verderbte Brut, dem Vater eine Qual.
So schlich sie von dannen, die unzähligen schweren Röcke abwerfend, leichtfüßig in Hemd und Hose des Bruders, das Haar kurz geschoren der vermeintlichen Glorie und Ehre freier Geister entgegen. Und anfangs im ‚richtigen‘ Gewandt spürte sie die Süße eigenmächtigen Denken und Handelns ohne abfällige Denunziation des ihr zugestandenen Geblüts. Doch als sie wagte, auch dieses Gewandt abzulegen und frei und offen zu sprechen, auf Anerkennung ihrer bereits erlangten Würde setzend … sah sie sich tief getäuscht. Und noch tiefer war der Fall ihrer Handlungsmöglichkeit. Sogleich schloss sich der Reif des Korsetts enger und enger, drohte erneut, die Luft einzuschnüren und ließ doch nur ein Leibchen zurück, dass nun zerrissen und blutig in ihren klaffenden Wunden am Rücken klebte.
Erneut surrt die Knute. Der Schmerz übermächtig, aber noch immer kein Schrei, denn der Atem stockte ein letztes Mal. Ohnmächtig … halbtot … sterbend glitt Delia in den gnädigen ewigen Schlaf hinüber. Es würde keine Freiheit geben, niemals. Nicht für sie. Woran sollte sie noch festhalten?
Delia? Er kennt keine Delia! Aus welcher Zeit stammte das?
Stunden, Tage, Woche? Ich habe aufgehört zu zählen. Fahles Mondlicht fällt durch Gitterstäbe, tauchen mein kleines Reich in silbriges Licht, grad hell genug, die blutverkrusteten Steine, dir mir Boden und Bett zugleich sind, durch meine geschwollenen Augenlider zu sehen. Mein Traum von einer gerechten Welt liegt vor mir, wie eine verdorrte Wiese, auf der gleichwohl noch zuckend, die vielen bunten Hoffnungen wie sterbende Schmetterlinge vergehen.
Kein Klagen half, kein Betteln meiner Freunde, hart blieb ihr Herz, trutzig ummauert wie ein schwarzer Bergfried ihre Tyrannis schützend, sprach sie das Urteil. Wohlan denn, grausames Schicksal, treibe nur dein irres Spiel, immer und immer wieder, gibst du ja solchen Verdorbenen Macht uns zu quälen. Wär dort ein göttlicher Funke, müsste er nicht weinen? Aber keine Träne vergießt der Himmel, kein Engel naht mich zu retten.
Schon hör ich die Schritte. Noch vor Sonnenaufgang wird mein lebloser Körper bleich auf einem Karren dem Massengrab entgegenfahren, dessen unzählige Leiber anklagend stumm verwelken, mein Kopf aber wird stolz erhoben auf einer Pike sitzen und der Herrin Lied singen, meine Augen den Raben Nahrung sein. Sie packen mich, schleifen mich zum Block. Rasch drück ich noch dem Verhüllten eine Münze in die Hand, sein Schlag möge sauber und schnell sein. So komm denn, süßer Tod, Yannis wartet still.
@Yannis du lässt in drei kurzen Absätzen eine Szene in meinem Kopf entstehen die einer Filmszenen würdig ist. Du hast wirklich sehr viel Talent ????
Ja, ja.... holen Sie ihn rein... bleiben Sie in der Leitung.... ich rufe den 1. windigen Windenburger Stadtrat an.
EIN TELEFONAT SPÄTER
Hallo Frau Ilsebill, Sind Sie noch dran? Ja? Gut!
Der Hinterhältige ? sagt er kann helfen solange der ? noch keine 24 Stunden alt ist... Wie? ähem... tja... er müsse dazu wohl ein ❤️ aus seiner Unterbux opfern und mit etwas ?? könne man das wieder richten.
Wissen Sie vielleicht was er mit „dumme ?“ gemeint hat? Nicht? Dann muss ich ihn selber fragen....
Wer ist denn überhaupt der ?? Ach, der Werte @Yannis ... aha, der gut verdienende, brillante Autor des Romanes „Das Versprechen“
Der Hinterhältige will sofort bei der WiWo-Redaktion sein.
Ja, bis gleich. Ich komme auch. Muss nur mal wieder meinen Besen suchen.... manchmal hab ich das Gefühl der Hinterhältige versteckt den vor mir... ?
Tschüss Frau Ilsebill
Selbstgespräch: Manmanman.... hoffentlich steht nicht bald ein Artikel in der WiWo-News, dass die Bürgermeisterin ihr Volk auf den Henkersblock treibt???.... dann kann ich mir die Wiederwahl abschminken..... und wen soll das arme Volk dann wählen? Will ja keiner den Job machen.... Alle wollen nur gut leben, aber keiner will die notwendigen Steuern dafür entrichten...
vielleicht sollte ich den Job einfach hinschmeissen ? mir einen Schaukelstuhl? und einen Korb ? Strickwolle ???kaufen und Stricken???? Am Besten im nicht zugehörigen Stadtteil Forgotten Hollow....da kommen nicht viele hin..