Ich begrüße euch alle herzlichst hier meinen Erzählungen zu folgen. Natürlich habe ich mir erst mal mal Gedanken gemacht in welcher Rubrik ich wohl besser aufgehoben sein werde.
Die Sims 4: Eigene Kreationen oder Die Sims 4: Geschichten & Videos
In meiner Heimat wo ich zu Hause bin, gibt es sicherlich interessante Architektur und Gebäude. Diese könnte ich euch mit Orts- und Hausführungen vorstellen. Ebenso die einzelnen Bewohner, welche so unterschiedlich erscheinen können wie andernorts auch. Natürlich könnte ich auch über deren Kleidungsstiel berichten und über manchen Fehlgriff mich auslassen. Doch denke ich meine Stärken liegen in einem andern Bereich. ;-)
So will ich mich hier als Erzählerin der Geschichten präsentieren. Doch was ist eine Erzählerin ohne Zuhörer und Leser? Gerne freue ich mich darüber ebenso Lebenszeichen von eurer Seite zu bekommen und möchte euch dazu ermutigen eure Kommentare hier zu lassen.
Und weiter geht es mit unserer Weihnachtsgeschichte. Und zu Wort kommt wieder die liebe Peppermint Shinycrystals
Ja ich bin ein wenig angespannt. Es verändert sich soviel gerade und die Weihnachtvorbereitungen stehen ja auch noch nebenbei an. Dabei läuft es hier im Wichtelhaus ganz gut. Ich habe mich sogar mit meinem Ex-Mann wieder versöhnt. Er hat sich letztens ganz süß bei mir entschuldigt. Zugegeben ein wenig gerührt war ich dabei schon, diese Worte über seine Lippen kommen zu hören. Und ich hab ihm auch verziehen. Aber ganz so einfach ist es dann doch nicht.
Zusammen sind wir erst mal noch nicht. Zu lange und zu tief sitzen immer noch die Verletzungen. Da brauche ich tatsächlich noch etwas Zeit. Aber ich will ihm die Chance geben. Die Chance mir wieder näher kommen zu dürfen. Piper und Mistle sogen ihrerseits für eine gelockerte Atmosphäre.
Mit Piper verstehe ich mich wirklich richtig gut. Er ist ein echter Freund.
Und gleichzeitig so vertraut. Er ist wie ein Bruder für mich.
Eines Abends gab er mir den Tipp, dass er vom letzten Markttag seltene Pilze mitgebracht hatte. Diese hat er hier dann auch selbst eingepflanzt und kultiviert.
Da ich ja eine hervorragende Köchin bin, dürfte ich damit koch technisch experimentieren. Und genau das… werde ich mit Sicherheit versuchen.
Mein Blaubeerkuchen fand schon die höchsten Lobeshymnen. Merry und Piper haben sich inzwischen auch miteinander angefreundet. Zumindest sieht man sie immer wieder miteinander vertieft in Gespräche.
Unsere Goldy ist mit der Zeit in die Jahre gekommen. Ich befürchte das sie diesen Winter doch nicht mithelfen darf beim Ziehen von Santa´s Geschenkschlitten.
Doch dies macht nichts. Ich hab sie lieb und nur das zählt. Sie soll es ihre letzten Tage gut bei uns haben.
Und da feiern wir schon das 1. Kerzenfest. Der Weihnachts-Countdown beginnt. Ich darf die ersten Kerzen anzünden. Das Haus ist hübsch dekoriert und wir singen gemeinsam Lieder.
Piper hat sogar auf meinen Gesang noch getanzt. Was für ein Scherzkeks. Er bringt mich immer wieder zum Lachen.
Wir haben es inzwischen wirklich schön zusammen.
Da es zweierlei verschiedene Pilze sind, die Piper mir für meine Experimente in den Kühlschrank gelegt hatte, kochte ich auch zweierlei verschiedene Suppen daraus. Beide stellte ich ahnungslos wie ich war in den Kühlschrank zurück. Sollte doch jeder selbst auswählen welche davon seine Lieblingssuppe werden würde. Und schon bald griffen wir alle irgendwann hinein.
Was ich dann beobachtete, erstaunte mich ein wenig selbst. Aber wahrscheinlich habe mich da auch nur meine Sinne etwas getäuscht. Ich war mir nicht sicher,- aber es kam mir so vor als würde mein EX sehr die Nähe zu Mistle suchen.
Aber vielleicht täusche ich mich auch. Ach, ich seh schon wieder Gespenster! Dabei wollte ich doch Merry endlich wieder vertrauen.
Aber als Mistle am nächsten Tag sich eine Suppe aus dem Kühlschrank holte, musste ich dann doch lachen wegen ihrer Reaktion.
Sie hustete und keuchte schon nach dem ersten Löffel. Ob denn das wirklich so scharf sein müsste, fragte sie mich dabei halb empört, halb entsetzt.
Ich antwortete ihr ganz mit einem breiten Grinsen: „Wer nicht scharf essen kann, kann auch nicht heiß lieben!“
Bei Piper war ich mir allerdings nicht so sicher welche der Suppen er erwischt hatte? Irgendwie wirkte er stiller und ein wenig bedrückt an diesem Tag.
Ein bisschen als ob er Liebeskummer hätte.
Die nächsten Tage waren seltsam. Zwei Männer schwänzelten um mich herum. Und ein jeder war bemüht, mir auf irgendeiner Weise behilflich zu sein.
Die Weihnachtszeit ist auch die Zeit der Plätzle, Gutsle, Hartgebäck… einfach süßes Naschwerk. Und dieses buk ich reichlich.
Mistle hat mal wieder einen Clown gevespert und machte heute wieder reichlich Witze.
Und sieh an,- selbst Merry wurde das irgendwie zu viel.
Trotzdem blieb er bei ihr und verbrachte weiter seine Zeit mit ihr.
Und falls ihr wissen wollte wer dieses Jahr bei uns die Weihnachtsmaus war? :) Natürlich unsere kleine Naschkatze Mistle. Immer wieder griff sie in den Schank um sich Keks für Keks zu holen.
Aber keine Sorge, ich habe genügend gebacken und ein paar auch an anderen Orten versteckt. Zum Winterfest wird es auf jeden Fall noch was davon geben.
Und dann kam die Nacht des Abschiedes. Ein letztes mal ausgiebig streicheln.
Ich spürte es schon seit einigen Tagen und nun war es so weit.
Und ich war da und stand Goldy bei. Ich nahm ihr die Angst vom Sensenmann indem ich sie einfach mit meinen Armen fest umschloss.
So hab ich auch mal Bock, Weihnachten zu feiern, haha.
Wenn aber bei mir ein Tier stirbt, habe ich keine Chance es zu streicheln. Hm, hab´s immer versucht, doch konnte nichts auswählen. Fand ich immer bisschen schade.
Es bleibt trotzdem noch gut offen, wer nun mit wem und so. Nur weil der eine mit dem anderen öfters mal redet, heißt das ja noch gar nichts. :D
Aber hab gesehen: Pepper hat nen Liebesbalken bei Patchy?*lol. Der ist es - eindeutig :D
Vielen Dank für deinen Kommentar liebe @Kucki . Ja das mit dem lieben Patchy :D , da habe ich selbst keine Ahnung wann und wie das passiert ist? Ich hatte da auf jeden Fall nicht meine lenkende Finger im Spiel. Fand es aber dann auch lustig, als ich dies das erste mal bei ihr entdeckte. Aber Pepper ist noch nicht fertig und nun folgt noch ihr zweiter Teil.
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Die Wirkung der Suppen ließ bald wieder nach. Trotzdem hatte sie gefühlt irgendetwas verändert. Ich konnte es irgendwie nicht erklären was es genau war.
Jeder, aber wirklich jeder stand unter der Wirkung dieser Suppen. Was sind das nur für Pilze, die sowas können? Ich werde vorsichtiger damit sein müssen und sie als Zutaten mit Bedacht einsetzen.
Doch nun scheint wieder alles seinen normalen Gang zu gehen. Nur Piper,… der kommt mir seit dem tatsächlich etwas verändert vor. Nachdenklicher und stiller?
Ich werde nicht aus ihm schlau. Manchmal hab ich sogar das Gefühl, er geht mir absichtlich aus dem Weg. Und dann wieder als suchte er meine Nähe und wollte mir was mitteilen. Aber sagen tut er dann nichts.
Wir haben uns ein neues Lama angeschafft. Ein weißes, welches wir deshalb dann auch Schneefloecken genannt haben. Vielleicht darf dieses Tier mithelfen bei Santa’s Schlittenfahrt. Die letzten Sonnentage genießen wir nochmals zusammen draußen im Garten. Es ist schon recht frisch geworden und ein bisschen kann man den Schnee vom Nordpol schon riechen.
Piper saß den ganzen Nachmittag an meiner Seite und schaute mir gebannt beim Stricken zu. Ich wusste gar nicht, dass er sich für sowas interessiert?
Doch irgendwie machten seine Blicke mich auch ganz nervös und ich musste meine Stricknadeln beiseitelegen und ins Haus gehen. Dort wusch ich mit viel kaltem Wasser meine schwitzenden Hände.
Was war bloß los mit mir? Sowas kannte ich ja gar nicht von mir? Aber wahrscheinlich mache ich mir nur zu viel Gedanken. Vielleicht sollte ich wieder etwas mehr auf Merry achten? Aber das Verhalten von Piper verwirrt mich zunehmend.
Am liebsten würde ich mit Mistle darüber reden. Doch ich weiß nicht, was sie dann von mir denkt? Ich weiß ja selbst nicht was plötzlich mit mir los ist?
Strick ich erst mal eine hübsche Decke für unser Schneefloeckchen. Denn draußen fängt es gerade an zu schneien. Ich möchte nicht dass das arme Tier frieren muss. Und eine gute Ablenkung ist das Stricken nebenbei auch.
Im weißen Schnee ist das Schneefloeckchen kaum mehr zu sehen. Ich bürste sein schneeweißes Fell und lege ihm meine selbstgestrickte Decke über.
Nun hast du es schön warm mein Liebes.
Als ich wieder reinkam saßen Mistle und Piper am Kamin. Sie unterhielten sich gerade.
Da mir gerade danach war rief ich einfach in die gute Stube: „Hey ihr Ofenhocker- wer hat Lust auf eine wilde Schneeballschlacht?“ Die Männer sahen sich grinsend an und riefen mir entgegen: „Da möchte wohl jemand eingeseift werden? Kannste haben!“ Und Schwupps rannte die beiden nach draußen. Ehe ich mich versah, war die schönste Schneeballschlacht im Gange.
Mistle zog es vor die Schneeballschlacht lieber von drinnen hinter dem Fenster zu beobachten. Hat wohl Angst vor so nem bisschen kaltem Schnee.
Später als sich Piper dann auch wieder nach drinnen verzog, baute ich mit Merry zusammen noch einen Schneemann. Ich genoss es wirklich wieder diese gemeinsame Zeit zu zweit, mit ihm allein.
Und schon wieder ist eine Woche vergangen. Ich selbst bin verwirrt und weiß nun erst recht nicht mehr was ich will oder auch nicht?
Vielleicht sollte ich das einfach etwas gelassener angehen? Wenn der richtige Moment da ist sich zu entscheiden…, dann werde ich sicherlich wissen was zu tun ist.
Aber morgen ist erst mal das 2. Kerzenfest. Piper darf morgen die Kerzen anzünden.
Richtig süß. So ein Verhalten kennt man ja eigentlich nur von den Jugendlichen. Die erste große Liebe und hach alles so toll und diese Schmetterlinge, haha. Es macht Spaß zu lesen und zu sehen, wenn man es in jeder Altersklasse sieht.
Würde mir auch Inspiration für meine Geschichte geben, falls einer meiner Simsis mal verlassen wird - so wie ja bei Amethysia und Micha.
Das Spiel hat verdammt richtig viel Luft nach oben. Jeder macht da sein eigenes Meisterwerk draus.
Danke für deinen lieben Kommentar @Kucki. Nur weil man erwachsen ist, heißt das nicht, dass man sich da auch immer so verhält, was in der ersten Verliebtheit geschieht. Manchmal ist gerade die erwachsene, vernünftige Sichtweise sogar sehr hinderlich dabei, das zuzulassen und zu erkennen wollen, was eigentlich für alle Außenstehenden oft schon längst klar ist. Und es ist tatsächlich so... die berühmten Schmetterlinge im Bauch gibt es tatsächlich auch noch im Altenheim. ;)
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Piper Jollypudding
Aktueller Status: ((man beachte: dieser Wichtel ist mit dem Schneemann befreundet! :D ))
Wir erinnern ons. I ben der Wichtel mit dem saukomischen Dialekt, den koiner so richtig verstoht. ((Ich werde nun aber trotzdem mit Schriftdeutsch gleich weiter schreiben…,schon allein damit wir ihn verstehen was er uns zu erzählen hat ;) )) Heut bin ich der Feuermeister und darf die kleinen Kerzle anzünden. Was isch des für eine Gaudi. Wir singen zusammen und sind fröhlich.
Vielleicht rückt nachher Pepper, wenn wir alle das gut gemacht haben, ein paar von ihren leckeren Keksen heraus.
Also dann singt mal alle los.
Und Mistle, ich weiß ja das du singen nicht magst. Aber sing doch bitte nicht so schief und falsch. Das schmerzt in unseren Gehörgängen.
Aber mein Schätzle, die hat wirklich eine liebliche Stimme. Ihr könnte ich stundenlang zuhören und meine sehnsuchtsvollen Blicke zuwerfen.
Doch leider muss diese Liebe für mich unerfüllt bleiben. Ich habe es Merry versprochen mich da zurückzuhalten, obwohl es mir immer schwerer fällt dies auch zu tun. Aber was soll ich machen? Mich hat es halt voll erwischt. Es ist schon so: Nichts kann brennen so heiß, wie eine Liebe von der niemand was weiß! Zur Feier des Tages fangen wir schon mal an den Baum ein wenig zu dekorieren. Nur ein ganz kleines bisschen.
Und wieder bin ich in der Nähe meines heimlichen Schätzle. Ach, ich könnte sie wirklich knuddeln, wenn sie so in ihrem Hemdchen vor mir steht. Ich kann da Merry ehrlich gesagt überhaupt nicht verstehen, dass ihn sowas kalt lässt?
Wenn ich doch nur könnte, wie ich wollte. Das Versprechen, das ich aber Merry gab, bindet mir meine Hände. Und was Santa dazu sagen wird, dass will ich gar nicht wissen. Mit Mistle bin ich jetzt best Friends geworden.
Wurde ja auch endlich mal Zeit. Sie ist wie meine kleine tollpatschige Schwester. Ein kleines Schusselchen.
Sie möchte man am liebsten vor allem beschützen. Aber wirklich ernst nehmen kann man sie nicht mit ihrer Art.
Und wenn jemand einen Fettnapf findet, in den man hineintreten kann, dann ist sie es. Sie ist sozusagen der lebendige Such-Detektor für Pannen, Pech und Pleiten. Manchmal hat man echt das Gefühl, sie zieht das Unglück magisch an. Dass sie trotz allem ihre offene und fröhliche art beibehalten konnte, zeichnet sie nur in ihrem Wesen aus.
Auch für Schneefloecken hatte ich eine großartige Idee, um sie besser im Schnee zu erkennen. Mit einem Spezialfutter, aus den Pilzen im Garten färbte sich ihre Wolle ein. Die Mädels sind ganz begeistert von der roten Wolle, die ich ihnen nach dem Scheren bringe. Damit können sie nun noch farbenreicher ihre Strick- und Stickwerke gestalten. ((Und dann ritt es mich! Als ich diese Option im Gespräch mit Patchy sah.- Mir war auch klar das dies eventl. zu Nachwuchs führen kann - wer hatte nochmals den Liebesbalken? – Stimmt da war ja was bei Pepper))
((jetzt erzählt aber Piper weiter ;) )) Mit Patchy führte ich sehr intensive und aufschlussreiche Gespräche. Seine Antwort war eindeutig und da kam mir dann eine Idee wie ich da ein wenig nachhelfen könnte. Vielleicht lag es einfach daran, dass er noch nicht die richtige Frau für sich gefunden hatte.
Da werde ich ein wenig den Liebesbengel Amor spielen. Wenn schon mein eigenes Glück nicht erreichbar ist, dann sollen es wenigstens andere haben.
Mistles Blick am Kühlschrank, wie sie heimlich Kekse nascht - so süß! Schon berührend zu sehen, wie die Tierchen ins Jenseits kommen, da wird sogar der Sensenmann ganz weich. <3 Ohoh, da hat es Piper aber so richtig erwischt ... und Pepper scheint da auch etwas mehr zu spüren als nur Freundschaft, aber irgendwie trauen sich jetzt die beiden nicht, offen das anzusprechen, was ihnen auf der Seele brennt. Alle wollen Merry nicht verletzen, und der ahnt wahrscheinlich von dem ganzen Dilemma nicht einmal etwas. Wegen Patchys "Familienzuwachsgespräch" ... ich glaube, das könnte sich auf das neue Lama beziehen. ;)
Vielen Dank auch für deinen Kommentar @Julchens77 . Ja, bei Mistle da kam mir sofort dieses Gedicht von der Weihnachtsmaus von James Krüss in den Sinn, als ich sie so vor dem Kühlschrank naschend stehen sah. :D
Na? Und an wen habt ihr gedacht? Nun ich bin a ganz großes Schlaule. Natürlich weiß ich das Patchy auch auf Mädels steht. Also scheidet Merry schon mal aus. ;) Und ich? Na ja, ich werde doch nicht die Frau mit Patchy zusammen bringen, die ich selbst haben möchte. Mir reicht ein Konkurrent da völlig aus. Aber für meine beste Freundin, da konnte ich es mir sehr gut vorstellen. Also schlug ich Patchy vor, er soll sich doch mit Mistle treffen und mal mit ihr ausgehen. Sie würde sich bestimmt darüber freuen. ;)
Wenige Tage später erfuhr ich, dass Patchy und Mistle miteinander befreundet sind.
Patchy bedankte sich sogar bei mir dafür, dass ich ihn und Mistle zusammengebracht habe.
Mistle beriet sich mit Pepper nun sehr ausführlich; was man zu einem Date anzieht, welchen Lippenstift man aufträgt und ob man sich die Finger lackieren soll? Frauenkram, von dem ich keine Ahnung hatte. Aber was ich als Freund bei ihr sehen konnte war, wie fröhlich sie ihrem Date entgegenfieberte.
Sie war ganz schön nervös und versuchte sich im Schaukelstuhl ein wenig zu beruhigen.
Ich konnte sie da sehr gut verstehen. Vor allem da es mir Tag täglich selbst so erging.
Schon der alleinige Anblick von meinem „Schätzle“, so wie sie da saß und im Schaukelstuhl mit ihren Strickarbeiten, ließ mein Herz höher schlagen.
Manchmal dachte ich, jetzt…- genau jetzt ist der Moment wo ich ihr das gerne sagen möchte.
Doch dann erinnerte ich mich an mein Versprechen, das ich Merry gegeben habe und ließ es dann einfach.
So redeten wir über belangloses. Hauptsache ich konnte in ihrer Nähe sein.
Wenn ich tanzte, schaute ich immer wieder über meine Schultern, um nachzusehen, ob sie auch zu mir schaut. Ich wünschte es mir so sehr, dass sie mich sieht.
Immer mehr kam ich für mich zu dem Entschluss, dass Merry sie eigentlich gar nicht verdient. Er sieht sie nicht mal. Zumindest kam mir das so vor bei meinen Beobachtungen.
Ich musste mich dringend ablenken von diesen Gedanken. Ich hatte es Merry versprochen. Es darf einfach nicht sein. So beschäftigte ich mich mit Reparaturarbeiten.
Doch irgendwann konnte ich nicht mehr anders und ich musste es ihr endlich sagen. Ich musste meine Gefühle für sie Ihr offenbaren. Dazu lud ich sie zu einem Date ein.
Aber ich glaube, ich habe sie mit meinem Geständnis überfordert. Etwas befangen kehrten wir dann später wieder zurück.
Merry´s Blicke, die an mich gerichtet brannten wie Feuer. „War was?“, wollte er von mir wissen. Ich antwortete wahrheitsgetreu: „Nö, was soll schon gewesen sein?“ Daraufhin meinte Merry nur noch: „Dann ist ja gut!“ Was soll ich nur tun? Nächtelang liege ich wach in meinem Bett vor Sehnsucht.
Und das einzige, was ich sehe, ist sie.
So nah und doch so fern.
Um mich erneut abzulenken und auf andere Gedanken zu bringen, spielte ich wieder Schicksalsgott bei meiner besten Freundin. Da ich ja jetzt wusste, dass Patchy und sie ein Paar sind, sprach ich ihn nochmals auf Familienzuwachs an. Und dieses mal war seine Antwort:
Na da bin ich ja jetzt gespannt? Ich schmunzelte, da ich Mistle nicht eingeweiht hatte. Und diese war auch wirklich ahnungslos, bis…
Patchy sie selbst darauf ansprach.
Was die beiden nun miteinander vereinbart hatten weiß ich nicht. Aber Mistle kam recht empört auf mich zu.
Mistle: „Duuuu, eines möchte ich dir jetzt mal unmissverständlich sagen. Halt dich in Zukunft aus meinem Liebesleben raus!“ Piper: „Aber… wir …sind doch …beste Freunde!“ Mistle: „…eben!“
Als sie sich wieder abwandte, hörte ich noch, wie sie sagte: „Und falls ich doch mal einen Rat von dir brauche, werde ich mich schon selbst bei dir melden.“
Puhhh, dabei habe ich es doch nur gut gemeint. Aber gut! Ich hatte eh meine eigenen Probleme. So durfte ich mir weiterhin nicht anmerken lassen, wie es um mich stand. Ich wollte und musste Pepper nach meinem Geständnis Überfall erst mal Zeit lassen. Zeit lassen, um sich selbst klar zu werden, was sie eigentlich will. Und ich darf ihr den Weg zu Merry nicht verbauen, falls sie sich doch für ihn entscheidet.
Denn noch hatte ich das Gefühl, dass ich etwas wieder gut machen müsste. Mein Geständnis Überfall musste auf sie wie ein Hammer gewirkt haben. Aber so wollte ich eigentlich nicht mit der Türe ins Haus fallen.
Daher dachte ich, ich packe die nächste rote Wolle, die ich selbst geschoren habe, in ein schönes Päckchen. Und genauso überreichte ich ihr es.
Gespannt beobachte ich ihre Reaktion. Die rote Wolle würde sie bestimmt freuen. Damit kann sie sicherlich wieder sehr schöne Sachen stricken.
Und die Wolle gefiel ihr dann tatsächlich und wahrscheinlich gefiel ihr auch die Mühe, die ich mir mit dem Verpacken gemacht habe. Ich hab da auch all meine Liebe mit hineingepackt.
Sie nahm so ganz spontan ein Röschen aus der nächst stehenden Vase und überreichte es mir als Dank für diese kleine nette Überraschung.
Ihre Worte dazu, die sie mir zuflüsterte, ließen meine Sinne Tango tanzen. Ich fühlte mich wie auf Wolke 7.
Ich entflammte regelrecht für mein Schätzle. Für sie stand ich im Feuer! Wie warm wird mir, bei dir mein Herz!
Oh, oh…moment mal…? Bin ich doch tatsächlich in meiner Träumerei etwas zu nah an den Kamin gekommen. Ähmmm… FEUER! Meine Freundin Mistle griff beherzt zu einem Feuerlöscher. So in Flammen, konnte sie mich nicht stehen sehen.
Auch mein Schätzle trug zu meiner Lebensrettung bei. Ich war ein entflammter Liebhaber und zwei rettende Engel.
Frauenpower durch und durch…, was kann mir da noch schlimmes passieren?
Die Mädels waren nach dieser Rettungsaktion ganz schön stolz auf sich. Das steht ihnen aber auch zu, finde ich.
Ich verkohlter Jüngling suchte erst mal das Weite. Diesen armseligen Anblick möchte ich den Damen nun doch ersparen.
Trotz dieses Ungeschickes war ich im 7. Himmel. Sie gab mir ein unmissverständliches Zeichen ihrer Zuneigung. Darauf möchte ich aufbauen.
Ich duschte mich schnell und zog mich um. Als Merry nach Hause kam, sah man nichts mehr von meinem vorhergehenden Unglück. Und als Unglück empfinde ich es auch nicht wirklich. Hat sie denn mit ihrer selbstlosen Rettungsaktion nicht gezeigt, dass ich ihr wichtig bin? Ich geh für sie durchs Feuer und sie rettet mich! Unschuldig tanzend wir nun nebeneinander, die Nähe des andern fühlend. Merry zog sich sogleich ahnungslos und müde in sein Schlafzimmer zurück. Ein bisschen drückte mich das schlechte Gewissen ihm gegenüber. Ich hatte VERSPROCHEN und ich wusste jetzt das ich dieses Versprechen nicht halten kann.
Doch kaum war Merry verschwunden, sah ich nur noch sie. Wir waren inzwischen allein im Zimmer und ich wollte mich noch bei ihr für die Rettung bedanken.
Verlegen standen wir uns gegenüber,… und meine geheimen Wünsche und Träume übernahmen die Führung. Mit einem zarten Kuss berührte ich ihre Lippen.