Ich hatte heute Mittag nebenbei den Stream vom Tim Latka laufen und da ist genau das eingetreten, was viele beschreiben und immer wieder Unmut hervor ruft.
Alles lief normal. Er hatte gute Laune, spielte vor sich hin und kommunizierte nebenbei mit der Com. Und dann kam es...das Spiel, das alles kippte. Es gab keine Anzeichen, dass der Gegner ihm das Wasser reichen kann. Seine Tacklings gingen in den leeren Raum und nach vorne hatte er keine Ideen. Eintönig und ausrechenbar. Er war hilflos.
Doch plötzlich entwickelten sich Dinge, die jeder kennt. Er steuerte in der Defensive nur noch seinen Stürmer. Seine KI mutierte zu Monstern. Sie nahm aktiv Bälle ab, blockte alles und jeder Rebound war seiner. Offensiv behielt er seine Ideenlosigkeit, aber wurde jetzt belohnt. Pässe glitchten sich durch und nahezu jede Chance war drin. Auf primitive Weise war er auf Augenhöhe. Man spürte förmlich, dass er wusste, wie sehr er getragen wird und sein Skill eher in Division 4 oder 5 angesiedelt war. Er verzichtete sogar auf den letzten Angriff, nur um ins 11er Schießen zu kommen...und gewann es auch.
Für Tim Latka war danach Schluss. Aus seiner guten Laune wurde Frust. Und genau das ist es, was ein Gamer macht. Er lässt sich nicht von einem System vorführen, um den Samariter für andere zu spielen. Kein Gamer, der Lust auf Skill und Wettkampf hat, lässt sich sowas gefallen. Man kann mal hier und da etwas in eine Richtung laufen lassen. Aber nicht vorhandenen Skill so auszugleichen, dass es sich die Waage hält, geht nicht. Das kann gerne in anderen Bereichen, wie gegen die KI, gemacht werden, aber nicht online. Jeder der da spielt, gibt seine private Zeit für das Spiel und ist nicht verantwortlich für den Gemütszustand des Gegners.