Am 09. April 2016 öffnete das Genetic-Project (GP) seine Pforten.
Mit allen angefangen hat es mit der sogenannte "Genforschungchallenge", die ich damals auf einer anderen Sims-Seite entdeckte.
Seit dem sind viele Geschichten, ein beeindruckender Stammbaum und vor allem ... viele neue Sims innerhalb des Genetic Projects entstanden.
Besonderen Dank widme ich @SpionelfchenNaseweiß & @Spatz ... mit deren Unterstützung dieses Projekt weder möglich, noch so vielfältig wäre, wie es heute ist. Danke an euch Zwei! <3
Ist das vielleicht das Interesse geweckt? ... Möchtest du dich ebenfalls kreativ im Genetic Project austoben? ... Worauf wartest du also? ;)
Bitte lese vorher die Regeln des Genetic Projects durch. Darauf baut das GP auf!
Wir freuen uns auf Euch, wünschen viel Spaß und falls Ihr Fragen habt, wendet Euch einfach an @SpionelfchenNaseweiß , @Spatz oder mich @KFutagoh89 :)
(( @greenyeyes : Es ist schön zuzusehen wie die Kinder größer werden. Hatte Akia-Dorea eigentlich die Theater-AG nachmittags nach der Schule besucht? Diese wäre eine gute Vorbereitung für die Schauspielerei. (Ist bei den Nebenjobs für Jugendliche und Schulkinder im Handy zu finden, wo es auch die Pfadfindermitgliedschaft und die Babysitterjobs gibt.) Ich vermute aber dass ihr keine Zeit dafür blieb ... als große Schwester wurde sie zu Hause dringend gebraucht. ))
Ist jetzt die Frage, warum waren die Sims beim Konzert? Wegen dem Konzert an sich, oder doch letztlich wegen der Muße? Na.. das werden wir wohl nie erfahren. ?
((Für diesen Satz hättest eigentlich ein LOL von mir bekommen müssen. :D Aber diese Frage stellt sich wirklich bei deinen Bildern. Muse lenkt sehr gekonnte die Aufmerksamkeit der Konzertbesucher auf sich und diese vom Konzert ab. ;) ))
Die Liebe zwischen Afeni und Mários war nach all den Jahren nicht verblasst. Jeder Stolperstein hat sie sogar noch intensiver werden lassen und nun schauen sie auf eine wunderbare Familie, die sie beide erschaffen haben.
Durch den offenen Wohnraum mit Küche war die Familie fast immer beieinander.
Nach wie vor wurde so oft wie möglich, mindestens jedoch einmal am Tag, gemeinsam gegessen. Es war bei Tisch nie leise, sondern immer kommunikativ und laut.
Hin und wieder war Akia-Dorea alleine mit den Zwillingen, um den Eltern Zweisamkeit zu ermöglichen. Dann kümmerte sie sich nicht nur um das leibliche Wohl, sondern hielt ihre Brüder auch zum Lernen an und war jederzeit für eine Umarmung zu haben.
Auch das putzen übernimmt Akia-Dorea wie selbstverständlich. Afeni und Mários, die mittlerweile schon schnell geschwächt waren, freuten sich über die tatkräftige Unterstützung, zwangen ihre Kinder aber auch nicht zum mithelfen.
Jederzeit waren sie für ihre Kinder ansprechbar, egal was ihnen auf dem Herzen lag.
Und bei Akia-Dorea war das berühmte Techtelmechtel-Gespräch notwendig. Afeni und Mários losten darum, wer dieses führen sollte.
Egal wie stressig ein Tag war, für eine Runde Laufband war immer Zeit ...
... oder für eine Runde spielen im Schnee.
Nach wie vor war insbesondere Summer häufig zu Gast und jederzeit willkommen. In den Jahren war sie einem jeden Familienmitglied zur guten Freundin geworden. Sie ist ihrerseits ohne Partner geblieben und hat auch keine Kinder. Egal wer was auf dem Herzen hatte, Summer war immer gern zur Stelle, um eine neutrale Position einzunehmen.
Die Zeit plätscherte dahin und schon bald sollten die Familie eine Menge Ereignisse überrollen.
Sehr plötzlich und unerwartet wurden Afeni und Mários auch schon zu Senioren.
Afeni ging weiterhin ihrer geliebten Arbeit nach, während Mários zeitig in Rente ging. Dieser war von da an Vollzeitpapa- und Hausmann, was ihn sehr glücklich machte.
Der Spaß hatte in der Familie einen großen Stellwert, sei es innerhalb der Familie oder auch gemeinsam mit Freunden.
Afeni stand ihrer Tochter gerne zur Seite, die sich zwischenzeitlich ein berufliches Ziel festgesteckt hatte. Sie möchte studieren um Schauspielerin zu werden. Mários unterstützte sie vollkommen bei ihrem Plan und wünschte ihr, dass der Traum wahr würde. Er selbst weiß wie es ist, wenn man nicht den Rückhalt der Familie hat und seine Pläne zu Grabe tragen muss. Afeni sah auch gerne, dass Akia-Dorea studieren möchte und auch sie hilft ihrer Tochter, wenngleich ihr ein bodenständiger Beruf lieber wäre.
Was ihr sehr entgegen kam war der Fitnessdrang ihrer Tochter. Die beiden legten gerne gemeinsam ein paar Sporteinheiten ein.
Im Alter war Afeni mit ihren Kindern entspannter geworden. Was bei Akia-Dorea seinerzeit ein Drama war geht ihr nun bei den Zwillingen leichter von der Hand.
Während Afeni und Mários still und heimlich gealtert waren, wurde bei den Zwillingen eine große Party organisiert.
Und zack, da waren die Kleinkinder verschwunden und die Familie hatte stattdessen nun zwei Schulkinder.
Edit: Ich habe mich mal völlig vertan. Ich bin mit den drei Kids ja in G2, deswegen benötige ich natürlich auch G2-Nachwuchs. Leif und Arizona sind ja auch G2. Sorry, falls ich euch Umstände bereite ... Ich nehme stattdessen in mein Spiel: Siehe neuer Post :-)
Mit drei Kinder verging die Zeit noch schneller als nur mit einem. Wie gehabt, konnte Afeni es kaum erwarten, dass ihre zwei Jungs größer wurden und endlich das Kleinkindalter erreichten.
Bei ihren Söhnen hatte Afeni etwas mehr das richtige Händchen um mit ihnen umzugehen. Vielleicht waren die Charaktere auch einfach kompatibler mit dem ihren.
Vielleicht war es auch etwas entspannter, weil die Kleinkinder recht früh recht selbstständig waren und sich gut alleine beschäftigen konnten.
Ein weiterer Grund konnte noch ein anderes Ereignis sein, was sich früh im Kleinkindalter der Jungs ereignete: Akia-Dorea wurde zum Teenager.
So half Akia-Dorea vermehrt beim Hüten der Zwillinge, wenn sie nicht gerade in der Schule war oder für ebenjene lernte. Es machte ihr nichts aus, sie war ein Familienmensch. Sie hatte zwar Freunde in der Schule, für Nachmittagstreffen war sie allerdings nur selten zu begeistern. Und so richtig intensiv warm wurde sie mit den Mädchen und Jungen auch nicht. Sie freute sich über jede Minute im Kreise der Familie.
So gingen ein paar Monate ins Land. Mários akzeptierte, dass er nie einen hohen Posten in der Sportlerkarriere erreichen würde. Gleichzeitig war er durch seine drei wunderbaren Kinder mit dieser Tatsache ausgesöhnt. Afeni war Polizeipräsidentin und hatte somit ihr berufliches Ziel erreicht. Akia-Dorea entwickelte ein Interesse an der Schauspielerei und es keimte in ihr die Überlegung eines Studium in diese Richtung. Und was würde aus den beiden Jungen werden?
Das neue Baby lebte sich gut ein in Afeni's Bauch. Die werdende Mama nahm es mit ihrer Figur diesmal nicht ganz so dramatisch. Sie machte wieder leicht vermehrt Sport, doch ließ auch mal fünfe gerade sein. Afeni hatte ja anhand ihrer ersten Schwangerschaft und Geburt gesehen, dass sie scheinbar gutes Genmaterial hatte und in Windeseile zu ihrer schlanken Figur zurückfinden konnte. Das entspannte sie für die jetzige Schwangerschaft immens. Allerdings fühlte sie sich diesmal nicht so pudelwohl wie beim ersten mal. Allgemein ging sie entspannter mit der neuen Situation um. Körperlich war sie oft angeschlagen. Müde, schlapp, lustlos. Sie hatte auch recht früh schon Übungswehen, die es zu verarbeiten galt. Auf den Gang zur Gynäkologin verzichtete Afeni diesmal, sodass das Geschlecht eine Überraschung sein würde. Sie fühlte sich gut damit und fühlte intuitiv, dass alles gut ist mit dem Kind.
Wie kam es eigentlich dazu, dass ein zweites Kind gezeugt wurde? Mários machte den ersten Schritt. Er verbrachte einen romantischen Abend mit seiner Ehefrau, als das kleine Mädchen schlief. Sie redeten viel, lachten und tauschten Zärtlichkeiten aus. Dann eröffnete Mários seiner Frau, dass er gerne ein weiteres Kind hätte. Gleichzeitig versicherte er ihr, dass die Entscheidung bei ihr liegen würde. Mários war mit seiner Tochter und Ehefrau glücklich. Ein weiteres Kind wäre einfach die Sahne auf dem Kuchen. Er wäre mit beiden Wegen glücklich. Afeni hatte an diesem Abend etwas zu viel Alkohol getrunken und machte Mários, eigentlich aus Spass, folgendes Angebot :" Wenn es heute Nacht einschlägt, dann soll es so sein". Daraufhin verführte sie den verdutzten Mários nach allen Regeln der Kunst. Und war dann wenige Wochen später überrascht, dass es tatsächlich eingeschlagen hat in jener Nacht. Mários freute sich extrem und konnte sein Glück kaum fassen. Afeni hatte hoch gepokert - und ob sie nun gewonnen oder verloren hat liegt wohl im Auge des Betrachters. Es war zwar ein Glücksspiel, doch Afeni hatte die Konsequenzen akzeptiert. Und so fiel ihr die Annahme dieser Schwangerschaft wesentlich leichter. Auch Akia-Dorea freute sich auf ihre Beförderung zur großen Schwester und beobachtete fasziniert, den stetig wachsenden Bauch.
Mários machte viel mit seiner Tochter, auch um seine Ehefrau zu entlasten. Die Schwangerschaft setzte ihr wirklich zu. Sie arbeitete schon zeitig recht wenig und vermehrt am Schreibtisch, um sich zu schonen.
Eines Abends veranstalteten Akia-Dorea und ihr Papa eine Wasserbombenschlacht. Sie waren gerade mitten im Spiel und hatten eine Menge Spaß. Da rief Afeni mit schmerzverzerrter Stimme nach ihrem Ehemann. Sie hatte plötzlich furchtbare Schmerzen und machte sich Sorgen um ihr ungeborenes Kind. Sie wollte gerade das Badezimmer reinigen, als ein stechender Schmerz ihren Körper durchfuhr.
Mários fackelte nicht lange und rief den Rettungswagen. Mit Sirene und Blaulicht kam Afeni in ein Krankenhaus, die auf Frühgeburten spezialisiert war. Es waren für Mários und seine Tochter dramatische Stunden. Erst beruhigte er sein Kind und rief dann Summer an, die auf Akia-Dorea achten sollte, während er zu seiner Frau fuhr. Akia-Dorea schlief dann auch ein, kurz bevor Summer eintraf und machte sich auf den schnellsten Weg ins Krankenhaus. Dort erwartete ihn dann eine Überraschung. Seine Frau lag im Operationssaal, denn die Plazenta hatte sich gelöst und somit schwebten Frau und Kind in Lebensgefahr. Es wurde sofort ein Kaiserschnitt durchgeführt. Das Personal führte Mários in ein Patientenzimmer, in welches seine Frau nach der OP gebracht werden sollte. Die Kinder würden auf die Kinderintensivstation gebracht. Äh, Kinder?
Wochen später hatte sich das neue Familienleben gut eingespielt. Afeni konnte diese furchtbare Zeit verarbeiten und Frieden schließen. Woran sie nach wie vor etwas knabberte - es waren Zwillinge geworden, zwei Jungen. Damit hatte keiner in der Familie gerechnet. Nun konnte Afeni allerdings ihre frühen Erschöpfungssymptome und Schwäche nachvollziehen. Wäre sie vielleicht doch besser zur Gynäkologin gegangen, wenigstens ein mal ...
Mários war, wie schon bei ihrer Tochter, hin und weg von den beiden Kindern. Eigentlich war das Geschlecht ihm egal, doch irgendwie machte es ihn stolz, dass er zwei Stammhalter gezeugt hatte. Auch Akia-Dorea war von Beginn an in ihre Brüder vernarrt. Und sie unterstützte ihre Eltern so gut wie sie konnte.
Afeni haderte ein kleines bisschen mit ihrem Schicksal, dass sie von gewollt kinderlos zur dreifachen Mama geworden war. Und sie würde nie verstehen, warum sich die Menschen so veränderten und kindisch wurden, wenn sie in Kommunikation mit einem Baby traten.
Auch Kind 2 und 3 wurden nicht gestillt, sodass Mários die Babypflege übernehmen konnte. Er hatte sich wieder Elternzeit genommen und Afeni ging vorerst auch nur Teilzeit arbeiten. Zwei Babys machten doch deutlich mehr Arbeit als nur ein Schreihals.
Und die Namen sollt ihr natürlich auch erfahren. Das Baby sollte den Nachnamen des gleichen Geschlechts erhalten, also bei einem Mädchen M'Baye und ein Junge Nikiforos. Die Vornamen lauteten Lado-Phileas und Kunto-Nelio. Lado - afrikanisch, zweitgeborene; Phileas - griechisch, der, der Freude bringt Kunto - afrikanisch, drittgeboren; Nelio - griechisch, der Starke
Somit hießen die drei Kinder Akia-Dorea M'Baye, Lado-Phileas Nikiforos und Kunto-Nelio Nikiforos.
Die Zeit des Winters brachte der Familie viel Freude und tatsächlich wurde es für Afeni mit ihrer Tochter leichter. Sie konnte sie unter anderem motivieren, mit ihr Sport zu treiben. So verband sie zwei Dinge miteinander, die ihr viel bedeuteten.
Mários brachte Akia-Dorea auch den Sport näher. Er spielte allerdings lieber Fussball mit seinem Mädchen.
Die dreiköpfige Familie verbrachten auch das ein oder andere ein Abendessen draussen. Das Essen war schnell kalt und die drei froren bitterlich und brauchten im Anschluss ein heißes Bad. Doch es brachte den dreien viel Spass und es waren stets lustige und erinnerungswürdige Momente, die sie so miteinander verbrachten.
Das Schlittschuh laufen wurde zum Familienhobby und brachte viel Freude in den Alltag.
Die Mahlzeiten wurden, wann immer möglich, gemeinsam eingenommen.
Manchmal aßen die beiden Frauen auch alleine. Das nervte Afeni dann allerdings ziemlich schnell, weil Akia-Dorea auch als Kind sehr kommunikativ geblieben ist und selten still sein kann.
Das Weihnachtsfest und Silvester sowie Neujahr verbrachte die Familie in trauter Dreisamkeit.
Mários war ein vorbildlicher Papa und half seiner Tochter stets bei ihren Schulprojekten.
Als der Winter verging und die Frühlingssonne an Stärke gewann, verbrachte die Familie wieder mehr Zeit draussen und mit ihren Freunden.
Mários nahm erfreut die stärker werdende Bindung zwischen Mutter und Tochter wahr. Er würde ohne Frage die Nummer eins der kleinen bleiben, doch er gönnte den beiden wichtigsten Frauen in seinem Leben eine ebenso intensive Beziehung zueinander.
Und als das Jahr so fortschritt ließ sich auch besagtes Geheimnis nicht länger verstecken
Die Zeit ging ins Land und aus dem pflegeleichten Baby war ein ziemlich anspruchsvolles Kleinkind geworden.
Mários war nach wie vor mit Herzblut Papa. Ob er Akia-Dorea was beibrachte, mit ihr kuschelte, sie tröstete oder ins Bett brachte - er machte alles mit allem was er geben konnte. Er vergötterte das kleine Mädchen und das Mädchen machte klar, dass Papa ihr König war. Sie hatten schon sehr früh eine enge Bindung zueinander.
Afeni beobachtete die beiden manchmal auch ein bisschen neidisch. Von außen betrachtet waren Vater und Tochter ein Dreamteam, es sah immer sehr innig und idyllisch aus. Auch kleine Fetzen Eifersucht drangen durch, wofür Afeni sich sehr schämte. Es ging hier doch um ihre eigene Tochter. Das lag vielleicht auch daran, dass die Mama sich im Gegensatz zum Papa an Akia-Dorea manchmal die Zähne ausbiss. Was bei Mários oft flutschte war bei ihr ein langwieriger Akt. Zum Beispiel der Gang zum Töpfchen klappte meist nicht und kaum war die Windel an, ging das Geschäft in eben jene, sodass Afeni genervt die Windel wechselte, die sie ihr gerade erst angezogen hatte.
Manches Quengeln missinterpretierte sie auch hin und wieder. Dann gab sie ihrer Tochter was zu essen, statt das müde Kind ins Bett zu bringen. So schlief Akia-Dorea denn auch durchaus mal am Tisch ein.
Auch das ins Bett bringen mit einer Geschichte gestaltete sich eher schwierig. Afeni hatte einfach kein Händchen für eine heimelige Atmosphäre in der die Kleine sich wohlfühlte und schnell einschlief. Stattdessen verließ Afeni das Zimmer irgendwann genervt und das kleine Mädchen schlief manchmal alleine ein und manchmal weinte sie, sodass Papa zu Hilfe eilte.
Lediglich wenn Afeni von der Arbeit kam entstand zwischen den beiden ein intimer und sehr liebevoller Moment. Akia-Dorea freute sich ihre Mama zu sehen. Selbst wenn sie in Sportkluft kam, weil sie lieber heim wollte statt erst zu duschen. Genauso freute sich das Mädchen auch morgens, wenn ihre Mutter sie aus dem Bett holte. Oft waren diese Augenblicke in Windeseile vergessen.
Besonders glücklich waren alle, wenn Besuch da war. Akia-Dorea war ein absolutes Goldstück und alle freuten sich, an ihrer Entwicklung teilhaben zu dürfen. Die Kleine liebte es, wenn viel los war im Haus und zu diesen Zeiten klappte es wundersame Weise auch zwischen Mutter und Kind wesentlich besser, deswegen hatte die Familie in diesen Zeiten besonders oft Besuch. Dann lief einfach alles reibungslos und entspannt. Gerade, wenn Afeni mal mit dem Kind alleine war, organisierte sie schon im Vorfeld die Freizeit und lud viele Freunde ein.
Natürlich war es auch grundsätzlich entspannt, wenn Mários dabei war. Doch dann hatte Afeni stets das Gefühl, das fünfte Rad am Wagen zu sein. Sie fühlte sich irgendwie ausgrenzt, weil Akia-Dorea immer eher bei Mários war denn bei ihrer Mama. Das versetzte ihr oft einen schmerzhaften Stich und gleichzeitig ärgerte sich Afeni über ihre kindischen Gedanken.
Doch hin und wieder gab es auch einfach harmonische Familienmomente, die sich bei allen dreien ins Herz brannten.
So näherte sich unwillkürlich der erneute Geburtstag, an dem Akia-Dorea zum Kind werden sollte. Die stolzen Eltern ließen sich nicht lumpen und organisierten ein tolles Fest und nichts sollte fehlen.
Alle Anwesenden feierten das kleine Mädchen, welches teils ein wenig verwirrt war aufgrund der Aufmerksamkeit. Doch im großen und ganzen kostete Akia-Dorea diesen besonderen Tag aus. Während Mários ein wenig um sein kleines Mädchen trauerte, dass nun schon wieder größer wurde war Afeni froher, um jeden Tag den das kleine Mädchen älter wurde. Sie hoffte, dass es mit dem herangereiften Schulkind einfacher werden würde. Gleichzeitig hegte Afeni ein Geheimnis, dass es noch zu verkünden galt ....
Es war an einem schönen Abend, als etwas einsetzte, was Afeni als Wehen identifizieren konnte. Das Ehepaar hatte einen Film angesehen und Afeni wollte noch etwas romantische Zeit mit Mários im Schlafzimmer verbringen. Ohne intime Zweisamkeit, dazu fühlte sich Afeni nicht mehr wohl genug. Sie hatte gerade die Kerzen auf dem Nachtschrank entzündet, als sie ein stechender Schmerz durchfuhr. Sie selbst würde sich eher als "hart im nehmen" bezeichnen, doch dieser Schmerz ließ sie sofort intuitiv atmen. Sie hatte sich gegen einen Geburtsvorbereitungskurs entschieden. Dieser typische "Mamakram" war so überhaupt nichts für sie und auf die Geburt bezogen dachte sie, dass sie das Kind schon schaukeln wird. Nach einer kurzzeitigen Angstepisode entspannte Afeni sich und gab ihrem Ehemann Bescheid, um ihr bei der Geburt zur Seite zu stehen. Was sie noch weniger mochte als "Mamakram" waren Ärzte und Krankenhäuser. Ihre Gynäkologin war der einzige "Gott in weiß", wo sie durchaus hin ging, wenn nötig - allerdings auch niemals freiwillig. Doch eine Geburt im Krankenhaus kam ihr nicht in den Sinn. Mários war wenig begeistert, doch letztendlich war es der Körper von Afeni und vertraute ihr. Jenes Vertrauen wurde auch bestätigt, denn das Töchterchen kam in einer zwar langwierigen, doch unkomplizierten Geburt zur Welt. Mários war zu Tränen gerührt und unfassbar stolz auf seine beiden "Mädchen".
Auch Tage später war Mários noch völlig verzückt von diesem wunderschönen kleinen Mädchen und wickelte ihn schon jetzt um den Finger, ohne dass die groß was dafür tun musste. Afeni kam dies sehr gelegen, denn die Geburt war anstrengend und sie hatte ziemlich lange einen großen Nachholbedarf an Energie. Sie schlief demzufolge viel und überließ Mários einen Großteil der Babypflege, der sich Elternzeit genommen hatte. Seinen neuen Aufgaben wurde der glückliche Vater mehr als gerecht, er ging als Vater und Hausmann auf, es gab für ihn kein schöneren Zeitvertreib.
Namentlich haben die Eheleute sich schon während der Schwangerschaft geeinigt. Afeni hatte durchgesetzt, dass die Tochter ihren Nachnamen (M'Baye) bekam. Mários hat leicht widerwillig nachgegeben. Doch die Afeni die Strapazen von Schwangerschaft und Geburt durchstehen musste, wollte er ihr diesen Wunsch erfüllen. Als Vornamen wollten sie beide einen Namen des eigenen Herkunftslandes und keiner von beiden wollte davon abrücken. Also sollte das Kind einen Doppelnamen bekommen und welcher vorne stehen sollte wurde per Los entschieden. Afeni hatte gewonnen und so wurde das Mädchen Akia-Dorea M'Baye genannt (Akia = Erstgeborene, Dorea = Geschenk)
Afeni war auch sehr glücklich über das kleine Wunder und fand sie auch durchaus süß. Trotzdem merkte sie, dass sie vor Liebe nicht so sehr überschäumte wie ihr Ehemann. Das gab ihr schon einen kleinen Stich, doch sie akzeptierte relativ schnell, dass sie nunmal kein Muttertier war. Sie wurde das Mädchen großziehen und auch lieben, doch sie freute sich ebenso, wenn das kleine Kind nicht mehr so hilflos sein würde. Aus diesen Gründen hatte Afeni sich auch gegen das Stillen entschieden. Sie wollte ihre Freiräume behalten, wenngleich sie sich mit der Entscheidung auch ein wenig egoistisch fühlte. Mários nahm Afeni's Entscheidung hin, so hatte er natürlich noch mehr Zeit mit der Kleinen.
Pudelwohl fühlte sich Afeni wieder nach ein paar Wochen. Sie hatte die wenigen Kilogramm Zunahme schnell wieder runter. Mittlerweile war sie auch wieder fit genug um Sport zu treiben und auch beweglich genug um am Herd zu stehen um für sich und Mários zu kochen.
Die entspannte Zeit als dreiköpfige Familie neigte sich dem Ende zu. Das junge Elternpaar hat lange diskutiert, wie es beruflich weitergehen sollte. Afeni wollte einerseits ihrer Mutterrolle gerecht werden. Andererseits vermisste sie schon jetzt die Arbeit und ihr fiel die Decke auf den Kopf. Hätte sie nicht an ihren Fähigkeiten gearbeitet wäre sie depressiv geworden. Mários' Gefühle waren genau gegensätzlich. Furchtbar gerne wäre er daheim geblieben um Vollzeitpapa- und Hausmann zu sein. Doch er fühlte sich verpflichtet, seine Familie zu ernähren. Dabei war es kein Geheimnis, dass Afeni deutlich mehr verdiente und dieses Einkommen ein Großteil des Lebens finanzierte. Doch diese Art Familienleben war im Ort noch nicht sehr ausgeprägt und beide hatten Angst als Sonderlinge oder möchtegern-moderne Familie da zu stehen. Noch weniger wollten beide unglücklich werden und so entschieden sie sich tatsächlich für diesen unkonventionellen Weg. Mários blieb erst zuhause und wollte wieder arbeiten, wenn Akia-Dorea Kleinkind war. Dann sollte für wenige Stunden eine Art Tagesmutter auf sie achten. Afeni ging wieder Vollzeit ihrer geliebten Arbeit nach und ihr erster Arbeitstag war der Himmel auf Erden für sie.