Ich begrüße euch alle herzlichst hier meinen Erzählungen zu folgen. Natürlich habe ich mir erst mal mal Gedanken gemacht in welcher Rubrik ich wohl besser aufgehoben sein werde.
Die Sims 4: Eigene Kreationen oder Die Sims 4: Geschichten & Videos
In meiner Heimat wo ich zu Hause bin, gibt es sicherlich interessante Architektur und Gebäude. Diese könnte ich euch mit Orts- und Hausführungen vorstellen. Ebenso die einzelnen Bewohner, welche so unterschiedlich erscheinen können wie andernorts auch. Natürlich könnte ich auch über deren Kleidungsstiel berichten und über manchen Fehlgriff mich auslassen. Doch denke ich meine Stärken liegen in einem andern Bereich. ;-)
So will ich mich hier als Erzählerin der Geschichten präsentieren. Doch was ist eine Erzählerin ohne Zuhörer und Leser? Gerne freue ich mich darüber ebenso Lebenszeichen von eurer Seite zu bekommen und möchte euch dazu ermutigen eure Kommentare hier zu lassen.
Uh, immer unheimlich, der Auftritt vom Sensenmann. Einer, der bei Wind und Wetter arbeitet ?⚡? ... Gehabt dich wohl Elsa. Piper muss ja sehr unsicher sein, wenn er jedes Wort zwischen Pepper und Merry gleich so auf auf die Waage legt ??. Wer weiß, ob das der letzte Eifersuchtsanfall war ? ...
Nachbarschaftsgeschichten in der Weihnachtswichtelwelt
In dieser Nacht träumte Flora von ihrem Feld mit den großen Früchten und wie einer ihrer Kürbisse immer größer wurde. Er wurde so groß, dass sie selbst locker darin Platz finden würde, wenn er sich öffnen würde. Kaum hatte sie das gedacht, öffnete sich tatsächlich am Kürbis eine Türe. Aus dem Innenraum schimmerte ein grünes, sanftes Licht. Neugierig wie Flora war, trat sie näher und schließlich ein….
Wie jetzt? War das immer noch ein Traum? Plötzlich fühlte es sich alles so real an. Florentine befand sich plötzlich an einem für sie unbekannten Ort. Ihr Körper fühlte sich an als würde es ihn zerreißen. Was geht da nur vor sich?
Was geschieht hier?
Was geschieht mit ihr?
Ein Mann, blieb erschrocken stehen und beobachtet das Schauspiel, was sich da vor seinen Augen vollzog. War sie immer noch die Flora und wo war sie hier?
Bruchstücke ihrer Erinnerung kamen und gingen. So erinnerte sie sich noch an diese junge Frau.
Doch wer war sie? Flora fühlte, dass diese Frau ihr nicht böse gesinnt war. Im Gegenteil, es war für sie sogar sehr beruhigend, zu wissen, dass es sie gibt. Sie sollte auf etwas aufpassen, was Flora sehr wichtig war. Doch was war das nur?
Im nächsten Moment schaute sich Flora erst mal um. Wo war sie denn hier eigentlich? Wohnte sie hier? Wird wohl so sein? Anders konnte sie es sich nicht erklären, wieso sie hier war. Im nächsten Moment überkam sie der Drang, sich um den Garten zu kümmern. Sie hatte ein paar Pflanzensamen in ihrer Tasche gefunden. Diese streute sie nun aus und legte den noch leeren Platz an und gab ihm eine Struktur.
Weiter hinten stand ein Zelt unter einer Glas-Überdachung. Dort waren auch eine Toilettenkabine, ein Waschbecken und eine Campingdusche aufgebaut. Ein Sitzplatz und eine Grillgelegenheit gab es auch.
Es sah gerade so aus, als hätte sich hier jemand häuslich niedergelassen zum Dauercampen. Aber irgendwie empfand es Flora aus einem unerklärlichen Grund, sehr gemütlich und heimisch. Dies musste ihr Zuhause sein. Anders konnte es nicht sein.
Sie spürte auf einmal einen großen Drang nach Sonnenlicht. Doch hier war es bewölkt und kühl. Es musste Anfang Herbst sein, denn die Pilze schossen nur so aus ihrem Garten. Sie selbst suchte aber nach Wärme und vor allem war sie auf unerklärliche Weise sehr sonnenhungrig. Instinktiv erinnerte sie sich an einen Landstrich, der Sulani hieß. Dort müsste doch die Sonne scheinen. Zumindest hoffte sie dies und machte sich auf den Weg dorthin.
Sie war noch nie zuvor in Sulani, kannte dieses Land nur durch Erzählungen. Doch es fühlte sich für sie richtig an. Hier würde sie ihren Sonnen-Hunger stillen können.
Auch Wasser gab es hier genug. Denn auch das Wasser scheint für sie plötzlich sehr wichtig zu sein. Wenn sie sich zu lange in der Sonne befand, bekam sie einen großen Durst.
Florentine verstand trotzdem nicht, was mit ihr ist? Verwundert entdeckte sie, wie Knospen und Blätter an ihren Händen zu sprießen anfingen.
Wie bei einer Pflanze dachte sie sich noch. Doch das kann doch gar nicht sein? Wie ist das nur möglich?
Für Florentine blieb es ein großes Rätsel.
Plötzlich fühlte sie sich sehr schlapp und ausgetrocknet. Und wieder handelte sie nach ihrem Bedürfnis und es zog sie regelrecht ins Wasser.
Ahhhh, das tat gut…. Florentine fühlte sich gesättigt und erfrischt. So konnte sie nun zurückkehren. Zurück zu dem Zelt, das ihre Heimat zu sein schien.
Ich ahnte es - du spielst mit Flora diese Pflanzen-Challenge! o:) Ich hab damit auch angefangen, aber schon wieder abgebrochen. Schade, dass man die Frisur nicht wenigstens anpassen kann. Aber Flora steht ja eh jede Frisur. ;) Die Arme - jetzt fast wieder bei Null anfangen ... was es wohl mit dieser Erinnerung an die andere Simsine auf sich hat ... ;)
Danke für eure Kommentare liebe @Reuse , @Kucki und liebe @Julchens77 Und es geht auch sofort weiter,...mit den Erlebnissen von Florentine als Pflanzensim
Nachbarschaftsgeschichten in der Weihnachtswichtelwelt
Die erste Nacht im Zelt zu schlafen war herrlich für Florentine.
Das einzige, was ihr fehlte war eine Solarlampe, die sie am Zeltdach anbringen könnte. Dann wäre sie morgens beim Aufwachen sicherlich nicht so hungrig. Da im Herbst die Tage kürzer wurden, ging auch die Sonne etwas später auf. Um selbst nicht zu verhungern, suchte sich Florentine Pflanzen in der Umgebung, welche noch das Sonnenlicht in sich gespeichert hatten. Von diesen und da fragt mich nicht wie das geht, holte sich Florentine ihre Ration Nahrungsenergie, bis dann endlich die Sonne sich zeigte. Diese Pflanzen, welchen so das Sonnenlicht entzogen wurde, verkümmerten bis zu dem Zeitpunkt wo sie erneut das Sonnenlicht wieder aufnehmen konnte. So vorerst gesättigt startete Florentine in ihren Tag. Sie kümmerte sich dann zuerst um ihren Garten, pflegte diesen und erntet, was die Pflanzen ihr gaben. Während sie das tat, erinnerte sie sich an die Bruchstücke ihres letzten Traumes.
Da war ganz verschwommen ein Tier. Was war das für ein Tier und weshalb kam es ihr so vertraut vor? Sie selbst verband, obwohl sie es nicht so genau erkennen konnte, etwas Positives damit. Und je mehr sie daran dachte, kam eine unerklärbare Sehnsucht. Da wurde ihr zum ersten mal so richtig bewusst, dass sie ganz alleine hier war. Nur sie und die Pflanzen. Die Sonne ging auf und kam hinter den Wolken hervor. Endlich wurde sie an diesem Morgen so richtig satt.
Und wieder fingen ihre Hände an zu kribbeln und sprossen die Blätter. Himmel, was war das nur? Was ist da nur mit ihr geschehen?
((Das ist übrigens der Baum, auf dem die verbotenen Früchte wachsen ;) ))
Nur ganz langsam zeigten sich ihr ein Bild einer seltsamen Frucht.
Ja, so eine Frucht hatte sie gegessen. Seit dem war nichts mehr wie es war. Dabei konnte sie noch nicht einmal genau sagen, wie es vorher gewesen sein sollte? Die Erinnerungen an ein zuvor, blieben verschollen. Da war nur noch so ein Gefühl.
So vergingen die Tage, blieb es sonnig, hielt sich Florentine in ihrem Garten auf. War allerdings der Himmel bewölkt, zog es Flora vor, nach Sulani zu gehen. Dort nutzte sie die Zeit zum Fischen.
Denn Fische sind gut als Dünger für die Pflanzen zu gebrauchen, damit sich diese schneller weiterentwickeln. So rächt sich der Kreislauf der Pflanzen. Die Tiere, die zuvor die Pflanzen aßen, wurden jetzt mit der Hilfe von Florentine selbst zum Futter. Ihr Garten wuchs und gedieh. Und auch sie schien mitten drin regelrecht auszuschlagen.
Sie selbst konnte es immer noch nicht verstehen und so fragte sie eines Abends einfach den erstbesten Sim der an ihrem Grundstück vorbeiging, um Rat.
Doch dieser (wir kennen ihn ja alle :) ), konnte ihre Fragen auch nicht wirklich beantworten, versprach aber sich mit diesen zu befassen und gelegentlich bei ihr hier vorbeizukommen. So zogen die Tage ins Land und ihre Pflanzen entwickelten sich durch ihre gute Pflege weiter.
Doch sie fühlte sich zunehmend einsam. Tief in ihrem Inneren kamen immer wieder Bilder in ihr hoch, wo viele Sims glücklich zusammen sitzen, wo gesprochen und gefeiert wird.
Dies weckte eine Sehnsucht, selbst Feste zu geben und sich mit Sims und Simsinen zu umgeben. Und so putzte sie sich heraus und lud Gäste ein.
Sogar gekocht hatte sie für diese, obwohl sie selbst keinen Nutzen von solcher Nahrung hatte. Da aß sie dann lieber ihre geerntete Rohkost, denn auch diese sättigte sie. Ein Paprika, ein Apfel oder auch ein Pilz konnten ihr ebenso die nötige Energie geben. Diese Erkenntnis war für sie überlebenswichtig, besonders an dunklen und bewölkten Tagen.
Das Fest wurde ein voller Erfolg und Flora fühlte sich so richtig wohl zwischen ihren Gästen.
Glücklich ging sie am nächsten Tag dann wieder nach Sulani. Sie selbst brauchte die Sonne und Fische für die Düngung ihrer Pflanzen.
Später traf sie sich mit einer Simsine, welche sie am Abend zuvor eingeladen hatte. Es war die Fasnet-Närrin Rosenmontag.
Zusammen hatten die beiden sehr viel Spaß beim Kartenspielen.
Über das Gespräch versuchte Flora herauszubekommen, ob sie denn schon immer hier war? Sie wusste ja überhaupt nichts, konnte sich einfach an gar nichts mehr erinnern. Aber auch die Fasnet-Närrin konnte ihr da nicht wirklich weiter helfen.
Trotzdem war die Fasnet-Närrin froh, dass es Flora gibt und sie kennenlernen durfte. Die beiden Simsinen verstanden sich richtig gut.
Oft saßen sie zusammen bis in die dunkle Nacht.
Das einstige leere Grundstück entwickelte sich prächtig. Der Garten war inzwischen optimal angelegt. Selbst ein Kuhbeerensämling fand den Weg ins Erdreich. Seit diesem Tag hatte Flora ihr passendes Haustier, welches sie versorgen konnte.
Die Anziehungskraft des Duftstoffes von dem Tortenköder beindruckten Flora wenig. Wahrscheinlich war sie sogar dagegen immun.
Aber andere Sims fanden den Lockstoff unwiderstehlich. Darum hielt Flora schon sehr streng die Fütterungszeiten ein, sodass kaum jemand das Tortenstück zum Sehen bekam. Die Fasnet-Närrin begleitet Flora auch nach Sulani. Zusammen fischten sie und genossen den schönen Tag.
Gut gelaunt machte Flora ein Selfi von sich in Sulani.
Auf dem Foto betrachtete Flora das erste mal das Blätterdach auf ihrem Kopf. Dass da oben auch Blätter wuchsen, wusste Flora noch gar nicht. Vielleicht hätte sie doch auf das letzte Flohmarktangebot eingehen sollen und sich dort einen Spiegel zu besorgen? Andererseits, - wozu eigentlich? Einen Spiegel hatte sie seither noch nie vermisst. Und sicherlich würde sie auch in nächster Zeit keinen Spiegel benötigen.
Ob Floras Erinnerungen bald Licht ins Dunkel bringen?? Da tauchen ja schemenhaft schon Sweety und die Wichteltruppe in ihren Träumen auf - oder träumt Flora etwa doch dieses Leben? Die Kuhpflanze ist ja lustig platziert auf dem Grundstück - wie ein Wächter. Oder um vorbeigehende Passanten rasch mal zu verschlucken, wenn Flora nicht hinsieht ;) Schön, dass Flora aber wieder neue Kontakte knüpfen kann.
Uy, so sieht die Pflanzensims-Challenge aus. Interessant wie du das zu einer Geschichte in der Geschichte garnierst und eine Geschichte um den Schnurps über seine Erinnerungen obendrauf serviert (kommt mir sehr bekannt vor ? so ein grübelnder Knirps …). Bin gespannt wie Florentine zu ihren Erinnerungen und ihrer vorherigen Heimstätte zurückfindet … vier Simstage später … Möge die Wachkuh im Garten über Florentines Träume wachen ??
Danke auch dir liebe @Reuse für deinen Kommentar. Dann werde ich gleich mal weiter machen, um möglicherweise gleich die nächste Verwirrung zu starten. ;)
Nachbarschaftsgeschichten in der Weihnachtswichtelwelt
Was für ein Morgen! Es hatte geschneit, über Nacht. Der Winter ist angebrochen. Florentine war ebenso überrascht und musste sofort ein Erinnerung-Selfi machen.
((Ganz ehrlich unter uns…, wer diese Challenge machen möchte und die besondere Herausforderung sucht, nimmt den Herbst und Winter dafür. Alle anderen, die diese Challenge schnell hinter sich bringen möchten, sollten tatsächlich mit ihrem Sim nach Sulani ziehen. Dort hat Pflanzensim alles was er zum Leben benötigt. ;) )) Viele Pflanzen, die im Herbst noch wuchsen, haben sich über die Nacht zurückgezogen. ((Na klasse, so kurz vor dem Ziel eine „perfekte Frucht“ zu ernten. :/ )) Die Winterpflanzen sind dafür nun endlich gesprossen und bedurften Florentinas Pflege.
Florentine ließ sich aber dadurch nicht beirren und startet mit Elan in den Tag. Solange die Sonne scheint und das Wasser nicht in der Leitung gefriert, ist alles gut.
Die Kälte ist hier weniger das Problem, solange man sich mit warmer Kleidung schützt. Und so ein schöner Wintertag bietet ja auch noch andere kreative Kurzweil an.
Zusammen mit der Fasnet-Närrin wurden Schneekugeln gerollt und aufeinander gesetzt.
Was im Sommer die Vogelscheuche im Garten ist, wird im Winter der Schneemann sein.
Und die Kälte hält auch nicht davon ab sich bei heißer Bohnensuppe und wärmenden Apfeltee zu treffen.
Zugegeben, um lange zusammen zu sitzen, war es dann doch etwas frisch. Lieber öfters kleine kurze Treffen, als gar keine Besuche mehr zu bekommen. Zum Glück waren die Fische im Aquarium Frost-gesichert. Nicht auszudenken, wenn das über die Nacht plötzlich zum Eisklotz mutieren würde.
So zu sagen Eis-Kunst mit gefrorenen Fischen. Unter dem Glasdach war es beständig dämmerig. Aber die Schneehaube wirkte wie eine Isolationsschicht, gegen die Kälte.
Jetzt, und vor allem an den Tagen wo der Schneefall nicht enden wollte, zog es Florentine erst recht nach Sulani. Vor allem benötigte sie seit dem Wintereinbruch noch viel mehr Fische für ihre Pflanzen. Eigentlich war es egal, selbst der Mülleimer wurde auf dem Grundstück umgedreht, nur damit man etwas hatte um in den Boden einzuarbeiten.
Was Flora, selbst nie sah, war, wenn sie durstig wurde, dass sie dann ihre Haarfarbe änderte. Das Blätterdach auf ihrem Kopf wurde grau wie eine abgestorbene Pflanze.
Doch sobald sie sich auf irgendeine Weise wässerte…(Wasser trinken, duschen, schwimmen)
regenerierten sich die Blätter und ihre Farbe.
Selfis machte sie allerdings auch nur in diesem Zustand von sich.
Es war einfach herrlich in der Winterzeit nach Sulani zu gehen. Dort blühte sie erst so richtig auf und welkte abermals unter der Sonne.
Einmal geschah allerdings etwas ganz anders mit ihr.
Sie wurde ein ganz normaler Sim. Kamen jetzt endlich ihre Erinnerungen zurück? Nein! Sie wusste nicht weshalb, aber sie holte sich ebenso eine Frucht wie die erste aus ihrem Gepäck und aß diese sofort. Und dann ging sofort die Verwandlung zurück.
Florentine wurde wieder ein Pflanzensim.
Und in diesem Zustand verbrachte sie ihre weiteren Tage. Es kamen vorerst auch keine Träume mehr, die ihr ihren Ursprung verraten könnten. Es war ihr als sei sie schon immer ein Pflanzensim gewesen.
Doch dann passierte etwas Gruseliges … was sie selbst erschaudern ließ.
Da stand sie eines Tages ihrem selbst gegenüber. Für sie war es als würde sie in einen Spiegel schauen und da…da kam ihr eine Erinnerung zurück. Sie sprach die andere an: „Du bist ich?“ Die andere nickte. „Was ist mit mir geschehen?“ Die andere zuckte mit ihren Schultern. „Kannst du mir sagen, ob ich schon immer hier war?“ Und wiederum zuckte die andere mit ihren Schultern. Flora, die grüne: „Kannst du nicht sprechen?“ Erneut nickte die andere. „Na toll, da steht man sich selbst gegenüber und dann kann das Ebenbild nicht reden.“ Flora, die grüne versuchte noch ein paar Fragen. Doch alle führten wie die ersten ins Leere. Irgendwann sagte sie: „Kannst du mir wenigstens was zeigen, was mit unserem Leben zu tun hat? Etwas, was uns wirklich wichtig ist.“ Da lächeltet die andere und nickte erneut. Daraufhin hob sie ihre Hand an als wollte sie jemanden heranwinken. Von weitem rannte ein Tier auf sie zu…, es hatte ein buntes Halstuch umgebunden. „Sweeety!“ Flora wusste sofort, das ist Sweety, ihre treue Hündin. Sie umarmte das Tier und bemerkte nicht, wie sich ihr zweites „ich“ entfernte. Als sie sich nochmals umdrehte und noch etwas fragen wollte, war sie einfach verschwunden. Aber Sweety blieb von nun an, an ihrer Seite.
Ihr war unerklärlich, wie sie Sweety mit ihren treuen Hundeblicken nur vergessen konnte. Vielleicht kehren mit der Ankunft von Sweety noch mehr Erinnerungen zurück?
Heute kroch sie früh in ihr Zelt. Es schneite und die Schneeflocken fielen leise zur Erde. Es hatte irgendetwas Beruhigendes. Etwas, was sie plötzlich sehr müde und schläfrig machte.
Flora kuschelte sich noch in den Thermoschlafsack und schläft so tief und fest….
Nachbarschaftsgeschichten in der Weihnachtswichtelwelt
Florentine schaute sich erst mal um. Ja, wo war sie?
Fasnet-Närrin lachte hell auf: „Ja, wo wohl? In deinem Zuhause. Ich hätte nicht gedacht, dass dich dein Umzug so durcheinander bringt? Wie war deine erste Nacht?“
Wie jetzt? Erste Nacht? Umzug?
Noch einmal schaute sich Florentine um. „Ach ja der Umzug…!“
Jetzt kamen die Erinnerungen langsam wieder. Ja, das ist richtig, sie ist umgezogen die letzten Tage und Wochen. Am Vorabend hatte sie noch eine große Einweihungsparty gegeben. Alle ihre Freunde waren da.
Tage zuvor, da hatte Flora eine etwas seltsame Begegnung. Sie war gerade dabei, die letzten Einrichtungsgegenstände in ihr neues zu Hause zu tragen, da versperrte ihr ein altes Mütterchen den Zugang zu ihrem neuen Haus.
Diese alte Frau sprach sie sofort an: „Du liebes Kind, da hast du dir ein schönes Grundstück ausgesucht. Ich beglückwünsche dich zu deiner Wahl!“ Florentine blieb überrascht stehen. Was wollte die Alte bloß von ihr? War sie eine Nachbarin? Aber diese Frau hatte Flora die letzten Wochen hier noch nie gesehen. Und sie war wegen des Umzuges oft hier gewesen. Freundlich lächelte und nickte sie der Alten trotzdem zu.
Diese säuselte auch gleich weiter: „ Ich möchte dir gerne ein Geschenk geben zu deinem Einzug und bitte dich dieses anzunehmen. Es ist die „verbotene Frucht. Bitte nimm sie an und iss sie an dem Tag bevor du in diesem Haus schlafen wirst.“
Florentine sah sie in diesem Moment verwirrt an. Eine „verbotene Frucht“ soll sie essen? Weshalb? Diese Frucht war doch sicherlich nicht umsonst verboten, oder?
Die Alte bemerkte das Zögern von Florentine wohl. „Kindchen, du wirst doch wohl nicht einen Rat und ein Geschenk von einer alten Frau ausschlagen? Es ist nur eine Frucht die du essen sollst.“
Mit einem zuckersüßen Lächeln reicht sie diese Florentine. Flora, die eigentlich ihre Arbeit fortsetzen wollte, nahm daher diese Frucht dankend an und steckte sie ein.
Das Mütterchen gab ihr den Weg zu ihrem Haus frei und entfernte sich mit den Worten: „Und nicht vergessen, iss sie, bevor du deine erste Nacht in diesem neuen Haus verbringst.“
An dem letzten Tag des Umzuges ging alles nochmals drunter und drüber. Die Papiere wurden unterschrieben und ihr altes Haus ihrer Nachfolgerin übergeben. Diese behielt über die Umzugszeit auch Sweety bei sich, da Flora kaum Zeit für sie gefunden hätte. Natürlich vermisste sie ihre treue Hündin, doch so war es einfach besser. Sie wollte Sweety sobald es ihr möglich ist, wieder zu sich holen. Doch jetzt war Eile angesagt, und zwar nicht nur, weil es regnet.
Es musste noch so viel vorbereitet werden, denn heute Abend wollte sie auch ihre Einweihungsparty geben. Sie durfte nichts vergessen. Apropos, vergessen! Da war doch diese Frucht von dieser alten Frau. Sollte sie diese gleich essen? Nicht, dass sie es am Ende noch vergisst. Es schien für die Alte wichtig gewesen sein. In den Wohnräumen angekommen, steckte sie diese Frucht in den Mund.
Doch was war das? Auf einmal färbte sich ihre Haut grün und Blätter sprossen an ihren Händen und Armen.
Doch blieb ihr nicht mehr viel Zeit, sich darüber zu wundern. Ihre Gäste würden bald kommen und es mussten noch die Speisen dafür vorbereitet werden.
Das Fest verlief herrlich und alle kamen frohgelaunt, um Floras neues Zuhause zu bewundern.
Es wurde geplaudert und die Gäste wünschten Flora ein gutes Leben in ihrem neuen Heim. Keiner wunderte sich wirklich über Floras neues Aussehen und hielten es für ein neues Party-Outfit, das sich Flora extra für diesen Anlass angelegt hat.
Mistle hielt sogar eine Rede, die mit einem Augenzwinkern „… und Flora, du weißt schon,- merke dir deinen Traum in der ersten Nacht. Denn dieser geht in Erfüllung“, endete.
Mistle erhielt zum Abschluss Beifall, welcher von den Anwesenden mit Gelächter begleitet wurde, für ihre äußerst humorvolle Rede.
Kurz erschreckt haben sich allerdings Flora und ihre Gäste als Merry von einem Blitz angekohlt wieder zu der Gesellschaft zurückkam. Was rennt er denn auch draußen bei Gewitter herum? Das hätte ganz anders für ihn ausgehen können.
Flora wollte ihn deshalb allerdings nicht schimpfen, behielte ihn aber im Auge, falls sich sein Zustand nach diesem Blitzschlag doch noch verschlechtern sollte.
Aber Merry scheint aus hartem Holz zu sein und es kam dank seiner robusten Art zu keinen Komplikationen.
Es wurde noch lange Zeit geplaudert…und die Gäste amüsierten sich prächtig auf der Einweihungsparty
Auch unser Problempaar scheint sich tatsächlich endlich zusammengerauft zu haben.
So feierten sie bis in den frühen Morgen hinein. Flora war schon sehr übernächtigt…und legte sich hundemüde in ihr Bett. Es dauerte nicht lange und da war sie schon in ihren Träumen.