Moin Binos ...
Da ich gestern Abend ausnahmsweise Zeit für FC 26 hatte, mir die Belohnungen im "Ultimatives Duell 3" attraktiv und trotz meiner schlechten Voraussetzungen machbar erschienen, hatte ich mich spontan entschlossen, die zwölf Partien anzugehen. Ich hatte nicht die Hoffnung oder Erwartung überhaupt ein Spiel gewinnen zu können, da meine langjährigen Delay-Probleme in FC 26 noch massiver geworden sind. Bisher habe ich neun zum Teil sehr frustrierende Partien hinter mich gebracht. Das Schlimmste für mich sind in solchen Cups nicht unbedingt die Niederlagen, sondern mehr das Verhalten einer Vielzahl von Gegnern, die entweder völlig unreif, wahrnehmungsgestört, zugedröhnt oder krankhaft selbstverliebt sein müssen, denn sie spammen weiter ungebremst ihre auswendig gelernten Mechaniken und Bugs, auch wenn ihr Gegner bereits mit 6:1 hinten liegt. Sie sind so mit sich selbst und ihrer "unglaublich beeindruckenden Leistung" beschäftigt, dass ihnen die Ursachen für diesen Leistungsunterschied offensichtlich nicht auffallen oder einfach nur egal sind. Ich bin mir ziemlich sicher, dass eine solche Partie viel entspannter und fairer zugehen würde, wenn sich die Gegner in der Realität gegenüberstehen würden!?
Trotz meiner schlechten Voraussetzungen konnte ich dennoch in den neun Partien drei separate Siege erzielen. Das lag u.a. an zwei Gegnern, die den Stick eingeklemmt hatten. Der eine Nutzer schoss nach dem Anstoß sogar ein Eigentor und nach dem auch ich ihm gleich ein Tor erzielen ließ, klemmte er den Stick ein. Diese für beide Seiten zweckdienliche Verhaltensweise finde ich sehr angenehm, stressfrei und vor allem respektvoll. Das Verrückte ist jedoch, dass ich beim zweiten Gegner, der bereits zu Spielbeginn den Stick einklemmte sagenhafte 57 Spielminuten benötigt hatte, um gegen die allein verteidigende KI und ihren 83er Super-Torhüter das erste Tor zu erzielen! Es war so deutlich spürbar, dass ich nicht gegen einen Gegner sondern gegen Spielmechaniken spielte. Die KI war immer schneller, immer stärker! Ich konnte einfach nicht die gegnerische Abwehr überlaufen, weil meine Spieler so träge, unbeweglich, langsam und schwach wirkten. Es wirkt in solchen "Spielen" als ob mein gesamtes Team bis zur Hüfte im Wasser steht und trotz eigener Bewegungsversuche oder Ziele (ausweichen, Passweg zustellen, in eine Lücke gehen oder einfach nur schießen) durch eine destruktive ganzheitliche Strömung wegedrückt oder daran gehindert wird. Natürlich habe ich dem Gegner, der mir die Partie überlassen hatte und nach meinem zweiten Treffer auch ein Tor spendiert. Diese bemerkenswerte Partie gegen einen Gegner mit eingeklemmten Stick endete 3:1.
Ich finde es wirklich lobenswert, dass man sich den Gruppenbonus auch ohne Siege durch die reine Teilnahme erspielen kann! Diese Verfahrensweise, dass der Abschluss von 8 von insgesamt 10 möglichen Zielen für den Erhalt des Gruppenbonus "genügt", macht solche Aufgaben auch erst für die breite Masse attraktiv! Denn wer möchte schon seine kostbare Zeit und Kraft in Partien investieren, die - ungeachtet von Sieg oder Niederlage - den Zeit- und den Leidensfaktor nicht honorieren!?
Noch ein paar Worte zum Thema "Matchmaking". Bereits vor ein paar Tagen hatte ich mir ein paar Gedanken dazu notiert, die ich hier ohne Überarbeitung und thematische Anpassungen einfach nur einfügen möchte:
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Ich würde meinen, dass das “Spiel” grundlegend nicht mehr genügend aktive Nutzer aus einer “Region” besitzt!?
- Hingegen ist aber die Anzahl der in Ultimate Team nutzbaren Spielmodi gestiegen. Im letzten Jahr kam Rush hinzu (mit gelegentlichen und zeitlich befristeten Flash-Rush-Events) und in diesem Jahr folgten die ständigen, ebenfalls zeitlich limitierten Wettbewerbe und Cups. Das bedeutet, dass sich die zum jeweiligen Zeitpunkt anwesende Nutzerschaft auf all die verfügbaren Modi verteilt oder sie ihre Zeit mit SBCs und Trading verbringen. Was Aufwand und Nutzen anbelangt ist Rivals sowieso nicht mehr sonderlich attraktiv, insbesondere in den unteren Divisionen.
- Damit aber nicht genug, denn die grundlegend noch aktive Nutzerschaft teilt sich auch noch weiter auf, beispielsweise auf die Konsolengenerationen (Old- und New-Gen) ...
- ... und entsprechend ihrer technischen, zeitlichen und altersspezifischen Möglichkeiten und Fähigkeiten auf 11 Divisionen.
- Die Zeitverschiebung durch die verschiedenen Zeitzonen, dürfte wohl auch ein Faktor sein, der die gleichzeitig aktive Anzahl an Spielern negativ beeinflusst.
Rein hypothetisch: Nehmen wir nur mal an, um 19:00 Uhr MESZ wären gleichzeitig eine Million UT-Nutzer eingeloggt und davon sind schätzungsweise noch 20% auf Old-Gen (Xbox One oder PS4) unterwegs, so verblieben weltweit nur noch 800.000 Nutzer, die zu diesem Zeitpunkt gleichzeitig auf PS5, Xbox Series und PC Online sind. Insbesondere unter den PS5-Nutzern wird es wohl auch einen mir nicht näher bekannten Anteil geben, der Crossplay deaktiviert hat, was die Auswahl für Xbox Series und PC noch weiter einschränkt. Diese weltweit gleichzeitig aktiven 800.000 Nutzer verteilen sich nun auf Squad Battles, Rush, Moments, Cups & Wettbewerbe, Rivals, Champions Finals, Freundschaftsspiele, SBCs usw. Zweifellos wird das Interesse an zeitlich limitierten Cups und Wettbewerben (wie die Welttour-Silber-Superstars-Liga oder Ultimatives Duell 3) noch am größten sein. Dennoch glaube ich nicht, dass mehr als 15% bis 20% dieser gleichzeitig aktiven 800.000 Next-Gen-Nutzer diesen Cup spielen werden. Selbst bei 20% wären es weltweit nur 160.000! Wie viel Prozent davon kommen dann überhaupt aus Zentral-Europa, wie viele aus Frankreich, England oder Deutschland? Der Anteil der gleichzeitig auf New-Gen aktiven Nutzer, der aus einem Land stammt und der am Abend gleichzeitig das Bedürfnis verspürt, einen limitierten Cup oder Wettbewerb zu spielen, dürfte entsprechend gering sein!? Das Ganze reduziert sich aber noch weiter, wenn man außerdem noch nach Fähigkeiten (der selben Rivals-Division) unterscheiden würde.
Nehmen wir weiter an, du bis jung, körperlich und mental in Bestform, hast kein Delay und bist entsprechend erfolgreich, dann würdest du vielleicht bis zu sechs mal pro Stunde für wenige Sekunden einen neuen Gegner in diesen Cups und Wettbewerben suchen. Nutzer die ständig nur verlieren benötigen erfahrungsgemäß für die Regeneration immer etwas mehr Zeit zwischen den Spielen und so suchen sie vielleicht nur drei oder vier Mal pro Stunde einen neuen Gegner. Das heißt, der gute Spieler steht sechs Mal für je ca. 10 Sekunden pro Stunde dem Matchmaking zur Verfügung und der gedemütigte Verlierer sogar nur 30 – 40 Sekunden pro Stunde. Eine Stunde hat jedoch 3600 Sekunden, wodurch die Chance weiter ganz erheblich sinkt, auf einen Gegner zu treffen, der auf New-Gen-Ebene spielt, der aus Deutschland stammt, der den selben Cup spiele möchte und der sich auch noch auf dem selben spielerischen Niveau befindet. Diese rein theoretische Rechnung sollte zumindest grob veranschaulichen, wieso es insbesondere für Nutzer aus den unteren Divisionen fast unmöglich scheint, einen gleichwertigen Gegner aus dem regionalen Umfeld zu finden!?
Leider gewährt EA seit Jahren keine tieferen Einblicke in die Nutzerzahlen oder zur grundlegenden prozentualen Aufteilung der Nutzer auf die einzelnen Plattformen oder zur Verteilung auf die einzelnen Spielmodi (Karriere, Clubs, UT, usw.). Daher ist es schwer die wahren Ursachen für das aktuelle Matchmaking nachempfinden zu können.